Heileurythmie hilft Kindern bei Genesung nach Tumoroperation

Zu diesem Fazit kommt eine Pilotstudie, die vor kurzem in der renommierten englischsprachigen Fachzeitschrift »Complementary Therapies in Medicine« erschienen ist. Verfasst wurde die Studie von einem Team von Wissenschaftlern der Charité (Berlin) und der Universität Witten / Herdecke. Zum Hintergrund der Studie: Kinder und Jugendliche, die einen Kleinhirntumor überlebt haben, leiden in der Folge häufig an starken neurologischen und emotionalen Verhaltensauffälligkeiten. Die Kombination einer konventionellen physikalischen Therapie und Ergotherapie garantiert nicht die vollständige Genesung.

Die Pilotstudie ist nun ein erster Versuch, die Machbarkeit, die Behandlungsdurchführung und die Auswirkungen der Heileurythmie in der pädiatrischen Neuroonkologie zu beurteilen. Die Ergebnisse fielen positiv aus: Die kognitiven und neuromotorischen Fähigkeiten verbesserten sich nach sechs Monaten bei allen Kindern, die visuomotorischen Fähigkeiten bei fünf von sieben Kindern. Nach zwölf Monaten, d.h. sechs Monate nach der letzten Eurythmiesitzung, waren die neuromotorischen und visumotorischen Fähigkeiten bei den Kindern wieder zu einem gewissen Grad verringert. »Mit der Pilotstudie konnten wir erstmals nachweisen, dass Eurythmie bei Kindern und Jugendlichen mit einem Kleinhirntumor in der Nachsorge sinnvoll ist und den Patienten dieser neue Ansatz hilft«, so das Resümee von PD Dr. med. Alfred Längler, der an der Studie mitgewirkt hat.

Zur Studie in der Zeitschrift »Complementary Therapies in Medicine«