Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter Schulstress

Lorenzo Ravagli

Andere Studien gehen in eine ähnliche Richtung: Erst Anfang Oktober 2010 meldete die Techniker Krankenkasse, seit 2006 sei die Zahl der bayerischen Kinder, die in einer Psychiatrie behandelt werden mussten, stetig gestiegen: von 3.400 auf 4.200 Patienten pro Jahr. Bei den Jugendlichen hätten zuletzt 12.500 stationär behandelt werden müssen, 2006 seien es noch 9.300 Jugendliche gewesen. Besonders viele Kinder litten an Depressionen. Im November meldete die Techniker Krankenkasse Bayern, rund 26.000 Kinder unter zehn Jahren litten an speziellen Angststörungen.

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, nahm dies zum Anlass, ein Umdenken in der Schulpolitik zu fordern: »Wenn Schulstress ganz offensichtlich ein Faktor ist, der Kinder und Jugendliche krank machen kann, müssen sich die Schulen verändern.« Im Mittelpunkt müssten die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen stehen, nicht die Vorstellungen der jeweiligen Politiker. Die Schule, so Wenzel, müsse »Lebensraum werden, ein Ort, an dem sich junge Menschen wohl fühlen und entfalten können.« (Laut bildungsklick.de)

Zur Studie der Leuphana Universität Lüneburg