Cybermobbing: Bundesrepublik bei den Spitzenreitern

Lorenzo Ravagli

Bunt treiben es mitunter auch die Erwachsenen, was jeder weiß, der etwas Erfahrung mit der Blogosphäre hat. Die Verlockung, im Schutz der Anonymität dem Hass oder Neid freien Lauf zu lassen, ist einfach zu groß. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Japan. Hier machten mit Mobbing laut AVG erst vier Prozent der Kinder Erfahrung. Die Unterschiede liegen wohl in kulturellen Eigenheiten begründet.

Über zwei Stunden pro Woche ist der überwiegende Anteil der sechs- bis neunjährigen Kinder bereits online. Digitale Welt und Internet nehmen damit gerade in jungen Jahren einen immer bedeutenderen Stellenwert ein. Soziale Netzwerke, Chats und E-Mails sind schon früh Teil des Alltags. Selbst Kleinkinder sind im Web mittlerweile zunehmend aktiv. AVG zufolge können Zwei- bis Fünfjährige heute mit Computern und Smartphones eher umgehen als schwimmen, ihre Schnürsenkel binden oder das eigene Frühstück zubereiten.

Die Befunde der AVG müssen nicht im Widerspruch zu jenen des ifo-Instituts gesehen werden, wonach Breitbandanschlüsse die Dichte der sozialen Interaktionen fördern: denn die Untersuchung des ifo-Instituts sagt nichts über die Qualität der sozialen Interaktionen aus (siehe Nachrichten Wissenschaft). Dass ein nicht unbedeutender Anteil dieser Interaktionen möglicherweise in Mobbing besteht, legt die Mitteilung der AVG nahe.

Quelle: http://www.teachersnews.net

Siehe auch den Kommentar: Die zwei Gesichter der Matrix