Medien, Film

Avatar – Vision einer besseren Welt

Von Lorenzo Ravagli, März 2010

Im Hinduismus ist ein Avatar die irdische Erscheinungsform eines Gottes. Vishnu tritt in vielerlei Gestalt auf, um in die Geschicke der Menschen einzugreifen. Heute spielen Avatare in der Welt der Blogger und Internetforen eine Rolle: virtuelle Identitäten, hinter denen sich reale Personen verbergen. In James Camerons Film »Avatar – Aufbruch nach Pandora« nimmt der Begriff noch eine weitere Bedeutung an: Menschen nehmen durch genetisch-technische Manipulation die Gestalt der Bewohner des Planeten »Pandora« an, um sich unbemerkt unter sie mischen zu können, mit der Absicht, an die wertvollen Mineralien heranzukommen, die unter einem heiligen Baum lagern. Der Film erzählt davon, wie einer dieser Avatare durch die Erfahrungen, die er in seinem neuen... [mehr]

Medien, Sachbuch

Handbuch zur »richtigen« Schulwahl

Von red/ra, März 2010

Eine Entscheidungshilfe für Eltern, die sich lernbegeisterte Kinder wünschen. [mehr]

Medien, Sachbuch

Mysterien der Sprache

Von Dorothea Krüger, März 2010

Das Büchlein ist ein Aufruf, die Aufgabe der Sprachpflege in der Oberstufe zu ergreifen. Es geht darum, den Jugendlichen die gesundenden Kräfte der Sprache zum Erlebnis zu bringen und das Interesse für die Sprachgestaltung zu wecken. Die Autoren spannen den Bogen von den Ursprüngen her, und stellen den Schulungsweg der Sprachgestaltung in einen Zusammenhang mit den Einweihungsriten vergangener Zeiten. So wird auf die Zeit der Griechen verwiesen, in der man dem Mund als »Schmiede der Laute« besondere Aufmerksamkeit schenkte. Am Beispiel des Hexameters wird veranschaulicht, wie sich die Aspekte der sprachlichen Arbeit in den Altersstufen metamorphosieren; erst in der Oberstufe hat der Schüler die Freiheit erreicht, aus der gedanklichen Überschau... [mehr]

Medien, Sachbuch

Wissenschaftliche Würdigung

Von Frank Steinwachs, März 2010

Schon der Titel des vorliegenden Buches macht aufmerksam. Denn immer wieder werden von Waldorfkritikern verschiedene Stereotype und Pauschalisierungen gegenüber der Waldorfpädagogik und ihrer Lehrerschaft vorgebracht, die sich auf vier Bereiche beziehen: unfundierte didaktische Arbeit, Ausländerfeindlichkeit, Elitarismus und Öffentlichkeitsverweigerung. Die Studie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die interkulturelle Waldorfschule in Mannheim bei ihrer pädagogischen Arbeit zu begleiten und diese systematisch zu evaluieren. In ihrem ersten Teil stellt sie die »wissenschaftliche Diskussion um die schulische Integration von Migrantenkindern« dar, im zweiten werden die Intention und das Konzept der Interkulturellen Waldorfschule sowie die Grundlinien... [mehr]

Medien, Sachbuch

Elemente und Ätherarten

Von Manfred Schleyer, März 2010

Einen Lehrer in den Naturwissenschaften, insbesondere in der Biologie, bewegen neben Fragen zu den Schülern, zur Didaktik und den Prüfungen, Fragen, wie die wesentlichen Inhalte der Molekularbiologie, Genetik und der Evolution untergebracht werden können, ohne den grundlegenden (phänomenologischen) Zugang zu Tieren und Pflanzen aus den Augen zu verlieren. Die vier Elemente oder die Ätherarten werden zumeist, wenn überhaupt, in den unteren Jahrgängen vom Klassenlehrer behandelt. So steht dieses Thema nur begrenzt im Blickpunkt des Oberstufenlehrers. Ist hier eine Neubesinnung nötig? Muss den vielen Quer- und Neueinsteigern an den Schulen dieses Thema nähergebracht und ein Verständnis der Elemente und des Äthers ermöglicht oder... [mehr]

Medien, Ausstellung

Durch Liebe wird die Welt verwandelt

Von Lorenzo Ravagli, Dezember 2009

Einen der großen Visionäre des 19. Jahrhunderts, Edward Burne-Jones, würdigt die Staatsgalerie Stuttgart derzeit mit einer umfassenden monografischen Ausstellung unter dem Titel »Das irdische Paradies«. Inmitten rauchender Fabrikschlote und wachsenden Massenelends aufgewachsen, suchte der Maler aus Birmingham nach einer Wiederverzauberung der Welt. Was die Industrialisierung in seiner Umwelt zerstörte, bemühte er sich durch die Kunst neu zu erschaffen. Der Nüchternheit und Trostlosigkeit des viktorianischen Kapitalismus setzte er nicht die Utopie einer proletarischen Revolution entgegen, sondern einen Kosmos von Bildern, der die verelendeten Seelen durch Schönheit erlösen sollte. Kardinal Newman lehrte den 16-Jährigen »auf das nicht Greifbare zu... [mehr]

Medien, Sachbuch

Sinnes-Erfahrungen

Von Frank Hellbrück, Oktober 2009

»Mit allen Sinnen« ist heute zu einem Schlagwort geworden, dessen sich die Werbebranche ebenso bedient wie eine Pädagogik, die den Anspruch erhebt, über den Tellerrand der Intellektualität hinaus zu schauen und den ganzen Menschen in den Blick zu nehmen. Lange bevor die Sinne in Mode kamen, hat Hugo Kükelhaus (1900-1984) sein Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne entwickelt – aus der tiefen Überzeugung heraus, dass der Mensch seine Sinne als Tore zur Welt pflegen und aktiv gebrauchen muss, wenn sie nicht in einer monotonen, gleichförmigen und hindernisfreien Welt verkümmern sollen. Walter Siegfried Hahn widmet sich in seinem neuen Buch diesen Erfahrungsfeldern zur Entfaltung der Sinne. Es geht um eine Verlebendigung der Sinne, um eine Anregung, die... [mehr]

Medien, Sachbuch

Natur mit Sinnen

Von Michaela Frölich, Oktober 2009

Das reichhaltig mit Farbfotos illustrierte Buch enthält eine Fülle an Beispielen, wie wir die Natur intensiv wahrnehmen können. Als freischaffender Künstler hat der Autor viele Projekte in der Natur gestaltet. Das bewusste Wahrnehmen der damit verbundenen Tätigkeiten, vom Beobachten und Sammeln bis hin zum Gestalten, hat er als eine Schulung der Sinne erfahren, die ihm ein reichhaltiges Erleben der Natur und analog dazu der eigenen inneren Prozesse ermöglichte. Es folgt eine grundlegende Beschreibung der unterschiedlichen Landschaftsformen, z.B. Wälder, Wiesen und Felder, Flusslandschaften oder Berggipfel, welche Besonderheiten ihnen zuzuschreiben sind und welche der Sinne hier gezielt angesprochen werden können. Weitere Kapitel widmen sich im... [mehr]

Medien, Film

Cineastisches Schlachtfest

Von Lorenzo Ravagli, Oktober 2009

Gewiss birgt der neue Film »Inglorious Basterds« von Quention Tarantino politische Implikationen. Aber man darf sich von der Oberfläche seiner Erzählung nicht zu falschen Schlüssen verleiten lassen. Tarantinos Film ist vor allem die Abrechnung eines Regisseurs, für den die Leinwand seit je ein Ersatz für das reale Leben ist. Das eigentliche Ziel seines Zorns ist der schlechte Film. Dass der schlechteste Film des 20. Jahrhunderts unter der Patronage eines politischen Hasardeurs zustande kam, der zufällig Propagandaminister des Dritten Reichs war, ist nicht Tarantinos Schuld. Dass die zur Geschichtsmetaphysik gewordene Kunst am Ende ihr Strafgericht in Form eines Blutbands vollzieht, haben sich die Dilettanten selbst zuzurechnen, die die Nemesis mit... [mehr]

Medien, Sachbuch

Spirituelle Medizin

Von Maja Rehbein, September 2009

Carus’ Bedeutung für die Medizin ist vielen nicht bekannt, nicht einmal Absolventen der nach ihm benannten Dresdner Medizinischen Akademie, Nachfolgerin der einstigen »Königlich-Sächsischen Chirurgisch-Medicinischen Akademie«. Nur wenige weitere Einrichtungen tragen seinen Namen, und diese sind im anthroposophischen Umfeld beheimatet (die Carl-Gustav-Carus-Akademie in Hamburg, und eine gleichnamige seit Ende 2008 in Klagenfurt, und das Carl-Gustav-Carus-Institut in Öschelbronn). Der 1789 geborene Carl Gustav Carus war nicht nur Arzt und Wissenschaftler, sondern auch Künstler. Zu seiner Lebenszeit vollzog sich der Umschwung der Jahrtausende alten hippokratischen Medizin mit ihrem letzten Ausläufer Humoralpathologie zu einer naturwissenschaftlichen... [mehr]