Freie Waldorfschule Südtirol erhält Schutzwaldpreis 2011

Januar 2012

Der »internationale alpine Schutzwaldpreis«, der dem Wald eine Stimme in der Öffentlichkeit verleihen soll, wurde dieses Jahr das erste Mal in Liechtenstein vergeben. Ausgezeichnet wurden Projekte zur Erhaltung und Verbesserung des Schutzwaldes im Alpenraum.

Der Preis wird in fünf Kategorien verliehen: Erfolgsprojekte, Schutzwaldpartnerschaften und Innovationen, Öffentlichkeitsarbeit, Schulprojekte und als Anerkennungspreis.

Bei der Verleihung in Schaan am 20. Januar 2012 betonte der Liechtensteiner Innenminister Hugo Quaderer, der Schutzwald sei eine natürliche Lebensversicherung, gerade in einem Land wie Liechtenstein, das zu über 40 Prozent aus Waldfläche bestehe, wovon gut zwei Drittel auf Steilhängen wächst. Bereits im Kindesalter müsse angesetzt werden, die Bedeutung des Waldes zu kommunizieren, denn schliesslich werde der Wald einmal der heranwachsenden Generation gehören.

Die 7. Klasse der freien Waldorfschule Meran hat sich über zwei Schuljahre intensiv mit ihrem Schutzwaldprojekt befasst. Die Schüler errichteten mit Unterstützung der Förster u. a. zwei Trockenmauern und pflanzten Bäume, um einen steinschlaggefährdeten, viel begangenen Wanderweg zu schützen. In phantasievoll gestalteten Arbeiten setzten die Schüler sich mit verschiedensten Themen rund um den Wald auseinander und präsentierten ihr Schutzwaldprojekt und die persönliche Arbeit in einer Ausstellung der Öffentlichkeit. Ziel war es, den Schülern die Materie des Waldes, die Waldfunktionen, Baumarten und verschiedene Zusammenhänge in der Natur näher zu bringen. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Planung und Ausführung zweier Trockenmauern, die das Abrollen von losen Steinen verhindern sollen.

www.waldorf-meran.it

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