Editorial

Der verzeihende Blick

Von Mathias Maurer, Dezember 2017

»Mach’ eia. Du darfst Annchen nicht an den Haaren ziehen.« Die aufgebrachte Mutter setzt den widerstrebenden Dreijährigen in sein Gitterbettchen. – »Jetzt entschuldigst Du Dich aber!«  [mehr]

Verzeihen

Nicht entschuldigen – einander verstehen

Von Mariana Kretschmer, Dezember 2017

Leonard hat einer Mitschülerin das Kopftuch heruntergerissen. Sie war ein wenig erschrocken, da ihr das Tragen des Kopftuchs wichtig ist und sie ihr Haar nicht offen zeigen möchte. Leonard hatte sich kurz vorher mit seiner Lehrerin gestritten. [mehr]

Standpunkt

Identität ist individuell

Von Henning Kullak-Ublick, Dezember 2017

Seit einiger Zeit geistert eine »Gegenerklärung« der Philosophin und Waldorfmutter Caroline Sommerfeld zu der 2007 verabschiedeten »Stuttgarter Erklärung« und der wortgleichen »Wiener Erklärung« der jeweiligen Waldorfschul-Bünde durch Teile der anthroposophischen Medienlandschaft.  [mehr]

Serie

Tugendregime

Von Lorenzo Ravagli, Dezember 2017

Tugenden waren schon immer politisch. Zumindest, seit die alten Griechen über sie nachzudenken begannen.  [mehr]

Forum

Event oder ganzheitliche Unternehmung?

Von Johannes Roth, Dezember 2017

Leserbrief zu »Was ist eine gute Klassenfahrt?« von Michael Birnthaler in Erziehungskunst, Juli/August 2017. [mehr]

Kolumne

Das Kind wird uns lehren, was Heimat ist

Von Henning Köhler, Dezember 2017

Noch gelingt es der extremen Rechten hierzulande nicht, parlamentarische Mehrheiten zu mobilisieren, doch sie bestimmen inzwischen fast nach Belieben den öffentlichen Diskurs. Deshalb rücken die etablierten Parteien ängstlich nach rechts, um Wählerabwanderungen zu vermeiden und um zentrale Themen »nicht den Ultrarechten zu überlassen«.  [mehr]

Frühe Kindheit

Kinderzeichnungen. Fenster in die Welt der Lebenskräfte

Von Raphaela Tampe, Dezember 2017

Kinderzeichnungen erzählen davon, wie das Kind unbewusst in seinen Leib einzieht. In dem, was das kleine Kind malt, drückt sich ein Empfinden jener Kräfte aus, die an der Gestaltung des Leibes in den ersten sieben Jahren tätig sind. Rudolf Steiner nennt diese biologischen Wachstumskräfte Lebens- oder Ätherkräfte. Sie bauen, formen und durchdringen den physischen Leib, Zeichnungen des kleinen Kindes sind Ausdruck dieser Kräfte.  [mehr]

Aus dem Unterricht

»Wir Kinder vom Bahnhof Zoo«. Biografiearbeit in der achten Klasse

Von Bernd Kettel, Dezember 2017

Biografiearbeit kann auch an schwierigen oder gar scheiternden Biografien sinnvoll und entwicklungsfördernd sein, wie Bernd Kettel am Beispiel des Lebens von Christiane F. zeigt. [mehr]

Erziehungskünstler

Benjamin Büche und sein Engel

Von Johannes Greiner, Dezember 2017

Benjamin Büche löste bei einer Ski-Bergabfahrt vom Mittagskogel eine Lawine aus, die ihn 700 Meter weit einen felsigen Abhang hinunterriss. [mehr]

Waldorf weltweit

Ελευθερια σ’αγαπω

Von Kyra Karastogiou, Stephan Beck, Dezember 2017

In Athen wurde die erste Waldorfschule Griechenlands eröffnet. [mehr]

Junge Autoren

Harte Schule. Mein Freiwilliges Soziales Jahr in Indien

Von Corinna Ellner, Dezember 2017

In den vergangenen zwölf Monaten in Indien habe ich mehr erlebt und mehr über mich herausgefunden, als in jedem anderen Jahr, an das ich mich erinnern kann. Es war nicht immer leicht. Im Gegenteil, manchmal war ich nahe daran aufzugeben. [mehr]

Zeichen der Zeit

Nerfs nerven. Eltern und Kinder im Kampf

Von Svenja Hoyer, Wolfgang Nieke, Dezember 2017

In der Spielzeugabteilung zeigt ein Junge aufgeregt auf das Regal: »So eine Nerf-Gun wünsche ich mir schon so lange!« Empörte Reaktion seiner Mutter »Die sehen ja aus wie Maschinengewehre! Sowas kommt mir nicht ins Haus!« Der Junge bricht in Tränen aus: »Alle Jungs aus meiner Klasse haben so eine. Ich kann mir auch von meinem Taschengeld eine kaufen!« Vergleichbare Szenen spielen sich in vielen Familien ab, seitdem die sogenannten »Nerfs« der amerikanischen Firma HASBRO seit 2009 den deutschen Spielzeugmarkt erobern. [mehr]

Film

Zeit für Stille

Von Ute Hallaschka, Dezember 2017

Am 30. November startet ein Film, den man ein wichtigstes Kulturzeugnis nennen könnte. »Zeit für Stille« ist eine Meditation, eine Sinneslehre, eine Weltreise nach innen. [mehr]