Ideologie Klimaschutz

Von Michael Kalisch, Dezember 2009

Ein vom Menschen verursachter Klimawandel lässt sich nicht nachweisen. Die entsprechende Doktrin ist ein Produkt interessierter Kreise. Sie sollte möglichst schnell aufgegeben und aus unseren Schulen verbannt werden, damit sich Politik und Gesellschaft den tatsächlichen Problemen widmen können.

Erziehungskunst 10 / 2009

Gleich ein kritischer Leserbrief zur ersten Nummer der Erziehungskunst in neuem Gewand, die so viel Interessantes und Positives enthält - ein unheilbarer Nörgler? Zu dem Beitrag über beispielhafte Maßnahmen zum Klimaschutz kann ich mir einen Kommentar nicht versagen, denn ich befasse mich seit Jahren mit der Thematik und kann die kritiklose Übernahme der Aussagen eines einzigen Klimaforschers nicht akzeptieren - zitiert wurde Prof. Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dem man wohl einräumen darf, dass er nicht nur einer der »führenden«, sondern am liebsten der einzige meinungsbildende Klimaforscher in Deutschland sein möchte; er berät auch die Bundeskanzlerin.

Aber das Positive doch an erster Stelle: Vorbildlich sind die dargestellten Initiativen der Ravensburger Waldorfschule oder das Kompostieren von biologischen Abfällen, wie es die Firma Soil&More tut, und die Arbeit von Ibrahim Abouleish, die die Wüste zum Grünen bringt. Dass wir aus Europa solche Bemühungen mit einer Art »Strompfennig« unterstützen können, finde ich sinnvoll. (Abgesehen davon ist der Handel mit Emissionsrechten problematisch).

Aber man darf fragen: warum nicht einfach so handeln, weil es notwendig ist, der Bodenerosion und Wüstenbildung entgegenzuwirken, statt es mit »Klimaschutz« zu begründen? Dass dies den »Treibhauseffekt« verringere, dass wir überhaupt durch derartige Maßnahmen eine drohende Erwärmung der Atmosphäre abwenden könnten, ist aus mehreren Gründen unsinnig. Leider unterliegen wir seit Jahren einer medialen und politischen Indoktrination, die uns »aufklärt«, dass wir durch den fortgesetzten Ausstoß von »Treibhausgasen« (nicht »Treibgasen«, wie es am Anfang des Textes von Gerda Brändle hieß) den Treibhauseffekt »mit schwerwiegenden Folgen für die Umwelt« steigern: mit einer dramatischen Klimaerwärmung, die angeblich noch in diesem Jahrhundert 2° erreichen und möglicherweise auch die Meeresspiegel um mehrere Meter anheben könnte, wenn wir nicht »drastisch CO2 reduzieren«. Betont wird immer wieder, dies sei der Konsens der Mehrheit »führender« Klimaforscher, und die Diskussion sei längst beendet, womit jeder Widerspruch im Keim erstickt wird. Der gilt sogar als moralisch verwerflich (ein »Skeptiker« kann doch nur von der Erdölindustrie bezahlt sein). Ich bin in diesem Sinne ein Skeptiker und habe mit vielen weiteren korrespondiert. Ich kenne keinen, der dadurch reich geworden wäre, aber für die »führende« Klimaforschung fließen jährlich Milliarden weltweit.

Die Treibhaus-Doktrin enthält sowohl im Fundament wie in ihren Folgerungen so viele Mängel, dass ich hier ein Buch darüber schreiben müsste. Daher muss ich mich auf Stichworte beschränken - auf die Gefahr hin, als Feind der Menschheit zu gelten. Mir ist aber nichts wichtiger als dies:

  • Anstelle einer pseudoökologischen Diskussion, die alle bestehenden oder erwarteten Umweltprobleme dieser Erde dem Klimawandel zuschreibt und die All-Lösung im CO2-Reduzieren sieht, müssen wieder die wahren Ursachen der Probleme benannt werden, meistens lokale/regionale Eingriffe und »Sünden«;
  • Es muss öffentlich transparent gemacht werden, wie diese Klimadiskussion von politischen Zielsetzungen dirigiert wird, so dass die ständig wachsende Zahl von wissenschaftlichen Kritikern nicht einmal als solche zugegeben wird - geschweige denn einzelne ihrer Argumente ernsthaft diskutiert werden, wie es einer wissenschaftlichen Wahrheitssuche »in progress« angemessen wäre;
  • Ferner sollten die Behauptungen mit den Fakten verglichen werden, überhaupt sollte wieder Empirie die erste Stelle im Bewusstsein einnehmen, statt einer längst demontierten Theorie und fragwürdigen Zukunftssimulationen mit riesigen Rechnern, die keiner nachvollziehen und daher nur gläubig annehmen kann.

Der Behauptung von der unaufhaltsam voranschreitenden Erderwärmung stehen z.B. die Satellitendaten gegenüber, die eine globale Abkühlung der letzten Jahre zeigen, trotz stetiger Zunahme des CO2 (wobei regional - in der Arktis - abweichende Prozesse ablaufen). Oder es sollte erwähnt werden, dass parallel zur letzten Erwärmungswelle auf anderen Planeten und Monden unseres Sonnensystems auch Erwärmungsvorgänge entdeckt worden sind, woran nur die Sonne schuld sein kann; oder dass über große Entwicklungszeiträume der Erde zwischen dem Verlauf der CO2-Kurve und der globalen Temperatur keine klare Korrelation besteht, wenn aber eine erkennbar ist (während der Eiszeiten), dann war immer die Temperaturveränderung das Führende, die CO2-Kurve lief hinterher. Al Gore hat in seinem Film »vergessen«, darauf hinzuweisen!

Hingegen ist es frappierend, wie eng die Temperaturkurve der letzten 200 Jahre mit der Sonnenaktivität korreliert. Sie steigerte sich im 20.Jh. zu einem vorher nie beobachteten Ausmaß. Die gegenwärtige Abkühlung aber (in keinem Modell des IPCC vorausgesagt) korrespondiert wunderbar mit der bereits schon wieder historisch zu nennenden Inaktivität der Sonne – ein neuer Sonnenfleckenzyklus hat längst begonnen, aber die Solarforscher staunen, warum die Sonne so inaktiv bleibt. Und dann sollte man pädagogisch anstreben, der gegenwärtigen Zeit den Wahn eines »gleichbleibenden, stabilen Klimas« wieder auszutreiben. Klima war immer wandelbar, und es war nicht nur Störfaktor, sondern Mitgestalter der menschlichen Kulturentwicklung. Aber die härtesten Zeiten waren die Kälteperioden, nicht die Warmzeiten.

Es gibt weltweit Meteorologen, Geologen, Klimahistoriker, Ökologen, Physiker, Mathematiker, Statistiker u.v.a., die Argumente gegen die Treibhausdoktrin vorzubringen haben - von milder Kritik bis hin zu kategorischer Ablehnung. So ist Wissenschaft in Wirklichkeit – was uns in den Medien vorgespielt wird, ist ein politisch gewolltes Konstrukt. Und damit ist auch die Freiheit des Geisteslebens ernsthaft gefährdet.- Bevorzugt man »Einheimisches«, so wären die deutschen Physiker Gerlich und Tscheuschner erwähnenswert, die die CO2-Treibhausdoktrin und auch die Mathematik der Klimamodelle dekonstruieren. Sie enthält thermodynamisch Unsinniges, vernachlässigt aber Bekanntes, funktioniert nur mit der Annahme bis heute nicht bewiesener Verstärkungseffekte, denn dem einen Dreitausendstel CO2 in der Atmosphäre eine bleibende erwärmende Wirkung zuzuschreiben, widerspricht den Gesetzmäßigkeiten des Gasförmigen, wie überhaupt die Vorstellung vom »Treibhaus«, in dem Wärme eingefangen werden kann. Natürliche CO2-Ausscheidungen – etwa von der atmenden Insektenwelt – übersteigen den menschlichen Beitrag um das Vielfache. Und letztlich ist CO2 kein »Klimagift«, sondern die Grundlage des Pflanzenwachstums.

In der Synthese folgt daraus, dass der Klimawandel des 20./21. Jhs. weder eine Folge unseres »künstlichen Treibhauseffekts« ist, noch durch »drastische« Reduktionsmaßnahmen beeinflusst werden kann - im allerdings unwahrscheinlichen Fall höchstens so marginal, dass es nicht die Abermilliarden lohnt, die für »Kioto« ausgegeben werden. Die Klimaveränderungen dirigiert der Kosmos, nicht CO2-produzierende Industrien und Verbrennungsmotoren.

Also munter weiter so wie bisher? Keineswegs! Herr Schellnhuber verschweigt uns eines: der Erdölverbrauch muss nicht künstlich bis Jahrhundertmitte um 80% heruntergefahren werden; das wird ganz von alleine passieren, weil einfach kein Öl mehr verfügbar ist, das wir noch bezahlen könnten. Das Ressourcenende ist absehbar! Statt uns also mit Lockung oder Strafandrohung zum »CO2-Sparen« zu drängen (der Nutznießer ist nicht das Klima, aber gewiss der Steuereinnehmer), sollte man eine positive Zukunftsaufgabe formulieren – eine Generationsaufgabe: Das Erdöl hat uns großartige Dienste geleistet und ist vielfach noch unentbehrlich; aber es ist endlich. Wir müssen in den kommenden Jahrzehnten viele Bereiche des täglichen Lebens auf neue Energiequellen umstellen. Das erfordert Forschung und Entwicklungsarbeit, für die gezielt Geld einzusetzen ist, und zwar nicht immer neue Steuern der Verbraucher, sondern ruhig auch die Milliardenüberschüsse der Energieerzeuger!

Gleichzeitig gilt es die empfindliche Atmosphäre des Geisteslebens vor dem Gift nützlicher Ideologien zu schützen - seit dem Zusammenbruch des Kommunismus hat die Wachheit in dieser Richtung in bedenklichem Maße abgenommen! Ich möchte nicht, dass unsere Kinder in einem Treibhaus pseudowissenschaftlicher Dogmen und Denkverbote aufwachsen – und in dem Größenwahn, wir könnten das »Klima retten«. Zur Förderung dieser kritischen Wachheit ist die Waldorfschule doch geradezu prädestiniert. – Ich habe diese Schule selbst bis zum Abitur besucht.

Lesen Sie die Replik auf Michael Kalisch von S. Kümmel und A. Schad

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

Folgen