Dr. Hauschka: Bundeskartellamt verhängt Millionenstrafe

Wala übte laut Bundeskartellamt nicht nur Druck auf Händler aus, um zu verhindern, dass sie Preisempfehlungen unterschreiten, sondern habe auch seine Vertriebsstrukturen »systematisch auf strikte Einhaltung vorgegebener Endverbraucherpreise ausgerichtet«.

Nach Darstellung der Behörde hatte Wala ab Sommer 2007 ein »selektives Vertriebssystem« eingeführt. Nur ausgewählte Händler durften die Produkte von Dr. Hauschka verkaufen und wurden durch Abschluss von Verträgen dazu gezwungen, die empfohlenen Preise einzuhalten. Das Unternhemen habe aber auch schon die Jahre zuvor, spätestens seit 2003, die Einhaltung seiner Preisempfehlungen durchgesetzt. Außendienstmitarbeiter hätten Fachhändler »regelmäßig kontrolliert« und bei Unterschreitung von Preisempfehlungen Liefersperren angedroht und auch verhängt. Im Sommer 2009 führten die staatlichen Wettbewerbshüter aufgrund von Beschwerden von Verbrauchern und Einzelhändlern eine Durchsuchung im Unternehmen durch. 

Vorgaben verbindlicher Preise sind in Deutschland verboten – anders als unverbindliche Preisempfehlungen. Einzige Ausnahme stellen die Buchpreise dar.

Das Unternehmen stimmte der Geldbuße zu, um das Wettbewerbsverfahren zu beenden.