Sachbuch

Phänomenologie der Bildung

Von  Christian Boettger, Februar 2012

Christian Rittelmeyer lehrte an der Universität Göttingen Erziehungswissenschaften und legt mit diesem Buch eine Phänomenologie dieses Begriffes vor, die sich nicht nur an Studenten der Pädagogik richtet, sondern durchaus auch für Lehrer interessant sein kann, die sich für ihr pädagogisches Bemühen in dem klassischen Konflikt zwischen Erziehungsintensionen aus Lehrersicht und den Eigeninteressen der Heranwachsenden (Fremdbestimmung oder Freiheit) eine aktuelle Position erarbeiten wollen. Rittelmeyer arbeitet sein Thema in drei großen Kapiteln ab. Das erste und umfangreichste Kapitel verfolgt das Ziel durch eine umfassende, vielseitige, phänomenologische Klärung des Begriffs die Zukunftsoffenheit und Dynamik von Bildung zu zeigen und damit das... [mehr]

Editorial

Lasst die Kinder in Ruhe

Von  Mathias Maurer, Februar 2012

Liebe Leserin, lieber Leser! Früheinschulung, Turboabitur, Bildungsstandards … das sind die bildungspolitischen Maßnahmen, um unser Bildungssystem billiger und effizienter und unsere Kinder intelligenter zu machen. Auch die ersten Lebensjahre bleiben von dieser Entwicklung nicht verschont: Kinderkrippen ab 0 Jahren und Frühförderung im wissenschaftlichen Lernen, dazu minutiöse Dokumentationsberichte, durch die die kind­liche Entwicklung optimiert werden soll.  Erziehungspartnerschaften von Eltern und Erziehern drohen zu einem pädagogischen Zwangsbeglückungsunternehmen zu  werden, dem das Kind von der Geburt bis zum Verlassen der Schule nicht entweichen kann. Die pädagogische Therapiefreude kennt keine Grenzen, gefüttert von der elterlichen... [mehr]

Rettet die Bildung! Zehn Thesen zur Schule der Zukunft

Von  Henning Kullak-Ublick, Februar 2012

Mitte Februar findet die didacta, Europas größte Bildungsmesse, in Hannover statt. Auch die Waldorfschulen sind auf ihr vertreten. Anlass genug, sich über die Schule der Zukunft Gedanken zu machen, Gedanken, die alle Schulen betreffen, auch die Waldorfschulen. Henning Kullak-Ublick ist Mitglied im Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen. [mehr]

Brot statt Steine

Von  Matthias von Radecki, Februar 2012

Schulen müssen das Joch der staatlichen Prüfungen abwerfen [mehr]

Auch ich wäre aussortiert worden

Von  Friedhelm Garbe, Februar 2012

Selektion in der Schule ist ein Relikt des Darwinismus. Friedhelm Garbe, der seine Schulzeit in der DDR verbrachte und jetzt Klassenlehrer in Jena ist, zieht Lehren aus der Vergangenheit. [mehr]

Leistungsdruck, wo bist Du?

Von  Martin Ziemann, Februar 2012

Müssen wir uns über steigenden Leistungsdruck an Waldorfschulen beklagen? Und was ist überhaupt mit Druck gemeint? Martin Ziemann, Schülervater in Greifswald, fordert die Waldorfschulen dazu auf, ihre pädagogischen Besonderheiten selbstbewusster zu vertreten. [mehr]

Als die Waldorfschule aufhörte, Waldorfschule zu sein. Die Oberstufe aus der Sicht eines Zwölftklässlers

Von  Julian Körsch, Februar 2012

Passen sich die Waldorfschulen zu sehr an das staatliche Schulsystem an? Julian Körsch, der eine 12. Klasse besucht, meint Ja. [mehr]

Waldorfschulen drohen in der Oberstufe profillos zu werden

Von  Michael Zech, Februar 2012

Gibt es für Waldorfschulen Alternativen zu Nischendasein, Anpassung und Durchschnittlichkeit? Michael Zech, Dozent am Waldorlehrerseminar Kassel, sprach sich auf dem Kongress »Lernen durch Begegnung – Herausforderung Oberstufe« in Hannover für eine Qualitätsoffensive in der Lehrerbildung aus. [mehr]

»Wir trotzen dem Selektionsbazillus«. Eine staatliche Gesamtschule in Göttingen verweigert sich dem Turbo-Abitur

Februar 2012

Klassenlehrer gibt es nicht nur an Waldorfschulen. Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen gewann 2011 den Deutschen Schulpreis der Robert-Bosch-Stiftung für ihr besonderes pädagogisches Konzept, das in manchem an die Waldorfpädagogik erinnert. Jetzt droht ihr das Aus, weil sie die verordnete Schulzeitverkürzung (G8) nicht hinnehmen will. Die Erziehungskunst befragte den Schulleiter Wolfgang Vogelsaenger. [mehr]

Standpunkt

Macht, was ihr wollt

Von  Henning Kullak-Ublick, Februar 2012

Warum gibt es eigentlich die Waldorfschule? Also nicht speziell Ihre Schule, sondern ganz allgemein die Waldorfschule? Warum erlebt diese Schulform 93 Jahre nach ihrer Erfindung einen weltweiten Gründungsboom, der angesichts der manchmal extrem schwierigen Bedingungen, unter denen Waldorfschulen in vielen Ländern der Erde arbeiten müssen, kaum zu verstehen ist? Die Antwort ist vielschichtig. Ich beschränke mich auf einen Kernsatz ihrer Pädagogik: Erziehung ist immer Selbsterziehung. Dieser unscheinbare Satz stellt eine radikale Kampfansage an alle Versuche dar, den Menschen auf ein Ziel hin zu erziehen, das nicht in seinem eigenen Wesen, sondern in wirtschaftlichen, politischen, religiösen oder anderen weltanschaulichen Zwecken begründet ist. Die... [mehr]

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