Serie
Der Tastsinn: Der Wille in der Wahrnehmung
Auf die Schürze an der Rückseite des Auto-Beifahrersitzes sind sechs unterschiedlich große Taschen aufgenäht. Für eine längere Fahrt bewahren die Kinder dort gerne ihr Spielzeug und ihren «Proviant« auf. Allein unterwegs, greife ich während einer Pause in eine der Taschen und spüre etwas Feuchtes, Kühles in meiner Hand. Es fühlt sich außen matschig und nachgiebig an, scheint aber in der Mitte fester zu sein. Ich bin unangenehm berührt, leichter Ekel steigt in mir auf. Als ich den unbekannten Gegenstand ans Licht befördere, erkenne ich den abgenagten Rest eines weitgehend verzehrten Apfels. Nach verlässlichen Berechnungen muss er dort seit etwa sechs Wochen gelegen haben. Nur selten haben wir die Gelegenheit einer reinen Sinneserfahrung, weil das... [mehr]
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Die Sinne und das Ich des Menschen
Die Sinne sind für den Menschen von zentraler Bedeutung. Ohne sie hätten wir keine Erfahrung von der Welt und könnten auch kein Selbstbewusstsein entwickeln. Sie spielen in der Waldorfpädagogik eine große Rolle. Unsere neue Serie für 2012 beschäftigt sich mit diesem vielschichtigen Thema. [mehr]
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Die sanfte Revolution
In allen Lebensgebieten arbeiten heute Menschen, die durch das Werk Rudolf Steiners inspiriert sind. Ohne ihn wären ihre Leistungen nicht denkbar. [mehr]
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Liebe ermöglicht Erkenntnis
Zwei Ideen sind es – oder sollten wir besser sagen Weltmächte? – um die Rudolf Steiners Biographie kreist: das Erkennen und die Freiheit. Das Erkennen gründet und gipfelt in der Freiheit. Die Quelle und die Vollendung der Freiheit ist die Liebe. [mehr]
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Philosophie wird zum Mythos
Mitten im Ersten Weltkrieg veröffentlichte Rudolf Steiner das Buch »Vom Menschenrätsel«, durch das er versuchte, den im Hass verkrallten Nationen vergessene und verratene Ideale in Erinnerung zu rufen. Eine Zeit stehe bevor, so Steiner, in der Fichtes Philosophie, allgemein verständlich ausgedrückt, als Quelle neuer Sinnstiftung entdeckt werde. Allerdings, so schränkte er ein, sei die Zeit dafür noch nicht reif. Hinter dieser Bemerkung steckt mehr, als der Leser ahnt. Wir müssen zurück in das Jahr 1879, um ihre Tiefen auszuloten. [mehr]
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Pfad am Abgrund
Ein ganzes Jahrzehnt (1902–1912) war Rudolf Steiner der führende Kopf der theosophischen Bewegung in Deutschland. Für manche ist die Wendung zur Theosophie bis heute ein Rätsel. Für Steiner selbst war sie konsequent. [mehr]
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Fallende Schleier
»Lehrt die Religion, dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbilde geschaffen hat, so lehrt uns unsere Erkenntnistheorie, dass Gott die Schöpfung überhaupt nur bis zu einem gewissen Punkt geführt hat. Da hat er den Menschen entstehen lassen, und dieser stellt sich, indem er sich selbst erkennt und um sich blickt, die Aufgabe, fortzuwirken, zu vollenden, was die Urkraft begonnen hat.« Das schrieb der 26-Jährige Steiner im zweiten Band seiner »Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften«. [mehr]
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Da – plötzlich – wurde eins zu zwei
In den Ur-Intuitionen der deutschen Aufklärer, Idealisten und Romantiker war die gesamte Anthroposophie veranlagt: Herder sah die Menschheit als eine Art Weltenbaum, als ein gewaltiges Gewächs, das in der Natur, der Mutter Erde, wurzelt und mit seinen Zweigen und Blüten, den Völkern, Kulturen und Religionen in den Himmel ragt. [mehr]
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Von der Philosophie zur Freiheit
Stellen wir uns vor, wir wanderten durch eine Landschaft, ein Gebirgstal vielleicht. Ein schmaler Pfad erstreckt sich in aufsteigenden Kehren vor uns, beschattet von Föhren und vereinzelten Lärchen. Durch die Äste der Bäume glitzert das Sonnenlicht. In den Tiefen rauscht ein Bach, angeschwollen vom Schmelzwasser. [mehr]
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Vom Übersinnlichen im Sinnlichen
Was mag wohl Karl Julius Schröer, der an der Technischen Hochschule in Wien deutsche Literatur unterrichtete, in seinem 21-jährigen Studenten gesehen haben, dass er ihn Joseph Kürschner als Herausgeber und Kommentator der naturwissenschaftlichen Werke Goethes empfahl? Schröer war selbst Goethekenner und -liebhaber, aber zu Goethe als Naturforscher fand er keinen Zugang, selbst wenn er davon überzeugt war, sein Genius habe auch auf diesem Gebiet Beachtliches geleistet. [mehr]













