»Ich bin kein Verlierer, sondern ein großer Held«. Computerspielsucht oder wie schnell Jugendliche im Internet verschwinden

Von Ayla Binder, Dezember 2009

Ayla Binder ist 18 Jahre alt und spielt seit anderthalb Jahren das Onlinespiel »Guild Wars«. Das Thema ihrer Jahresarbeit in der zwölften Klasse war »Computerspielsucht«. Darin berichtet sie über von ihr durchgeführte Umfragen, erklärt das Computerspiel »Guild Wars« und erzählt, wie sie süchtig wurde. Sie zeigt allgemeine Gefahren von Online-Spielen auf, gibt Tipps für Eltern, worin die ersten Anzeichen einer Sucht bestehen, und Hinweise, was gegen sie getan werden kann. Aus dieser eindrucksvollen Arbeit bringen wir Auszüge.

Man kann einfach sein, was man will. »Guild Wars«.

Das Hauptproblem bei der Computerspielsucht ist, dass sie sich im Gegensatz zu anderen Süchten viel länger im Verborgenen hält. Man bemerkt die Sucht erst, wenn es fast zu spät ist.

Eigentlich beschäftigte ich mich vor meiner »Computersucht« nicht sehr viel mit dem Computer. Es interessierte mich nicht und die einzigen Computerspiele, die ich gelegentlich spielte, waren »Sims« und »Age of Empires«.

Mein Interesse wurde geweckt, als ich bei meinem Bruder zuschaute, wie er online Spiele spielte. Meist waren das »Counter Strike«, »Unreal Tournament« und »Guild Wars«. Ich durfte nur zusehen, was mir nichts ausmachte, da ich die Spiele sowieso nicht verstand, nur dass es um das Töten anderer Figuren ging.

Die plötzliche Wendung kam mit seinem Schritt ins Arbeitsleben. Er hatte keine Zeit mehr für den Computer und hörte mit dem Online-Spielen auf. Als er eines Nachmittags dann in mein Zimmer kam, »Guild Wars« in der Hand, und mich fragte, ob ich denn nicht mal spielen wolle, lehnte ich ohne Zögern ab. Doch als er mir dann sagte, dass er mir das Spiel erklären würde und es ganz lustig sei, stimmte ich letztlich zu. 

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Printausgabe des Heftes 12 / 2009.

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