Lesen fürs Leben
Erzählen und erzählen lassen
Ich erinnere mich: Es ist der erste Tag nach den Sommerferien. Der Lehrer der dritten Klasse steht schon in den Startlöchern. Nein, nicht er, wir sollen schreiben. Das Thema des ersten Aufsatzes in diesem Jahr lautet: »Was habe ich in den Ferien erlebt?« Fällt dem denn nie etwas Neues ein? [mehr]
Lesen fürs Leben
Harry Potter und die Heiligtümer der Kindheit
Das erste Harry Potter-Buch erschien 1997. Die Reihe entwickelte sich zunächst langsam, dann immer schneller zum Geheimtipp. Sie wurde schließlich zur Jugendliteratursensation des Jahrhunderts – oder eigentlich der Literaturgeschichte überhaupt. Über acht Jahre folgte die Autorin J.K. Rowling den Abenteuern des jungen Zauberers, der jedes Jahr älter wurde und sich dementsprechend veränderte und entwickelte. [mehr]
Lesen fürs Leben
Wie Lesen das Sehen inspiriert
Als junger Mann beschrieb der deutsche Schriftsteller Martin Walser rückblickend ein prägendes Erlebnis, das er im Alter von 15 Jahren hatte. Auf dem Dachboden des elterlichen Hauses am Bodensee entdeckte er in einer Kiste ein Bündel zerfledderter Blätter ohne Umschlag und Titelseite. Das Gedicht auf dem ersten Blatt war geschrieben, »als hätte der Schreiber von eben dem Standpunkt aus in die Alpen gesehen, auf dem ich mich befand«. Der Knabe begann, offenbar zunehmend fasziniert, das lange Gedicht zu studieren. Der Titel lautete: Heimkunft. An die Verwandten. Erst später erfuhr er, dass es sich dabei um eine Dichtung Hölderlins handelte. Sie beginnt mit diesen Zeilen: Drin in den Alpen ist’s noch helle Nacht und die Wolke [mehr]
Lesen fürs Leben
Max & Moritz – esoterisch betrachtet. Drama einer Initiation
Liegt es daran, dass es keine Hinweise seitens Rudolf Steiners gibt und deshalb Wilhelm Buschs »Max und Moritz« von der Geisteswissenschaft bislang unentdeckt geblieben ist? Ist es die Komplexität der Materie, die von einer Beschäftigung abgeschreckt hat? – Ein Scherzartikel – oder auch nicht. [mehr]
Lesen fürs Leben
Lesereise
If you could read my mind … Wenn Schlagertexte und sprichwörtliche Formulierungen von der Sehnsucht handeln, dann ist merkwürdigerweise oft vom Lesen die Rede: die Seele als ein offenes Buch. Neuerdings nennt man Lesen eine Schlüsselkompetenz. Offensichtlich ist diese Fähigkeit nicht nur in der irdischen, sondern auch in der übersinnlichen Welt vonnöten, Rudolf Steiner spricht vom »Lesen« in der Akasha-Chronik. Das gibt Anlass, nach diesem Phänomen der seelischen Unternehmung, der geistigen Tätigkeit zu fragen: Was tun wir, wenn wir lesen? [mehr]
Lesen fürs Leben
Phrasen dreschen: die Entseelung des Denkens und Redens
Sprache ist kein Naturphänomen. In ihren Veränderungen zeigen sich Veränderungen des Bewußtseins. Michael Kalisch, befürchtet, dass die deutsche Sprache in falschen Bildern und unbedacht verwendeten Fremdwörten ertrinken könnte. [mehr]













