Kolumne

Verschleierte Macht

Von  Henning Köhler, Juli 2011

Als meine Kinder in das Alter kamen, in dem die Eltern peinlich werden, befand ich mich als politisch engagierter Vater, der seine Informationen aus zuverlässigen, aber kaum beachteten Nischenpublikationen bezog, in einer Zwickmühle. [mehr]

Kolumne

Ich frage, also bin ich

Von  Henning Köhler, Juni 2011

Der Mensch ist in der ersten Zeit seines Lebens ganz auf Frage eingestellt. Man beachtet diesen Umstand kaum. Sonst hätte der Streit um das Ich längst eine andere Wendung genommen, denn nur ein Ich kann sich fragend zur Welt verhalten. Und das tun zweifellos schon neugeborene Kinder. Ichlos existieren, heißt fraglos existieren. Unsere Katze existiert fraglos. Manchmal beneide ich sie darum. Aber der Mensch ist anders. Er kommt zu sich, weil sich ihm die Welt als Frage-Raum öffnet. [mehr]

Kolumne

Rosenkeim der Freiheit

Von  Henning Köhler, Mai 2011

Ein Team um den Sozialpsychologen Adam Galinski von der Northwestern University Chicago konnte nachweisen, dass mit dem subjektiven Machtgefühl die empathischen Fähigkeiten schwinden. Soziale Überlegenheit, selbst wenn sie nur eingebildet ist, mindert das Einfühlungsvermögen. [mehr]

Kolumne

Lob der Autorität

Von  Henning Köhler, April 2011

Amy Chuas Buch Die Mutter des Erfolgs ist eine Anleitung zur seelischen Kindesmisshandlung. Dennoch wird es zum Top-Medienereignis hochgespielt. Nun diskutiert die Nation allen Ernstes darüber, ob es nicht doch gut wäre, sich ein wenig ›inspirieren‹ zu lassen von den Zuständen in fernöstlichen Diktaturen. [mehr]

Kolumne

Ich war stolz auf meinen Vater

Von  Henning Köhler, März 2011

Ende 2010 veröffentlichte die Friedrich-Ebert-Stiftung eine repräsentative Studie zur Häufigkeit rechtsextremer Einstellungen in Deutschland. Das Ergebnis stimmt sorgenvoll. [mehr]

Kolumne

Der Zwanzig-Minuten-Effekt

Von  Henning Köhler, Februar 2011

Lukas hat die Angewohnheit, mitten im Unterricht aufzuspringen und herumzulaufen. Im ersten Schuljahr wurde nicht viel Aufhebens darum gemacht. Man dachte, es würde sich geben. Jetzt ist Lukas Zweitklässler. Es hat sich nicht gegeben. Die Klassenlehrerin ruft häufig bei den Eltern an, weil sie sich nicht mehr zu helfen weiß. »Er hält maximal 20 Minuten durch, dann wird er unruhig. Ich musste ihn schon mehrmals rausschicken.« Nun hatten aber noch einige andere Kinder dasselbe Problem und mussten ebenfalls ständig rausgeschickt werden. Wie man sich denken kann, ging das nicht gut. Sie tobten im Schulhaus herum, statt vor der Tür zu warten und sich still zu schämen. Schließlich kam das Thema bei einem Elternabend zur Sprache. Namen wurden nicht... [mehr]

Kolumne

Was haben verlängerte Laufzeiten mit unseren Kindern zu tun?

Von  Henning Köhler, Januar 2011

Die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke lässt befürchten, dass ein neuer Kernenergie-Boom bevorsteht. Dafür muss es Gründe geben. Nach seriösen Berechnungen könnten regenerative Energien schon in absehbarer Zeit marktbeherrschend werden. Das liefe auf eine Dezentralisierung der Stromversorgung hinaus und würde die Atomlobby – bestehend aus global agierenden Großkonzernen, Banken und willfährigen Politikern – empfindlich schwächen. Es geht »um ein glasklares Entweder-Oder«, sagt Rainer Baake von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). »Wer heute AKW-Laufzeiten verlängert, wird morgen den Vorrang der Erneuerbaren in Frage stellen.« Satte Gewinne winken. Nach einer Analyse der Landesbank Baden-Württemberg können die Betreiber mit bis zu 70 Milliarden Euro... [mehr]

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