Sinkende Schülerzahlen in Deutschland

Lorenzo Ravagli

Wiesbaden, 15.3.2011. Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Schüler in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahrzehnten gesunken. Im Jahr 1998 wurde mit 12,7 Millionen der höchste Stand seit der Wiedervereinigung erreicht, seither nimmt die Zahl von Jahr zu Jahr ab. Gegenwärtig besuchen 11,5 Millionen Jungen und Mädchen allgemeinbildende und berufliche Schulen. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate und der Schulzeitverkürzung rechnet das Bundesamt mit einer weiteren Abnahme in den kommenden Jahren.

Verglichen mit dem Schuljahr 2009/10 ist die Zahl der Schüler in ganz Deutschland um 1,6 Prozent gesunken. An allgemeinbildenden Schulen gingen die Zahlen um 1,2 Prozent auf 8,8 Millionen zurück, an beruflichen Schulen um 2,9 Prozent auf 2,7 Millionen. Besonders in den neuen Bundesländern macht sich der Rückgang bemerkbar. Hier werden an beruflichen Schulen 9,3 Prozent weniger Schüler unterrichtet als im Vorjahr. An allgemeinbildenden Schulen sind die Schülerzahlen im Osten dagegen um 1 Prozent gestiegen. In den alten Bundesländern beträgt der Rückgang der Berufsschüler 1,5 Prozent, der Rückgang der Schüler an allgemeinbildenden Schulen 1,6 Prozent.

Mitteilung des Statistischen Bundesamtes