Die Junge Waldorf Philharmonie – ein Kosmos auf Tour

Von Lydia Roknic, März 2017

Seit nunmehr vierzehn Jahren bilden junge Menschen einen eigenen Kosmos, genannt Junge Waldorfphilharmonie. Haben Sie schon einmal von diesem Kosmos gehört oder sind mit ihm in Kontakt gekommen?

Als ich 2007 beim Konzert zum ersten Mal mit ihm in Berührung kam, hat er mich sofort überzeugt, so dass mir klar war: Hier will ich mitmachen! Auch nach zehn Jahren hat sich an dieser Begeisterung für die Junge Waldorf Philharmonie nichts geändert und es bleibt die Erfahrung: »Fast alles ist möglich, wenn man es gemeinsam tut!«

Theodor Wetter, der im Orchester Bratsche spielt und jetzt auch Teil des Organisationsteams ist, hat das Projekt treffend beschrieben: »Die JWP ist für mich eine Herausforderung, bei der es eine besonders große Freude ist, sie zu bewältigen, weil die Belohnung, die Tagung und die Konzerte, der beste Beweis dafür ist, was man gemeinsam mit über 100 Jugendlichen erreichen kann.« Eine Herausforderung, die bedeutet, dass junge Menschen ein Jahr eigenverantwortlich und mit viel Einsatz von Energie und Zeit daran arbeiten, dass junge Musiker und Musikerinnen auf hohem Niveau große Werke alter Komponisten aufleben lassen.

Das Besondere an den Konzerten ist, dass hörbar wird, wie viel Freude sich beim Aufeinandertreffen der 100 Musiker entwickelt, welche Gemeinschaft sich bildet und was für ein wunderschöner Klangkörper entsteht, in dem die gemeinsame Begeisterung sich entfalten kann und zum Tragen kommt – ein Klang, der mich damals wie heute überzeugt und beflügelt hat.

Apropos Flügel: Unser diesjähriger Solist Alexander Sonderegger wird in diesem Jahr gemeinsam mit dem Orchester Edvard Griegs Klavierkonzert erklingen lassen. Außerdem spielt die Junge Waldorf Philharmonie Beethovens Fidelio-Ouvertüre und Dvoráks 7. Sinfonie. Geleitet wird das Orchester wieder von dem international gefragten und erfahrenen Dirigenten Patrick Strub. Wir laden Sie herzlich ein, eines unserer Konzerte in den Osterferien zu besuchen und sich von diesem jungen Orchester begeistern zu lassen.

Zur Autorin: Lydia Roknic war Waldorfschülerin der Freien Waldorfschule Freiburg St. Georgen und studiert an der Universität Witten/Herdecke Philosophie und Kulturreflexion.

Konzerttermine: 19. April 2017, 19:00 Uhr, Rudolf Steiner-Schule Hamburg-Bergstedt; 20. April 2017, 19:00 Uhr, Rudolf Steiner-Schule Dortmund; 22. April 2017, 19:00 Uhr, Liederhalle Stuttgart, Beethoven­saal; Karten zu EUR 15,– (EUR 7,– erm.) an der Abendkasse oder unter www.orchester.waldorfschueler.de sowie an allen Easy Ticket Vorverkaufs­stellen. Der Eintritt in Hamburg und Dortmund ist frei, um Spende wird gebeten. Eine Reservierung für diese Konzerte ist daher nicht nötig.

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