Neue Patienten-Leitlinie zur Schmerzbehandlung bei Operationen veröffentlicht

Als Ergänzung zu einer bereits für Ärzte und medizinisches Fachpersonal existierenden Leitlinie für die Schmerzbehandlung wurde jetzt eine Patientenleitlinie »Schmerzbehandlung bei Operationen« veröffentlicht.

Die Veröffentlichung wendet sich direkt an Patienten, denen eine Operation bevorsteht und die sich vorab zum Thema Schmerz informieren wollen. In allgemeinverständlicher Sprache wird Wissenswertes zu Schmerzmitteln und nicht-medikamentösen Verfahren der Schmerzlinderung vermittelt. Weiterhin stehen für Ratsuchende Adressen von Selbsthilfeorganisationen und Patientenberatungen zur Verfügung.

Mit dieser Patienteninformation sollen die Rechte der Patienten gestärkt und informierte Entscheidungen ermöglicht werden. An der Erstellung der Leitlinie waren neben Experten aus Wissenschaft und Forschung auch Patientenvertreter und Betroffene beteiligt.

Die Leitlinie wurde von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Schmerztherapie (DIVS) herausgegeben und unter maßgeblicher Beteiligung von Mitarbeitern des Instituts für Gesundheitswissenschaften der Universität Hamburg (Prof. Ingrid Mühlhauser), des Instituts für Forschung in der Operativen Medizin der Universität Witten/Herdecke (Prof. Edmund Neugebauer) sowie der DIVS (Prof. Heinz Laubenthal) erstellt.

Die Leitlinie soll in Zukunft in Kliniken sowie bei Ärztekammern und Krankenkassen erhältlich sein.

Die Leitlinie im Original finden Sie hier:
http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/041-001.html
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/041-001p_S3_Schmerzbehandlung_bei_Op...

Akutschmerzkongress:

Auf dem Akutschmerzkongress, der am 25. und 26. November 2011 unter dem Titel »Akutschmerztherapie und perioperative Medizin – (k)eine Aufgabe für Chirurgen?« in Köln stattfinden wird, wird das Thema in einer eigenen Sitzung behandelt. Weitere Informationen zum Kongress erhalten Sie unter www.akutschmerzkongress.de.

Die Universität Witten/Herdecke nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsbildung.