Staatsschulen schaffen Sitzenbleiben ab

Lorenzo Ravagli

23,1 Prozent aller Fünfzehnjährigen haben in Deutschland schon einmal ein Schuljahr wiederholen müssen. Die Bildungsforscher sind sich jedoch einig: Sitzenbleiben bringt meist nichts. Der Bildungsökononom Klaus Klemm hat ausgerechnet, dass die nicht beförderten Schüler den Steuerzahler jährlich etwa eine Milliarde Euro kosten.

Die Bundesländer ziehen allmählich die Konsequenz aus dieser Misere. Hamburg hat das Sitzenbleiben an Staatsschulen gänzlich abgeschafft, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Rheinland-Pfalz und das Saarland teilweise. Andere Länder wollen nachziehen.

Damit setzt sich, neben dem frühen Fremdsprachenunterricht, ein weiteres pädagogisches Prinzip in den Staatschulen durch, das in den Waldorfschulen schon immer praktiziert wurde.

Ausführlich wird das Thema in der ZEIT vom 30. Juni 2011 behandelt.