Gemeinwohl-Bank entsteht in Österreich

Juli 2017

Eine »Bank für Gemeinwohl« soll in Österreich aus der Zivilgesellschaft heraus entstehen. Ihr Ziel ist es Geld von einem Faktor der Macht und der Ungleichheit zu einem Mittel des Gemeinwohls und der Lebensqualität zu machen.

Die Bank für Gemeinwohl, die mithilfe einer Genossenschaft in Wien realisiert werden soll, hat jetzt im Internet zu einer Crowd-Funding-Aktion aufgerufen. Sie versteht sich als »Vorreiterin zur beständigen Weiterentwicklung der Demokratie in der Gesellschaft«, heißt es auf der Homepage der Initiative – einerseits als Modell für eine demokratische Unternehmensorganisation, andererseits durch das Bereitstellen des Zugangs zu finanziellen Basisdienstleistungen für alle Menschen.

Die Rechtsform der Genossenschaft ist aus der Sicht der Gründer der am besten geeignete Rechtsrahmen, weil sie »ein Höchstmaß an Mitbestimmung und gesellschaftlicher Flexibilität erlaubt«. Jeder Bürger mit Wohnsitz in Österreich, Deutschland und der Schweiz kann Anteile der BfG Genossenschaft erwerben.

Nachhaltiges Wirtschaften

5.300 Personen sind bisher an der Genossenschaft für Gemeinwohl beteiligt, die Mindesteinlage beträgt 200 Euro. Seit Ende 2014 sind nach Informationen der Süddeutschen Zeitung so rund 3,8 Millionen Euro zusammengekommen. Die SZ berichtet auch, dass der Aufsichtsrat der deutschen GLS-Bank jetzt beschlossen hat, die Gründung mit einer Million Euro zu unterstützen.

Das Gemeinwohl-Projekt, aus dem das Bank-Vorhaben hervorgegangen ist, wurde vom Mitbegründer von Attac Österreich, Christian Felber 2010 ins Leben gerufen. Sein Ziel ist, es, möglichst viele Gemeinwohlkomponenten im Wirtschaftsleben umzusetzen und so von der neoliberalen Wachstumsideologie weg zu kommen hin zu einem nachhaltigen Wirtschaften im Interesse aller Gesellschaftsmitglieder.

https://www.mitgruenden.at/

nna/ung

Alle Nachrichten in dieser Kategorie

Mbagathi Rudolf Steiner Schule in Kenia kämpft ums Überleben

Die Mbagathi Rudolf Steiner Schule ist durch den Rückgang von Sponsorengeldern in finanziellen Schwierigkeiten. Sie hat jetzt einen Hilferuf... [mehr]

Australien stoppt Erstattung für Homöopathie

Das Gesundheitsministerium in Australien stoppt die Kostenübernahme für 17 alternative Behandlungsmethoden, darunter Homöopathie, Yoga, Tai-Chi und... [mehr]

SEKEM feiert 40-jähriges Jubiläum

Am 2. November feierte die SEKEM Initiative in Ägypten ihr 40-jähriges Bestehen: 40 Jahre nachhaltige Entwicklung in der Wüste. Über 2000 Mitarbeiter... [mehr]

Britische Waldorfschule will drohende Schließung durch Reformen abwenden

Die Kings Langley Waldorfschule in Großbritannien soll von den Schulbehörden geschlossen werden aufgrund von Missständen in Schulpraxis und Leitung.... [mehr]

Hebet el-Nil in Luxor wird Community School

Obwohl es in Ägypten eine Schulpflicht gibt, geht nur etwa ein Drittel der Kinder in die Schule. Diejenigen, die doch in die Schule gehen, haben... [mehr]

Neue Waldorfschulen in Athen und Kiew

Nach über zwei Jahren intensiver Vorbereitungszeit ist es nun so weit: Griechenland bekommt seine erste Waldorfschule. Auch in der Ukraine gibt es... [mehr]

Etwas Besonderes sollte es werden

Die erste Waldorfschule in Griechenland wurde Kunstprojekt des B-Kurses an der Freien Hochschule Stuttgart [mehr]

Erste Waldorfschule in Griechenland

Nach elf Jahren Vorbereitungszeit wird im September 2017 die erste Waldorfschule Griechenlands in Athen eröffnet.  [mehr]

Schweiz: Die Kasse zahlt

In der Schweiz werden Leistungen der Komplementärmedizin aufgrund eines Volksentscheides ab 1. August 2017 von den Krankenkassen übernommen. [mehr]

Gemeinwohl-Bank entsteht in Österreich

Eine »Bank für Gemeinwohl« soll in Österreich aus der Zivilgesellschaft heraus entstehen. Ihr Ziel ist es Geld von einem Faktor der Macht und der... [mehr]

Treffer 1 bis 10 von 135

1

2

3

4

5

6

7

Nächste >