Via Alpina – Ein pädagogischer Weg über die Alpen

Von Lorenzo Ravagli, Dezember 2012

21 Tage waren Schüler und Schülerinnen der Talander-Schule in Wangen in den Bergen unterwegs, von Hütte zu Hütte, über Pässe, Gletscher und Gipfel, von Tschagguns in Österreich bis Tirano in Italien. Ein Abenteuer, das sie vermutlich ihr Leben lang nicht vergessen werden.

Die Schüler der Talanderschule auf dem Vermuntgletscher.

Die 6. Klasse der Talander-Schule aus Wangen unternahm im Juli 2011 zusammen mit ihrem Lehrer, ihrer Erzieherin und einigen Eltern eine anspruchsvolle Alpenüberquerung, die auf dem roten Weg der Via Alpina vom Montafon bis ins Verltlin führte.

Die Talander-Schule ist eine Schule für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die pädagogische Motivation, die Schüler der Herausforderung einer Alpenüberquerung auszusetzen, war der enorme Zuwachs an körperlichen und sozialen Fähigkeiten. Neben Ausdauer, Kondition, Trittsicherheit und Orientierungsvermögen, wurden besonders soziale Kompetenzen wie Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein, Rücksicht auf die Schwächeren, Hilfsbereitschaft, sowie Selbstvertrauen und Initiativkraft gestärkt.

Die gesamte Unternehmung wurde gefilmt. Aus dem Material ist eine rund 60-minütige sehenswerteD okumentation entstanden, die zum Preis von 15 Euro unter http://viatalander.blogspot.de bestellt werden kann. Der Film porträtiert die einzelnen Schüler, hält die Probleme fest, die eine solche Herausforderung mit sich bringt, zeigt aber auch, wie sie überwunden werden können. Er vermittelt eindrucksvoll, welch harmonisierende Wirkung von der elementaren Natur der Bergwelt ausgeht, die den Menschen, der sich in ihr bewegt, auf die essentiellen Empfindungen und Wahrnehmungen zurückführt, die sein Wesen ausmachen. Die Dokumentation lief bereits auf dem Bergfilmfestival 2012 in Tegernsee und wurde auf dem International Mountain Summit in Brixen vorgestellt. 

Ein Kurzfilm über die Unternehmung, die zur Nachahmung einlädt, ist hier zu sehen:

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