Nahrungsmittel: Vermont ergreift Initiative gegen Gentechnik

Von Lorenzo Ravagli, Februar 2012

Der Bundesstaat Vermont im Nordosten der USA hat eine Gesetzesinitiative lanciert, die alle Nahrungsmittelproduzenten dazu verpflichten würde, Produkte mit gentechnisch modifizierten Inhalten entsprechend zu kennzeichnen. Eingebracht wurde der Gesetzentwurf von der Abgeordneten Kate Webb am 1. Februar 2012. Das Gesetz betrifft alle Nahrungsmittel.

Natürlich oder nicht? Wald in Vermont

Vorgesehen ist auch ein Verbot, Nahrungsmittel, die gentechnisch modifizierte Bestandteile enthält, als »natürlich« zu bezeichnen. Bei landwirtschaftlichen Rohprodukten soll die Kennzeichnung »genetisch modifiziert« auf der Verpackung angebracht werden, bei industriell hergestellten Produkten »teilweise mit gentechnischen Methoden hergestellt«. Die Anhörungen zum Gesetzentwurf werden noch in diesem Monat beginnen.

Die USA sind vermutlich weltweit Spitzenreiter bei der Verbreitung gentechnisch modifizierter und industriell gefertigter Nahrungsmittel. Der Einfluss globaler Nahrungsmittelkonzerne wie Monsanto auf die Gesetzgebung ist entsprechend groß und der Konsumentenschutz unterentwickelt. Der Vorstoß ist Ausdruck einer wachsenden Opposition gegen Nahrungsmittelmultis, die mit Etikettenschwindel auf Kosten der Verbraucher und der Natur Geld verdienen. Erst kürzlich strengte ein Verbraucher einen Prozess gegen Frito-Lay, einen der großen amerikanischen Hersteller von Snacks an, der seine Produkte, die mit genetisch modifizierten Inhaltsstoffen angefüllt sind, als »natürlich« bezeichnet.

Quelle: naturalsociety.com

Informationen zur Situation in Deutschland bietet die Webseite transGEN 

Alle Nachrichten in dieser Kategorie

Brasilien: Niederlage für Genkonzern Monsanto

Brasilianische Bauern haben erfolgreich gegen den Saatgutriesen Monsanto geklagt. Ein Gericht im südlichen Bundesstaat Rio Grande do Sul hat... [mehr]

Klagenfurt: Waldorfschule fängt erst um 8.30 an

Seit diesem Schuljahr beginnt in der Waldorfschule Klagenfurt der Unterricht erst um 8 Uhr 30. Der Entscheidung, die Kinder ausschlafen zu lassen,... [mehr]

Großes Befremden: Wiener Erklärung zum Rudolf Steiner Archiv

Die Konferenz der Presse-und Öffentlichkeitsarbeiter und Redakteure aus anthroposophischem Umfeld (KoPRA) hat anlässlich ihrer Zusammenkunft in Wien... [mehr]

Sheikha von Katar sucht innovativste Bildungsprojekte

Noch bis zum 31. Mai können sich innovative Bildungsprojekte für eine Auszeichnung bei den WISE Awards 2012 bewerben. Gesucht werden Projekte und... [mehr]

USA: Hauschka klagt gegen Demeter

In den USA klagt Dr. Hauschka Skin Care, Hersteller vielgerühmter Kosmetikprodukte, die unter anderem auch Madonna verwendet, gegen Demeter, um eine... [mehr]

Design-Preis für die San Francisco Waldorf High School

Vom hässlichen Entlein zum Schwan? So jedenfalls sieht die Jury des Preises »Learning by Design« die Geschichte des Schulgebäudes der San Francisco... [mehr]

Waldorfpädagogik in China

Mit Härte und Strenge sollen chinesische Kinder traditionell schon früh zu Höchstleistungen gebracht werden - doch dieses straffe Erziehungskonzept... [mehr]

Warum Waldorfpädagogik?

Ein neuer Film über Waldorfpädagogik, produziert von der Marin School in San Rafael, Kalifornien. [mehr]

Zweisprachige Waldorfschule im Burgenland

Das Burgenland bekommt im Herbst eine zweisprachige Waldorfschule. Die Idee dazu kam Angela Michlits, die als Meinklang-Winzerin in Pamhagen (Bezirk... [mehr]

The Gift of Learning

Ein Film des englischen Waldorfschul-Bundes über Waldorfpädagogik, der einige Besonderheiten ihrer Philosophie beleuchtet. [mehr]

Treffer 1 bis 10 von 70
<< Erste < Vorherige 1-10 11-20 21-30 31-40 41-50 51-60 61-70 Nächste > Letzte >>