Der Kampf um die Impfungen

Von Daphné von Boch, Februar 2020

Ein Problem der Impfungen besteht darin, dass sie auf der festen Überzeugung beruhen, Krankheit habe keinen Sinn. Ein ausgesprochenes Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist zum Beispiel, durch Impfung alle Krankheiten auszurotten, von Masern bis hin zum Krebs.

Foto: © sör alex / photocase.de

Was könnte der Sinn einer Krankheit sein? Was ist das positive Ende einer Erkrankung? Die Heilung. Die WHO definiert Heilung als die Herstellung des Ausgangszustands. Würde man jedoch zum Beispiel bei einer Lungenentzündung den Ausgangszustand wieder herstellen, müsste der Mensch erneut erkranken. Denn am Anfang muss eine Schwäche bestanden haben, sonst wäre er nicht krank geworden. Heilung ist die Herstellung eines neuen Zustands. Der Sinn der Krankheit ist Stärkung. Wie stärkt man sich überhaupt? Nur durch eines: Anstrengung. Das ist ein Gesetz ohne Ausnahme. Jede Fähigkeit, nicht nur die Gesundheit, kann nur durch Anstrengung, durch Übung erworben werden. Ohne die stärkende Wirkung durch die Überwindung von Krankheiten wird der Mensch immer schwächer und kränker. Diese Situation spiegelt sich in den jährlich steigenden Prämien der Krankenkassen. Es gibt immer mehr kranke Menschen.

Sind heutige Impfungen sinnvoll?

Ein zweites Problem der Impfungen besteht darin, dass Krankheiten bekämpft werden, die heute in zivilisierten Ländern aus dem einen oder anderen Grund nicht mehr gefährlich sind. Entweder existieren sie fast nicht mehr  (Polio, Diphtherie, Tetanus), sind extrem selten (Meningitis, Zeckenkrankheit) oder fast nicht ansteckend (Hepatitis B, Gebärmutterhalskrebs). Es wird auch gegen relativ harmlose Krankheiten geimpft (Haemophilus-Grippe, Pneumokokken, Keuchhusten, Mumps), ja sogar gegen deutlich entwicklungsfördernde Krankheiten (Masern, Röteln und Grippe).

Warum sind bestimmte Krankheiten nicht mehr gefährlich?

Wir lernen, dass wir es der modernen Medizin, einschließlich der Impfungen zu verdanken haben, dass bestimmte Krankheiten heute nicht mehr gefährlich sind. Die hoch fieberhaften Krankheiten gingen jedoch schon im 19.Jh. und Anfang des 20. Jh., längst vor der Einführung der Impfungen, deutlich zurück (McKeown 1979). Dieser Sachverhalt ist bekannt, die Studien wurden von offizieller Seite durchgeführt. Trotzdem wird es anders dargestellt. Diese Krankheiten sind heute nur gefährlich, wenn die Kinder geschwächt sind. Unterernährte Kinder zum Beispiel haben nicht die Kraft, sie zu überwinden. Die wirkliche Therapie wäre aber Ernähren statt Impfen. Mangelernährung ist die Ursache der Schwäche, die am Anfang steht. In den reichen Ländern sind die meisten Krankheiten bei gutem Gesundheits- und Ernährungszustand harmlos.

Wann wären Impfungen sinnvoll?

Bei einer echten Epidemie wäre sie sinnvoll. Wenn eine Krankheit ausbräche, die sehr ansteckend ist und mit häufigen, schweren Dauerfolgen einherginge, wäre die Durchimpfung der Bevölkerung berechtigt. Deshalb war die flächendeckende Impfung gegen Polio Mitte der 1950/60er Jahre richtig. Aber sogar dort wurde bei einer kleinen Gruppe von Kindern statt des Impfens erfolgreich die unterliegende Schwäche durch eine wochenlange völlige Zuckerkarenz angegangen. Jeder eingenommene Zucker erzeugt zunächst eine Überzuckerung, die vom Körper mit einer kompensatorischen Unterzuckerung beantwortet wird. Und diese Unterzuckerung ist die Schwäche: In diesem Moment können die Kinder vom Poliovirus infiziert werden. Durch Zuckerkarenz wurden die Kinder auch ohne Impfung nicht infiziert (Husemann / Wolff, 1993, S. 268).

Kinderkrankheiten fördern die Entwicklung

Der Körper jedes Menschen ist aus einem ganz individuellen Eiweiß aufgebaut. Immer wieder gibt es Probleme zum Beispiel bei Bluttransfusionen, weil trotz Beachtung der Blutgruppe und Subgruppe die beiden Eiweiße doch nie ganz gleich sind. Das Immunsystem muss das fremde Eiweiß zerstören. Warum? Weil sonst die Gefahr bestünde, dass die darin enthaltene fremde Kraft die eigene Individualität überwältigen und sie sozusagen »fremdsteuern« würde. Das eigene individuelle Eiweiß wird aber erst im Laufe der Kindheit entwickelt. Bei der Geburt ist der Körper des Neugeborenen noch aus dem Eiweiß der Mutter gebildet. Dieses muss mit der Zeit aufgelöst und ausgeschieden werden. Erst danach kann das Kind sein eigenes, individuelles Eiweiß bilden – das seinem eigenen Ich, seinem ganz individuellen geistigen Wesen entspricht. Um das mütterliche Eiweiß aufzulösen und auszuscheiden sind die Kinderkrankheiten da. Sie gehen einher mit hohem Fieber (zum Auflösen) und Ausschlag (zum Ausscheiden). Der Körper weiß, wie viele fieberhafte Krankheiten er für seine Individualisierung braucht. Das ist individuell unterschiedlich. Darf das nicht geschehen, muss man damit rechnen, dass neue Krankheiten auftreten. Könnte das der Fall sein bei den Autoimmunkrankheiten? Dabei wird angenommen, dass das Immunsystem das eigene Eiweiß eines Organs nicht mehr als eigenes erkennt und deshalb das Organ zerstört. Doch könnte es nicht sein, dass in diesem Organ noch mütterliches Eiweiß enthalten ist, wogegen sich der Organismus mit Recht wehrt? Das Eiweiß eines jeden Menschen muss sich zudem im Lauf seines Lebens immer wieder seiner individuellen geistigen Entwicklung anpassen. Würde man das individuelle Eiweiß eines Menschen mit 20 und mit 70 Jahren untersuchen, der alle seine Krankheiten ohne fiebersenkende Mittel durchmachen durfte, würde man feststellen, wie sehr sein Eiweiß sich im Laufe des Lebens verändert hat.

Die zentrale Wirkung des Fiebers

Hohes Fieber (über 39°C) löst nicht nur fremd gewordenes Eiweiß auf, sondern selbst das Eiweiß von Bakterien und Viren. Sie bestehen ebenfalls aus Eiweiß und sind deshalb wärmeempfindlich. Das körpereigene Eiweiß selbst wird durch Fieber so aufgelöst, dass es den Menschen nicht töten kann; es ist die darunterliegende Krankheit, gegen die das Fieber kämpft, die trotz Fieber zum Tode führen kann.

Zudem ist hohes Fieber der Startschuss für das gesamte Immunsystem. Der französische Mikrobiologe, Molekularbiologe und Virologe André Michel Lwoff erhielt für diese beiden zentralen Entdeckungen 1965 den Nobelpreis. Komplikationen treten selten auf, sind aber dennoch möglich, besonders bei Kindern wenn sie geschwächt sind (zum Beispiel durch Unterernährung, Unterzuckerung),  wenn sie bei Erkrankungen die nötige strenge Bettruhe nicht einhalten, wenn sie nicht genügend Fieber bekommen (zum Beispiel  durch fiebersenkende Mittel). Dann können sich Bakterien und Viren entfalten und das Immunsystem wird nicht richtig aktiviert. Es braucht ebenfalls hohes Fieber, um die Fremdeiweiße durch die Haut und Schleimhaut ausscheiden zu können (Witsenburg 1975).

Komplikationen bei Masern

Mütter wussten früher: Kinderkrankheiten, die nicht nach außen schlagen können, schlagen nach innen. Das aufgelöste Eiweiß muss unter allen Umständen ausgeschieden werden. Kann es nicht durch die Haut, muss es durch die Lunge: Es tritt eine Lungenentzündung auf. Verläuft aber auch diese mit ungenügendem Fieber, lagert der Organismus das Fremdeiweiß in einem letzten Versuch, es von sich zu isolieren, im Bindegewebe des Gehirns ab. Dort, wo es nicht mehr ausgeschieden werden kann, versucht  er es durch örtliche Wärme (Entzündung) aufzulösen: Es tritt eine chronische Enzephalitis auf. Aus einer harmlosen wird eine schwere Krankheit, nicht durch die Krankheit selbst, sondern durch ungenügendes Fieber am Anfang der Krankheit. Der holländische Arzt Bob Witsenburg machte in Afrika schon in den 1960er Jahren genau diese Entdeckung. Die an Masern erkrankten Kinder, die trotz fiebersenkender Mittel hohes Fieber behielten und starken Ausschlag bekamen, hatten zu seiner großen Überraschung kaum Komplikationen. Folglich entschied er, alle Mittel abzusetzen. Die Komplikationen nahmen derart ab, dass er seine Erkenntnisse in Holland und Deutschland veröffentlichte. Dies wurde jedoch nicht zur Kenntnis genommen (Witsenburg, 1992, S. 177 ff.). Generell, nicht nur bei Masern, soll Fieber nicht unterdrückt, sondern unterstützt werden, zum Beispiel durch Überwärmungsbäder, sodass die Körpertemperatur auf 39 – 40 °C ansteigen kann. Ein Ausschlag kann gefördert werden durch Senfbrustwickel alle zwei Tage.

Wie gefährlich sind Impfungen?

Das ist das dritte Problem: Impfungen sind nicht ganz ungefährlich. Im Umkreis meiner Praxis wird immer wieder von Menschen berichtet, die bisher gesund waren und nach einer Impfung unter chronischer Müdigkeit, epileptischen Anfällen, Austismus nach der Masern-Mumps-Röteln-Impfung (Wakefield 2016) u.a. leiden, weniger von einem durch Masern geschädigten Kind.

Außerdem werden nicht alle Schädigungen, die nach Impfungen auftreten, damit in Zusammenhang gebracht bzw. erfasst. So kann es bei Säuglingen und Kindern zum objektiven Verlust bereits erworbener Fähigkeiten kurz nach einer Impfung (Entwicklungsknick) kommen. Meist wird dies von den Eltern nicht registriert oder die Ernsthaftigkeit nicht richtig eingestuft. Dieser kurzfristige Verlust bereits erworbener Fähigkeiten weist aber auf eine minimale Gehirnschädigung hin und kann sich in späteren Lernschwierigkeiten u.a. ausdrücken. Im Vergleich dazu hat die Masernerkrankung selbst, wenn sie normal durchgemacht wird, keine derartigen Folgen.

Der Dokumentarfilm »Eingeimpft« von David Sieveking berichtet über eine Sechsfachimpfung für Säuglinge, die bis 2005 gegeben wurde – gegen Polio, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B und Haemophilus-Bakterien. Immer wieder starben Säuglinge kurz nach dieser Impfung (Tönz 1983). Einer der untersuchenden Pathologen berichtet im Dokumentarfilm über das Ergebnis: eine deutliche Verhärtung der Gehirne.

Könnte es sein, dass manche Impfungen gerade bei Säuglingen, die noch kein fertig ausgebildetes Immunsystem und Gehirn haben, eine Tendenz zur Verfestigung des Gehirns bewirken? Diese Frage wurde trotz der Todesfälle nicht geklärt.

Rudolf Steiner zum Impfen

Rudolf Steiner sagte 1917, man werde »… vielleicht in nicht so ferner Zukunft einen Impfstoff finden, durch den der Organismus so bearbeitet wird in möglichst früher Jugend, möglichst gleich bei der Geburt, dass dieser menschliche Leib nicht zu dem Gedanken kommt: Es gibt eine Seele und einen Geist« (Steiner, 2013, S. 97). Der Mensch würde nur noch über die physische Welt denken können.

Sind unsere heutigen Impfungen hiermit gemeint? Steiner äußerte sich häufig zum Thema Impfen. So zum Beispiel 1924: » … der Mensch kann sich nicht mehr erheben aus einem gewissen materialistischen Fühlen. Und das ist doch eigentlich das Bedenkliche an der Pockenimpfung ...« (Steiner, 2011, S. 321).

1919, nach einem Vortrag über das dringendste Problem auch unserer Zeit, das weltweite soziale Miteinander, beschreibt er in einem Brief, wie sich die Verhärtung des Gehirns äußert: »Dabei dieser Mangel an ›Verständnisfähigkeit‹ bei den Leuten. (...) Es ist, als ob sie nur fähig wären, Dinge zu verstehen, an die sie bis zur Satzgestaltung seit 30 Jahren gewöhnt sind. Verhärtete Gehirne, gelähmter Ätherleib, leerer Astralleib, völlig dumpfes ›Ich‹. Das ist die Signatur der Menschen der Gegenwart« (zit. in Meyer, 1993, S. 240).

Wird diese Unfähigkeit, neue Gedanken zu erfassen, die schon vor der Ära der Impfungen anfing, durch die Impfungen verstärkt? Wenn dies eine genügend große Anzahl von Menschen betrifft, wäre dies eine nicht mehr nur für den Einzelnen, sondern für die ganze Menschheitsentwicklung tragische Entwicklung. Denn dann können Ideen, die zur Lösung unserer dringendsten Gegenwartsprobleme führen würden, nicht mehr erfasst werden.

Stärken statt schützen

Die Frage, die wir uns stellen müssen, ist nicht: »Wie schaffen wir alle Krankheiten aus der Welt?«, sondern: »Wie stärken wir uns vor der Krankheit und wie begleiten wir diese, sodass wir sie überwinden können und gestärkt daraus hervorgehen?« In Rudolf Steiners Worten: »Das ist gerade die Folgerung und Gabe der Krankheit, da das Starke vom Menschen erworben werden muss. [...] Wollen wir die Stärke, die Gesundheit, dann müssen wir ihre Vorbedingung, die Krankheit, mit in Kauf nehmen« (Steiner, 1983, S. 115). Und dann erübrigen sich die Impfungen.

Zur Autorin: Dr. Daphné von Boch ist anthroposophische Ärztin und bildet Ärzte in anthroposophischer Medizin aus, insbesondere in der Ukraine, in Russland, Bulgarien, Thailand, Taiwan und Malaysia.

Literatur: D. v. Boch: »Impfen. Von Kinderkrankheiten bis zur Grippe?«, in: Der Europäer, Jg. 23 / Nr. 9/10, Juli/August 2019, S. 13 ff.; F. Husemann / O. Wolff: Das Bild des Menschen als Grundlage der Heilkunst, Bd. 3, Stuttgart 1993; T. Meyer (Hrsg.): Helmuth von Moltke (1848–1916), Dokumente zu seinem Leben und Wirken, Bd. 2, Basel 1993; Th. McKeown: Die Bedeutung der Medizin, Frankfurt 1979; D. Sieveking: Eingeimpft. Familie mit Nebenwirkungen, Freiburg 2018; R. Steiner: Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis, GA 177, Dornach 2013; ders: Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit  und deren Bedeutung für das heutige Leben, GA 55, Dornach 1983; ders: Physiologisch-Therapeutisches auf Grundlage der Geisteswissenschaft, GA 314, Dornach 2011; O. Tönz: Keuchhustenimpfung. Therapeutische Rundschau 40, S. 203, 1983; A. Wakefield: Vaxxed. Eine schockierende Wahrheit!?, Doku 2016; B.C. Witsenburg: »Masern-Sterblichkeit und Therapie«, in: Medicus tropicus, Sept. 1975; ders. in: Der Merkurstab, Mai/Juni-3/1992

Kommentare

Kai Risse, Hannover, 01.02.20 18:02

Als Waldorfvater und hausärztlich tätiger Internist, der sich täglich mit dem Thema beschäftigt, habe ich diesen Artikel mit wachsendem Unbehagen und schließlich Ärger gelesen.
Man kann sicherlich trefflich streiten, ob z. B. eine gesetzliche Masern-Impfpflicht gerechtfertigt ist, oder einen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht elterlicher Entscheidung darstellt.
Frau von Boch negiert hier jedoch nahezu sämtliche medizinwissenschaftlichen Erkenntnisse und Errungenschaften der letzten 150 Jahre.
Bereits ihre Anfangsthese, dass einer Krankheit immer eine Schwäche zugrunde läge, ist falsch. Bestes Beispiel dafür ist die Spanische Grippe, mit ihren 25 bis 50 Millionen Toten zwischen 1918 und 1920. Sie betraf insbesondere immunstarke junge Erwachsene und Kinder, da bei diesen eine Überreaktion des Immunsystems auf das Virus erfolgte und zum Tod führte.
Die Behauptung, nicht Impfungen und eine verbesserte medizinische Versorgung, sondern nur bessere Lebensumstände seien der Grund für den drastischen Rückgang der genannten Erkrankungen ist zumindest hoch umstritten und mitnichten als gängiger Sachverhalt bekannt "von offizieller Seite".
Die Theorien bezüglich der Zusammenhänge zwischen Blutzuckerspiegel und Infektionsanfälligkeit sowie Eiweißausscheidung und Krankheitsgenesung sind nicht nur veraltet sondern schlicht abenteuerlich. Wie Fieber zwischen gutem und bösem Eiweiß unterscheiden soll und wie es dieses bei hohen Temperaturen auflösen und auch noch über die Haut ausscheiden soll bleibt ein esoterisches Geheimnis. Sicher ist jedenfalls, dass ein Fieber ab 42 Grad für mehrere Stunden ziemlich sicher zum Tod führt, da es sich nicht auflöst sondern gerinnt, wie jeder weiß, der schon einmal ein Ei gekocht hat. Fraglich bleibt bei der Lektüre des Artikels auch, wie das Immunsystem mit der Mehrzahl an Infektionen, die nicht fieberhaft sind, zu recht kommen kann.
Zunehmend ärgerlich wird es im folgenden mit dem weiteren Zitieren von gefährlichen Einzelmeinungen wie von Herrn Witsenburg oder Herrn Wakefield. Die Thesen dieser beiden werden besonders gerne von impfkritischen Verschwörungstheoretikern weiterverbreitet. Wobei letzterem nach bekannt werden von hohen Schmiergeldzahlungen der Auftraggeber seiner "Studien" die englische Berufserlaubnis entzogen wurde.
Bei der Formulierung "Im Umkreis meiner Praxis wird immer wieder berichtet...", stäuben sich bei mir sämtliche Nackenhaare. Das ist simpelster Verschwörungspopulismus.
Dass in der von mir sonst sehr geschätzten Erziehungskunst die längst widerlegte und gefährliche Lüge verbreitet werden darf, Masernimpfungen würden unter anderem Autismus auslösen, entsetzt mich. In Zeiten um sich greifender Fake Facts und populistischer Wissenschaftsfeindlichkeit fällt mir bei diesem unsäglichen Artikel einmal mehr das Mantra der Fridays-for-future-Bewegung ein - hört auf die Wissenschaft!

B. S., 04.02.20 10:02

Ich kann Herrn Risse nur vollumfänglich zustimmen. Wie traurig, dass in der von mir geschätzten "Erziehungskunst" ein Artikel wie der von Frau Dr. von Boch erscheinen kann. Wissenschaftlich lange widerlegte Behauptungen werden munter in Umlauf gebracht. Sätze wie" im Umkreis meiner Praxis wird immer wieder von Menschen berichtet..." sind m. E. einer Ärztin, die, auch als Anthroposophin wissenschaftlichen Standards verpflichtet sein sollte, nicht würdig.
Allein die Zahl der Maserntoten weltweit, vor allem in Ländern mit geringster Impfquote, weil die finanziellen Mittel fehlen, sollten vorsichtig werden lassen, über die persönlichkeitsstärkende Auswirkung einer durchgemachten Kinderkrankheit zu spekulieren. Eine Luxusdebatte, die nur aufgrund (noch) bestehender Herdenimmunität möglich ist und Eltern eines Kindes z.B. im Kongo, die sich eine Impfung sehnlichst wünschen würden, wohl nur mit dem Kopf schütteln ließen.
Versöhnlich stimmt, dass der nachfolgende Beitrag von Dr. Till Reckert das Thema Impfen als auch soziale Frage deutlich kennzeichnet.

Nicolas M. , 04.02.20 11:02

Es gibt zwei Formen, wie man diesen Text verstehen kann und will. Die erste stammt von Herrn Risse in dieser Kommentarspalte. Da wird die Autorin der Lüge bezichtigt, die Fake Facts verbreitet und sich simpelstem Verschwörungspopulismus bedient.

In apodiktischer Form wird behauptet, dass die Autorin "immer" einen Sinn in einer Krankheit sehe und "nur" bessere Lebensumstände für den Rückgang der genannten Erkrankungen verantwortlich mache. Letztlich seien die Aussagen der Autorin vielmehr ein "esoterisches Geheimnis", das im Gegensatz zur "offizielle[n] Seite" steht. Auch, wird von "gefährlichen Einzelmeinungen" gesprochen und dem Artikel letztlich Unsäglichkeit attestiert. Frau Dr. von Bochs akademischer Grad wird zugleich ignoriert, indem gefordert wird, auf "die" Wissenschaft zu hören.

Leider scheint es, dass Herr Risse der Autorin nicht zugehört hat oder bereit war, sich auf die Aussagen einzulassen. Interessant, dass sich ausgerechnet in diesem Text eine Stelle über die "Verhärtung des Gehirns" befindet.

Wie der Text auch verstanden werden kann, ist dass die Autorin aufzuzeigen versucht, dass eine Impfung wohlüberlegt sein sollte. Sie rät nicht davon ab, weist jedoch auf die Gefahren hin. Außerdem macht sie deutlich, dass Krankheiten einen Sinn haben können und dass "Heilung" durchaus mehr sein kann, als die Herstellung des Ausgangszustands.

Es sollte es nicht darum gehen, die Schulmedizin mit den Aussagen von Frau von Boch auszuspielen oder ihre Aussagen als konträr zu "der" Wissenschaft zu sehen. Bei diesem Text handelt es sich um die wissenschaftliche Perspektive einer praktizierenden Medizinerin. Offensichtlich entspricht der Text jedoch nicht der Ansicht, die sich Herr Risse angeeignet hat. Ob Frau Dr. von Boch deshalb gleich lügt, sei einmal dahingestellt.

Bei Frau Scherhans' "Luxusdebatte" frage ich mich, ob die Frage über das Impfen deshalb nicht mehr geführt werden darf? Ebenso die über Krankheiten?

Ich denke diese Plattform der Erziehungskunst ist ein Ort für aufgeklärte Eltern, welche die bewusste Entscheidung getroffen haben ihr Kind auf eine Waldorfschule zu schicken. Daraus schließe ich, dass wir es im Großteil mit selbständigen Menschen zu tun haben, denen keiner vorschreiben muss, was sie zu denken, zu fühlen oder zu wollen haben, geschweige denn auf was sie zu "hören" haben. Und in diesem Sinne ist auch der Text verfasst.

Die Schulmedizin ist die Grundlage der anthroposophischen Medizin.

Zu Fragen über Krankheit und Impfen gibt es verschiede Auffassungen, verschiedene Studien und keine "eindeutige" Ansicht. Wer die Pluralität der Wissenschaft nicht vermag anzuerkennen oder zu denken, ist allenfalls pseudoskeptisch und dogmatisch.

Till Reckert, Reutlingen, 05.02.20 19:02

Als Autor des nachfolgenden Beitrages "Masernimpfung heute: Auch eine soziale Frage" steht mir kein Kommentar zu. Ich möchte hiermit nur feststellen, dass beide Beiträge unabhängig voneinander bei der Erziehungskunst eingereicht wurden. Sie stehen deswegen völlig unverbunden nebeneinander. Durch ihre Platzierung könnte man sie als eine Pro- und Kontradarstellung verstehen, als solche sind sie jedoch nicht gemeint. Dennoch bin ich umso mehr froh, dass ich mir die Arbeit zu meinem Manuskript gemacht hatte, auch um die Konsensprozesse in der Gesellschaft anthroposophischer Ärzte, die im Masernmerkblatt (an dem ich mitarbeitete) ihren Niederschlag finden, stärker publik zu machen.
Till Reckert

Hans U. P. Tolzin, 71083 Herrenberg, 08.02.20 17:02

Selbstverständlich liegt bei jeder schwer verlaufenden Infektion eine persönliche Disposition vor. Beweis: Bei jeder Infektionskrankheit gibt es symptomlose Verläufe, bei den Masern "Stille Feiung" genannt. Was "nahezu sämtliche medizinwisschenschaftlichtlichen Erkenntnisse und Errungenschaften der letzten 150 Jahre" geflissentlich übersehen, sind die Faktoren, die dafür verantwortlich sind, dass Infektionen entweder symptomlos, leicht oder schwer verlaufen.

Bereits bevor die erste Masernimpfung zur Verfügung stand, ist in Deutschland die Masernsterblichkeit um 99 % gefallen (Deutsches Reich: 1900, BRD, 1962). Diese Zahlen stammen von offiziellen Statistiken. Nicht nach den Gründen zu fragen, ist ignorant.

Der Zusammenhang zwischen Blutzuckerspiegel und Infektionsanfälligkeit ist seit den 1940er Jahren bekannt und bis heute hat sich nichts daran geändert, dass eine möglichst vollwertige Ernährung möglichst ohne isolierte Kohlenhydrate die Gesundheit fördert und unanfälliger gegenüber Infektionen macht.

Auch dass ein länger anhaltendes Fieber von 42 Grad "ziemlich sicher" zum Tod führt, ist eine Behauptung, die durch die Praxis oft genug widerlegt wird. Natürlich nur in Fällen, wo auf symptomunterdrückende Medikamente verzichtet und dafür der Organismus z. B. durch natürliche Mikronährstoffe unterstützt wird.

Herr Risse bezichtigt offenbar alle Forscher, die der aktuellen Mehrheitsmeinung widersprechen, der Verschwörung und ist somit selbst ein Verschwörungstheoretiker, den man nicht ernst nehmen kann.

Zur Spanischen Grippe: Es gibt zeitgenössische Zeitungsberichte, z. B. in der Washington Post, darüber, dass dem Massensterben insbesondere in den US-Kasernen wilde Impfexperimente an Soldaten vorausgingen.

Karola Schmitt, Markt Nordheim, 11.02.20 17:02

liebe besorgte und liebende Eltern,
ich halte Herrn Tolzin für den bestinformiertesten Menschen hier in Deutschland in Bezug auf Impfen.
Impfen ist der größte Medizinbetrug des vergangenen Jahrhunderts!
Wer die Erkenntnisse von Dr. Hamer kennt, weiß, wie Krankheit entsteht und das kein Angriff von außen nötig ist, um die Urprogramme von Flucht und Heilung einzuleiten. Bakterien und Pilze sind unsere Helfer seit Urzeiten und sie bewahren das Leben der Erde und der Geschöpfe. Leben ist kein Kampf, sondern immer Symbiose, egal, was uns die Medien einreden wollen.
Bitte beschäftigen Sie sich ehrlich mit den wahren Umständen der sogenannten Seuchen und sie werden die Ängste, Mängel und Qualen, die diese Menschen erlebten als Ursache feststellen.
Bitte bewahren Sie die neuen Kinder vor der gleichen Blindheit ihrer ausgesuchten Eltern und beenden wir das Drama des Impfens, ohne dass verurteilt oder entzweit wird.
gehen wir einfach weiter und verändern uns zum Besseren, gemeinsam mit den Kindern und der Erde. BITTE lassen Sie nicht zu, dass dieses Thema, das ja wieder nur Geld zu den Eliten bringen soll und ihnen Macht über uns gibt, die Menschen, hier besonders die liebenden Eltern trennt! Das Leben ist perfekt, es ist keine Angst nötig, wenn wir uns bewusst werden, das alles zusammenhängt und wir eine Art sind, verbunden mit allen Wesen die in und um uns herum sind.
Danke!

Dirk Schade, Tynec nad Sazavou, CZ, 13.02.20 00:02

Es ist immer wieder erstaunlich, wie manche vermeintlich besser Informierten glauben, die Deutungshoheit für sich beanspruchen zu können und 'abtrünnige Meinungen' mit Kampfbegriffen aus der Diffamierungskiste (Verschwörungspopulismus, esoterisches Geheimnis) abkanzeln, statt auf die aufgezeigten Aspekte der Autorin wissenschaftlich einzugehen und sie ggf. zu widerlegen (Rückgang der Seuchen lange vor Einführung der Impfungen). Empörungspopulismus würde ich das nennen...
Kommt es denn niemandem in den Sinn, dass es möglicherweise vulnerable (=verletzliche) Bevölkerungsgruppen geben könnte, die besonders anfällig für Impfnebenwirkungen sein könnten und die vor unüberlegten Impfungen geschützt werden müssen, weil sie einem besonderen Risiko ausgesetzt sind, z. B. durch potenziell allergene oder toxische Inhaltsstoffe von Impfungen, auf die sie empfindlicher reagieren als der Rest der Bevölkerung? Es gibt immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse in dieser Richtung. Man schaue nur bei den zum Großteil antrophosophisch ausgerichteten Ärzten für individuelle Impfentscheidung. Es gibt kaum eine Ärztegruppe, die sich so fundiert mit dieser Thematik auseinandersetzt (z. B. Impfungen und Autoimmunerkrankungen).
Statt altbacken ein "One-size-fits-all" zu fordern, dem sich alle unterzuordnen haben, geht der Trend in der allopathischen Medizin doch zur individuellen, evidenzbasierten Medizin unter Berücksichtigung der persönlichen Einzellfallsituation. Und da spielen empirische Erfahrungswerte, wie sie die Autorin anführt, sehr wohl eine gewichtige Rolle. Nur beim Impfen muss alles der Einheitsbrei sein, von dem sich keiner - ob gesund oder chronisch krank - ungestraft abwenden darf. Schon seltsam...

Anna Sophia Hellmich, Bremen, 19.02.20 11:02

Ich kann Herrn Schade nur zustimmen und bin all jenen dankbar, die sich konstruktiv und respektvoll geäußert haben. Dr. von Boch verfügt über eine große berufliche Erfahrung als anthroposophische Ärztin. Wenn sie schreibt »in meiner Praxis wird immer wieder berichtet ...«, dann ist daran nichts Unprofessionelles. Es ist allenfalls unprofessionell, eine solche Aussage der Lüge zu bezichtigen. Manches bringt man aus der eigenen Beobachtung ein, gerade in diesem Beruf, und man könnte Patienten kaum helfen, wenn man sein Wissen nur aus Büchern und Studien hätte und nicht zusätzlich die eigenen Beobachtungen, wozu Rudolf Steiner die Lehrer und gerade auch die Ärzte anregt, ebenfalls sorgfältig pflegen würde.

Impfungen können von mehreren Seiten betrachtet werden, was ja in dem Artikel auch ganz sachlich geschieht. Es ist durchaus berechtigt, die Sorgen mit zu nennen, die Rudolf Steiner diesbezüglich geäußert hat – wo eigentlich eine Gesellschaft sich hin entwickelt, die ohnehin in einer deutlichen Verhärtungstendenz steht, wenn zusätzlich auch noch diese Impfstoffe pauschal jedem eingeimpft werden. Was macht das im Geistigen, was macht das mit uns Menschen, mit unseren Kindern, mit diesem Planeten? Stehen wir nicht schon mitten in den Folgen des harten Materialismus drinnen? Wer in einer Zeitschrift über Waldorfpädagogik mit Ernst darauf hinweist, ist kein Lügner und auch nicht unwissenschaftlich. Auch das ist ein berechtigter Standpunkt. Soviel Toleranz sollten wir hier haben – dass man sich besorgt und zugleich respektvoll äußern und sich austauschen darf. Ich bin dankbar, dass die „Erziehungskunst“ mutig solchen brennenden Themen als Plattform zur Verfügung steht. Darum sollte es uns gehen – nicht um Grabenkämpfe!

Andrea Breitenmoser, 22.02.20 21:02

Herzlichen Dank für alle Perspektiven und unterschiedlichen Blickwinkel. Wir sind alle (w)richtig! Ich bin als Mutter zweier Kinder schlicht und einfach auf Wahrhaftigkeitssuche, habe ein komisches Gefühl, das sich verstärkt hat je mehr ich weiß und je mehr ich in das Thema eintauche, desto mehr Fragen stellen sich mir, um mich für die Gesundheit meiner Kinder entscheiden zu können. Wer hat den jetzt Recht? Und die ganze Wahrheit erkannt und alle komplexen Zusammenhänge durchdrungen? Oder geht es eventuell um ganz was anderes? Was braucht es für s GemeinWohl, ein friedvolles Miteinander und unser aller Gesundheit wirklich wirklich?

Mich begeistert es total voneinander und miteinander spielen(d) zu lernen. Gemeinsam zu forschen, wachsen und strahlen! ;-) Und jede/r darf einfach ganz präsent im JETZT sein mit allem was da ist!

Bei meiner Recherche bin ich u. a. auf zwei Videos gestoßen die mir die Haare zu Berge stehen lassen, selbst wenn nur ein Bruchteil stimmen sollte wird mir schlecht! Daher interessiert mich ihrer aller Meinung, um mir ein größeres Bild vom großen Ganzen machen zu können.

Auf mich als unbedarfte Leihin wirkt diese Frau wie eine Pionierin, Wahrheitssuchende, akribische Recherchiererin und Normhinterfragerin bis zur Wurzel. Hat sie den roten Faden, die verlässliche Wahrheit gefunden, die wir uns alle wahrscheinlich wünschen?
Anita Petek-Dimmer: Impfungen: Sinn oder Unsinn?
https://youtu.be/Rlj6SREdgtE

Analyse vom Beipackzettel des MMR-Impfstoffes Priorix: https://youtu.be/l2mSac1X18g

Herzlichen Dank für s Lesen meiner Fragen und eventuelle Antworten. Ich nutzte diesen Raum jetzt einfach um eventuell mehr Klarheit zu bekommen ;-)

Lernfreudige Herzensgrüße sendet Ihnen
Andrea Breitenmoser

Klaus Binding, Gifhorn, 08.03.20 12:03

Der Sinn des Krankwerdens

Krankheit ist Unglück, Krankheit ist lästig, Krankheit stört…
Der Kranke fragt: Verdammt, warum habe ich diese Erkrankung? Die Schulmediziner antworten: weil du dich angesteckt hast, weil du dich falsch bewegt hast, weil deine Gene dafür verantwortlich sind.
Aber warum passiert das gerade mir? Hat das etwas mit meinem Lebensweg zu tun, mit meiner Art zu leben, mit meinem Denken, Fühlen und Handeln?
Fragen über Fragen!
Die Hochschulmedizin kann sie nicht beantworten. Ihr Gebiet ist der physische Körper und seine biochemischen Funktionen. Der Mensch wird auf seinen Körper reduziert – eine therapeutisch-tödliche Sackgasse!
Der Mensch ist weit mehr als sein Körper. Er ist ein denkendes, fühlendes Wesen mit einem einzigartigen Lebensweg. Nie können zwei Menschen die gleiche Biografie haben. Wenn Strafe und Zufall ausgeschlossen werden, muss Krankheit mit unserem Lebensweg zusammen hängen, und muss mehr bedeuten als eine unerklärliche, körperliche Abweichung vom Normalzustand. Wäre Krankheit nur körperlich wäre sie sinnlos, wäre sie gar nicht existent, weil der Körper die Krankheit nicht erlebt. Krankheit wird in der Seele erlebt.
Es gibt nichts Sinnloses auf dieser Welt, am allerwenigsten im Leben eines Menschen. Der Sinn des Krankseins ist das Gesundwerden, das Gesundwerden des Menschen als geistig-seelisches Wesen- der Körper hat dabei Signalfunktion. Die Symptome zeigen als Helfer die Richtung, sind nicht selbst die Krankheit. Krankheit entsteht ausschließlich im Seelisch-Geistigen, im Fühlen und Denken, Psychosomatik ohne Ausnahme! Krankheit ist der Korrektur-Versuch und die Chance wieder in Harmonie mit den individuellen Lebensaspekten zu kommen.
Falsches Denken, Fühlen und Handeln führt zu Krankheit, wobei falsch nicht als moralische Wertung zu verstehen ist, im Sinne von böse oder unsozial. Falsch meint ganz konkret, falsch für meinen Lebensweg, für meinen persönlichen Lebenssinn.
Wann immer der Mensch gegen sein Wesen ( früher sagte man auch Bestimmung oder Berufung, die jeder nur für sich allein finden kann), gegen seine individuelle Lebens-Idee ( so nenne ich es) agiert, setzt Krankheit ein.
Es zeigt sich wie grundfalsch es ist, die Krankheitssymptome, als ausgesandte Signale, für die Krankheit zu halten und sie vernichten zu wollen… durch das Ausschalten des Feuermelders verschwindet nicht das Feuer!
Symptome dürfen nicht bekämpft werden, sondern müssen durch Behebung der seelisch-geistigen Ursachen überflüssig gemacht werden. Ein harmonisches Seelenleben braucht keine Symptome als Hilferufe auszusenden.
Nur Therapie, die den Menschen als Körper-Seele-Geist-Wesen betrachtet und behandelt, führt zu wirklicher Gesundheit, zu seelisch-geistiger Ausgeglichenheit und Symptomenfreiheit.
Homöopathische Therapie zielt nicht auf Beseitigung von Symptomen ab, obwohl die bei erfolgreicher Behandlung verschwinden, sondern auf Heilung des „höheren Menschen“.
Hahnemann sagt im ersten Paragraphen seines Organons der Heil-Kunst: „ Des Arztes höchste und einzige Aufgabe ist es kranke MENSCHEN gesund zu machen, was man Heilen nennt.“ Es geht um den Menschen, nicht um eine Krankheit. Hahnemanns Menschenbild ist eindeutig und ganzheitlich: der gesunde Körper als Werkzeug des vernünftigen uns innewohnenden Geistes ( unser ICH ), zur freien Entfaltung unserer höheren Lebensaufgabe. (Organon § 9)
Und der Berliner homöopathische Arzt und Gründer der ersten europäischen buddhistischen Gemeinde in Berlin, Paul Dahlke (1865-1928) sagte: Symptome sind Hunger… nach dem Simile, der passenden homöopathischen Arznei.

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