Architektur: Machen Krankenhäuser krank?

Rotraut Walden von der Uni Koblenz hat die wesentlichen Fehler untersucht und ein detailliertes Schema entwickelt, anhand dessen sich die Architektur-Qualität von Krankenhäusern beurteilen lässt.

Die Psychologin beschreibt eine oft unterschätzte, aber entscheidende Komponente: Die Menschen müssen auch in der Klinik die Möglichkeit haben, auf ihre Umgebung Einfluss zu nehmen – von der Möglichkeit, sich zurückzuziehen, über die Bedienung alltäglicher Gegenstände wie Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Fernseher, Radio, Jalousien, Bett, Nachttisch, etc. bis hin zur individuellen Gestaltung z.B. durch das Aufstellen oder Aufhängen persönlicher Gegenstände.

»Die Möglichkeit, wahrnehmbare Einflüsse auf die Umwelt zu haben, trägt zu Wohlbefinden und Gesundung bei ... Im Krankenhausbau ist ein entsprechender Nutzen in Form von früherer Gesundung der Patienten und höherer Arbeitsleistung der Beschäftigten zu erwarten«, schreibt Walden.

Publikation: Rotraut Walden: Die Entwicklung eines Schemas zur Beurteilung der Qualität von Krankenhäusern. in: Rapp, Sedlmeier, Zunker-Rapp (Hrsg.): Perspectives on Cognition. Pabst, Lengerich/Berlin 2011

Kontakt: PD Dr. phil. Rotraut Walden, Universität Koblenz-Landau, Institut für Psychologie, Universitätsstraße 1, 56070 Koblenz