Junge Autoren

»Im gegenwärtigen Bildungssystem sterben die Emotionen«

Mai 2013

Jonathan Wolf, Zwölftklässler an der Rudolf Steiner Schule Bielefeld, führte im Rahmen seiner Jahresarbeit ein Interview mit dem Aktivisten der Landlosen-Bewegung in Indien, Rajagopal P.V., das wir hier in Ausschnitten wiedergeben. [mehr]

Junge Autoren

Streetdance gegen Einsamkeit und Angst

Von Anna-Magdalena Claus, April 2013

»Hätten wir das Tanzen nicht, wäre unser Leben ganz anders«, sagt Liliana und schaut zu ihrer Freundin. Esra fügt hinzu: »Tanzen ist eine Befreiung von anderen Gedanken«. Jetzt greifen Lilianas Hände im Takt in die Luft, ihre Ellenbogen heben und senken sich wie locker an Schnüren gezogen und ihre Beine bewegen sich im Takt, als gäben sie selbst den Rhythmus vor, der etwas zu leise aus dem Handy tönt. Neben ihr setzt Esra immer wieder in die Tanzschritte ein. Im Park in Marbach geben die beiden mir eine Tanzvorführung. Esra und Liliana, beide 18 Jahre alt, tanzen seit acht Jahren gemeinsam Streetdance. Unabhängig voneinander besuchten sie schon im Grundschulalter eine Tanzschule. Dieser Gemeinsamkeit ist es auch zu verdanken, dass die beiden später,... [mehr]

Junge Autoren

Vier Tage unter dem Zeichen der Zeit. Die Kasseler Jugendsymposien

Von Mira Wangenheim, März 2013

Sie sind mittlerweile eine feste Institution waldorfpädagogischer Nachwuchsförderung und auch aus der Kasseler Kultur- und Bildungsszene nicht mehr wegzudenken: die vom Lehrerseminar für Waldorfpädagogik in Kassel initiierten und seit 2009 stattfindenden Jugendsymposien. Die Teilnehmer des 7. Jugendsymposions näherten sich dem komplexen Thema »Zeit« aus unterschiedlichsten Richtungen. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, in welchem Zusammenhang die Zeit mit unserem Denken, Leben und Empfinden steht. Mira von Wangenheim, eine 17-jährige Teilnehmerin und Schülerin der Freien Waldorfschule auf den Fildern, fasst ihre Eindrücke der Tagung zusammen. [mehr]

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Martina

Von Johanna Büttner, Februar 2013

Die vorsichtigen Strahlen der Februarsonne scheinen Martina ins Gesicht. Es ist noch fast nichts Wärmendes an ihnen, und doch empfindet Martina jeden von ihnen als wunderschön. Sie lassen sie einen Moment vergessen, wovor sie hier nach draußen geflohen ist. Doch schon bald muss sie wieder an die verachtenden Blicke der Eltern denken, die ihr zu Hause überall hin folgen. Martina seufzt. Sie hat es nicht aufs Gymnasium geschafft, und somit die Erwartungen der Eltern enttäuscht. Sie ist bloß auf die Realschule gekommen – darum die verachtenden Blicke, besonders von der Mutter. Martina seufzt und reckt ihr Gesicht wieder in die Sonne. Inzwischen ist sie bei einem Brunnen angekommen, dessen Anblick... [mehr]

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Nahaufnahme

Von Nele Peter, Januar 2013

Das Bild des kleinen Mädchens taucht langsam unter der Oberfläche der Flüssigkeit auf. Zuerst nur die Silhouette, der helle Schopf, die kleinen Hände zu Fäusten geballt und schützend vor das Gesicht gehalten. [mehr]

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Mein kurzes Leben mit dem Tod

Von Anna Magdalena Claus, November 2012

»Mit so einem komischen Gefühl werde ich wohl nie wieder einen Krawattenknoten binden«, denke ich und führe das breite Ende der dunklen Krawatte durch die Schlaufe. Fertig. Er sieht fein aus, wie er da liegt, in seinem besten Anzug und dem Rosenkranz um die blassen, gefalteten Hände. Vor einigen Stunden ist Diego im Alter von 62 Jahren verstorben. Diego war nicht mit mir verwandt, wir waren auch keine Freunde. Trotzdem war mein Kontakt zu ihm in letzter Zeit sehr eng – ich habe ihn bis zu seinem Tod gepflegt. Der Grund dafür ist mein vierwöchiges Praktikum in einem Hospiz in Zürich. Ich kann nicht genau beschreiben, warum ich diese vier Wochen ausgerechnet mit todkranken Menschen verbringen wollte. Ich glaube, vor allem... [mehr]

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Unter der Lupe

Von Christian Wittrahm, Oktober 2012

Waldorfpädagogik steht für praxisorientiertes Lernen, den Bezug zu traditionellem Handwerk und Erlebnisse mit und in der Natur. Die verschiedenen umfangreichen Praktika bieten Einblicke ins Berufsleben, in ein neues Umfeld und vermitteln Selbstständigkeit. Doch dabei kann manches schief gehen. Ein Zehntklässler berichtet über sein Landwirtschaftspraktikum. [mehr]

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Ehemalige Waldorfschülerin, die selbst über keinerlei Intellekt verfügt, spricht über selbigen

Von Tanja Regen, Juli 2012

Intelligenz, ein wahnsinnig kleines Wort mit unfassbar großen Auswirkungen. [mehr]

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fairventure – Vertrauen wagen

Von Daniel Schuh, Jan Temmel, Juli 2012

Eine »Mitmach-Tagung« über nachhaltige Geld- und Wirtschaftsformen in der freien Waldorfschule Leipzig. [mehr]

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Die Welt unter dem Kopftuch. Ein Selbstversuch

Von Anna Magdalena Claus, Juli 2012

Jetzt, wo es schon so warm ist, habe ich Lust, alle meine Sommerkleider auf einmal anzuziehen. Das Warten hat endlich ein Ende und die Menschen zieht es in die Parks und Cafés. Mit dem Anziehen meiner kürzesten Hosen muss ich aber noch einen Tag warten. Nicht weil das Wetter schlecht ist, sondern weil mir heute ein Selbstversuch mit dem Kopftuch bevorsteht. Wenn die meisten Menschen viel Haut zeigen, fallen mir die kopftuchtragenden Muslima besonders auf. Wie fühlt sich das Tragen eines Kopftuchs an? Ist es nicht sehr heiß? Das und mehr möchte ich heute herausfinden. Ich werde also mein »Tuch tief über mich ziehen«. (»Sie sollen ihre Tücher tief über sich ziehen. Das ist besser, damit sie erkannt und nicht belästigt werden«, Sure 33, Vers 60). So... [mehr]

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