You are never to small to make a difference

März 2019

»You are never to small to make a difference«, das sagte die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg in ihrer Rede »Climate justice now« auf der Klimakonferenz in Polen. Sie sprach davon, dass niemand von uns zu klein ist, um etwas zu verändern.

Emilia Mattukat

Greta streikt schon seit Wochen und geht freitags nicht in die Schule. Sie findet, dass es nichts bringt, dorthin zu gehen, wenn alles, was Wissenschaftler über den Klimaschutz und -wandel herausfinden, sowieso nicht berücksichtigt wird. In vielen Ländern der Welt haben sich nun schon Kinder und Jugendliche dem angeschlossen und streiken freitags unter dem Motto »Fridays for Future«, indem sie ebenfalls nicht zur Schule gehen.

»Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!«, rufen jetzt jeden Freitag Gruppen von Jugendlichen. Und genauso ist es ja auch und das will Greta Thunberg ändern. »The change is coming whether you like it or not. The real power belongs to the people.« Sie sagt damit, dass, egal ob die Politiker es gut finden oder nicht, die Veränderung schon da ist, da die wahre Kraft bei uns liegt und wir alle zusammen etwas verändern können. Greta zählt nicht mehr auf die Politik: »You have ignored us in the past and you will ignore us again.« Tatsächlich blieb die Klima-Konferenz in Polen ohne große Ergebnisse. So kann das nicht weiter gehen. Und genau deshalb haben Greta und wir, die anderen Jugendlichen, auch nicht vor, so schnell wieder aufzuhören. Denn das ist unsere Zukunft!

 »You say you love your children above all else and yet you are stealing their future in front of their eyes. It is the suffering of the many which pay for the luxury of the few.« Schon mit acht Jahren konnte Greta nicht verstehen, weshalb denn niemand etwas unternimmt gegen den Klimawandel. Sie wusste nur, es passieren schlimme Dinge auf dieser Welt, von denen wir zwar wissen, aber gegen die wir nichts tun, auch wenn wir es könnten.

Nur über das Nötigste reden

Greta fiel mit elf Jahren in eine Depression, aß und redete kaum. Etwas später wurde klar, dass sie Autistin ist. Sie selbst sagt, dass sie alle Menschen, die keine Autisten sind, als komisch empfinde, da sie durch ihr

Anderssein nur das Nötigste redet. Sie sagt, dass die anderen Menschen über so viel reden, was überhaupt nicht wichtig ist. Wenn sie Vorträge hält, redet sie nur das Nötigste und bringt ihre Botschaft klar und deutlich rüber, ohne große Emotionen, einfach nur das, was sie zu sagen hat. Ich glaube, das macht sie auch so bewundernswert.

»I don‘t care about being unpopular. I care about climate justice and the living planet.« Ich bin komplett auf Gretas Seite. Ich kann und will das hier weder verstehen noch akzeptieren. Unsere Generation will vielleicht später auch gerne Kinder haben, ihnen eine schöne Zukunft schenken, genauso wie ihr uns jetzt. Wieso macht ihr dann das genaue Gegenteil und hinterlasst uns einen verdreckten Planeten, mit »Plastik-Inseln« in den Meeren, vergifteten Lebensmitteln und gerodeten Regenwäldern? Wieso nehmt ihr dem Boden die wertvollsten Nährstoffe und wieso lasst ihr die Welt nicht einfach in Ruhe? Auf all diese Fragen hätte ich gerne eine Antwort, die mir aber niemand geben kann und wird. Wir können jeden auf unserer Seite gebrauchen, der mithilft, die Sache noch irgendwie zu kippen. Denn wie Greta sagt, »you are never to small to make a difference!«

Zur Autorin: Emilia Mattukat ist 15 Jahre alt und besucht die »Freie Gemeinschaftsschule« in Bremen. Sie ernährt sich klimafreundlich vegan.

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