Standpunkt

Hamburger Schlachten

Von  Georg Wahrmund, Juli 2010

Der eigentliche Skandal ist nicht, dass Ole von Beust nun zurücktreten musste. Der eigentliche Skandal ist, dass eine der wichtigsten Fragen überhaupt: die Zukunft unserer Kinder, von wechselnden demokratischen Mehrheiten abhängt. [mehr]

Standpunkt

Backen blewen!

Von  Henning Kullak-Ublick, Juli 2010

Och, lütt Hein mag nich mehr lewen.He is wedder backen blewen.Scheef de Böker ünnern Armsteit he mank den Kinnerswarm:Backen blewen! Swor dat Hart, so swor vun Truernslikt he lurig lank de Muern,sett he langsam Been vör Been,fangt he lisen an to ween’n. Jungedi! Wat weert för n Lewen!Weer he bloot,weer he blootnich backen blewen! Dieses plattdeutsche Gedicht von Hermann Claudius ist fast hundert Jahre alt. Damals gab es noch keine Waldorfschulen, und die Erkenntnis, dass das Sitzenbleiben mehr über die Dummheit eines Schulsystems als über die eines sitzengebliebenen Schülers verrät, stand noch aus. Die Neuro­wissenschaft hat inzwischen längst erkannt, dass Angst, Stress und Druck die... [mehr]

Standpunkt

Mehr Humboldt!

Von  Henning Kullak-Ublick, Juni 2010

Wilhelm von Humboldt entwickelte 1806 als preußischer Minister einen revolutionären Plan: Erstmals sollte es eine Einheitsschule für Kinder geben, ungeachtet ihres Standes und der Finanzkraft ihrer Eltern. Nach zwei Jahren legte Humboldt sein Amt wegen der internen Widerstände gegen sein Vorhaben nieder und als Preußen 1813 gegen Napoleon siegte, war es auch mit den Reformen erst einmal vorbei. [mehr]

Standpunkt

Technik und Kommerz machen aus Bildung noch keine Kunst

Von  Henning Kullak-Ublick, Mai 2010

Auf der größten Bildungsmesse der Welt, der didacta in Köln, zwischen tausenden multimedial aufgepeppter Ständen, traf ich einen Herrn, dem ein blinkendes Stäbchen um den Hals hing. [mehr]

Standpunkt

Wie viel Dollar sind ein Mensch?

Von  Henning Kullak-Ublick, März 2010

Investitionen in die Bildung bewirken langfristig weit mehr als alle Konjunkturprogramme. Das hat eine neue OECD-Studie ergeben, die die wirtschaftlichen Effekte von Bildung untersucht. Die Autoren der Studie, Eric H. Hanushek und Ludger Woessmann, kommen zu dem Ergebnis, dass schon ein weltweiter Zuwachs von durchschnittlich nur 25 PISA-Punkten sich mit 115 Billionen US-Dollar im Leben der jetzt Geborenen auszahlen würde. Könnten deutsche Kinder so viele PISA-Punkte wie die finnischen Schüler vorweisen, entspräche der Ertrag allein in Deutschland dem Fünffachen der Jahreswirtschaftsleistung. Die OECD ist eine Wirtschaftsorganisation und als solche misst sie Bildung am wirtschaftlichen Erfolg. Neu ist dieser Gesichtspunkt nicht: Schon Robert Musil... [mehr]

Standpunkt

Waldorf ist keine Konserve

Von  Henning Kullak-Ublick, Februar 2010

Wissen Sie, wie Wein entsteht? Wenn die Trauben geerntet, entkernt und zerquetscht worden sind, vermehren sich in dem süßen Saft zahllose Hefepilze, die sich während der Reifung auf den Trauben angesiedelt haben. Diese Pilze bewirken eine stürmische Gärung, an deren Ende der so gebildete Alkohol die Pilze abtötet, denen er seine Existenz verdankt. Das wiederum bedeutet das Ende der Gärung: Die Konservierung setzt ein. In den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts vollzog sich eine vergleichbar stürmische Entwicklung mit den Waldorfschulen. Auf einmal gärte es überall in Deutschland und während sich die Friedens- und Ökobewegung ausbreiteten, entstanden allerorten Schulgründungsinitiativen, die bis heute 215 Waldorfschulen mit 80.000... [mehr]

Standpunkt

Wer hat den Hut auf?

Von  Henning Kullak-Ublick, Januar 2010

Waldorfschulen haben ihre einzige Berechtigung darin, dass Eltern – für ihre Kinder – sagen: »Wir sind so frei … und wählen unsere Schule selbst.« Niemand zwingt sie, ihre Kinder gerade an diese Schule zu schicken – ganz im Gegenteil: Sie müssen jedes ihrer Kinder über das Schulgeld eigens vom Staat freikaufen. Und trotzdem entscheiden sich immer mehr Eltern, genau dies zu tun und initiativ in die Bildung ihrer Kinder einzugreifen. Halleluja, wir werden mündig! Sind die Eltern deshalb die Auftraggeber und die Lehrer ihre Angestellten? Oder: Wer hat an einer Waldorfschule eigentlich den Hut auf und wer dient wem? Die beiden wichtigsten Voraussetzungen für ein fruchtbares pädagogisches Leben an einer Schule sind Vertrauen und Begegnung auf... [mehr]

Treffer 81 bis 87 von 87
<< Erste < Vorherige 21-30 31-40 41-50 51-60 61-70 71-80 81-87 Nächste > Letzte >>