Altmeister Dimitri mit Berliner Philharmonikern auf Tournee

Januar 2013

Die Freie Waldorfschule am Kräherwald hatte am 16. Januar den weltberühmten Clown Dimitri zu Gast. Der Saal war trotz Schneegestöber übervoll, es gab nur noch wenige Vorverkaufskarten. Dimitris Fangemeinde ist groß, umfasst alle Altersgruppen, und sie liebt ihn als künstlerische Persönlichkeit, gleich was er spielt.

(mm) Dimitri bringt mit Musikern der Berliner Philharmonie »Die Geschichte vom Soldaten« (Musik: Igor Strawinsky, Text: Charles-Ferdinand Ramuz) auf einer zur Zeit laufenden Tournee durch Deutschland und die Schweiz auf die Bühne. Dimitri-Schüler Andrea Noce Noseda vom Grand Théatre Genève liest die »Geschichte« in der neuen Übersetzung des Schweizer Liedermachers Mani Matter, Dimitri spielt und tanzt den Teufel, Tochter Masha Dimitri die Prinzessin und Andreas Manz den Soldaten. Die faustisch zeitlose Geschichte, in der ein Soldat auf Sommerurlaub dem Teufel verfällt, seine Geige gegen ein Zauberbuch eintauscht, erst seine Dorfliebe und schließlich die Prinzessin verliert, dann trotz seines großen Reichtums Dank hellseherischer Kräfte und seiner dem Teufel wieder entrissenen magischen Geige der Prinzessin Genesung bringt, um am Ende alles zu verlieren, hat eine einfache Moral: Mache keine Geschäfte mit dem Teufel und Reichtum macht nicht glücklich.

Die einfache Geschichte folgt Dimitris künstlerischen Ansatz einer »Ästhetik der Einfachheit«. Die wenigen artistischen und mimisch-humoresken Einlagen sowie die prägnanten musikalischen Einsätze umspannen die Geschichte in der Geschichte schon vor Beginn des eigentlichen Stückes und durch die Pause zwischen den beiden Teilen und setzen so Akzente, die den Zuschauer an ein Schauspiel auf dem Jahrmarkt erinnern.

In seiner Schlichtheit und Gewitztheit ist das Stück besonders auch Kindern zugänglich – im Publikum sind sie es, die am meisten lachen.

Die Idee zu dieser Neuinszenierung entstand aus einer freundschaftlichen Begegnung des weltberühmten Schweizer Clowns mit dem Flensburger Frank Linde von der Ernst-Michael-Kranich-Stiftung. Die Künstler verzichten auf einen Teil ihres Honorars, die Schulen und Einrichtungen auf die Saalmiete zugunsten der Stiftung.

Nächste Aufführungstermine:

18.1.2013 Rudolf-Steiner-Schule Zürich Oberland, 19.1.2013 Theater Casino Zug, 17.4.2013 Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer, 18.4.2013 Odeïon Kulturforum Salzburg, 19.4.2013 Theater LEO17, München

www.clowndimitri.com | www.kranich-stiftung.de

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