Alle Weltreligionen befürworten Organspende

Von Gregor Grabowski, Juni 2013

Leserbrief zu Christel Traut »Thema Organstransplantation« in der Erziehungskunst, März 2013.

Der Bericht von Christel Traut ist an vielen Stellen fehlerhaft!

Erstens ist die Entscheidung zur Organspende nicht aufgenötigt, denn sie ist frei. Der einzige Grund dieser Entscheidungslösung ist, dass der Mensch sich mit dem Thema Organspende beschäftigt, so dass im Falle eines tragischen Schicksals, welcher fast immer vorliegt, wenn jemand hirntot ist, den Angehörigen die Entscheidung für oder gegen die Organentnahme leichter fällt. Am Ende müssen trotz Organspendeausweis immer die Angehörigen entscheiden. 16-Jährigen, die so verantwortungsbewusst sind, dass sie im Straßenverkehr teilnehmen können, sollte man nicht absprechen, dass sie ihren Angehörigen bei dieser Entscheidung helfen können.

Zweitens: Definitiv stimmt die Darstellung des Hirntodes nicht. Ein Hirntoter stirbt sofort, wenn man nicht den Hormon- und Stoffwechselhaushalt durch Medikamente manipuliert. Es gibt keinen einzigen Fall, bei dem ein für hirntot erklärter Mensch zurück ins Leben gekommen ist.

Drittens: Schmerzmittel werden einem hirntoten, potenziellen Organspender nicht wegen möglicher Schmerzen gegeben, sondern zur Unterdrückung spinaler Reflexe.

Viertens: Die Kosten für Medikamente belaufen sich bei einfacher Lebertransplantation nicht einmal auf ein Drittel der angegebenen 150.000 Euro. Alle großen Weltreligionen befürworten die Organspende. Das tibetische Totenbuch beschreibt einen über 40-tägigen Todesprozess, bis die Seele den Leib verlässt. Trotzdem werden bei uns die meisten Toten nach wenigen Tagen verbrannt. Ich bin mir sicher, dass auch die Anthroposophie nach Steiner vollkommen vereinbar mit der Organspende ist. Meine vierjährige, kombiniert leber- und nierentransplantierte Tochter geht in Ravensburg in den Waldorfkindergarten.

Zum Autor: Gregor Grabowski ist Vorsitzender des Förderkreises chronisch nierenkranker Kinder und Jugendlichen e.V. und Yogalehrer

Link: www.anthroposophie-lebensnah.de/lebensthemen/ethische-fragen/organtransplantation/

Zum Artikel von Christel Traut

Kommentare

Maria , 07.06.13 01:06

Mein Erstens: Es ist schön, daß Herrn Grabowski´ s Tochter leben kann, aber eine Entscheidung zur Organspende und/oder Organannahme ist eine höchstpersönliche Entscheidung, mit falschen manipulativen Behauptungen geht es keinem von uns besser!

Zum "Zweitens" des Herrn Gregor Grabowski:
Wioletta, eine Hirntodfehldiagnose ?
http://www.youtube.com/watch?v=C8geRhFdixs

Tot ! Eine Hirntod-Fehldiagnose ?
http://www.youtube.com/watch?v=_Vksy1_I_XA

Keine Einzelfälle!

Hirntod ist nicht der Tod !
http://www.youtube.com/watch?v=bzfnFGO_Vqc

Organentnahme statt lebenserhaltender Therapie? Teil I
http://www.youtube.com/watch?v=AJBWBENLJyA
In seinem Interview spricht Prof. Coimbra auch über die richtige Behandlung von schwerst Schädelhirnverletzten, die oftmals für hirntot erklärt werden. Er berichtet über die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf diesem Gebiet.

Der tödliche Apnoetest Teil II
http://www.youtube.com/watch?v=t3JUbnn7gqw

usw.

Maria , 21.07.13 00:07

http://www.organosprotection.com/MedRechtSituationDE.html
§§3 und 4 TPG Deutschland, BGBI (Bundesgesetzblatt) Nr. 273/1982 und § 62a KAG Österreich, Maastricht Protokoll 1995
Bevölkerungsinformation Deutschland
"Hinwegtäuschung über die tatsächliche rechtliche Explantations-Situation in Deutschland und was Sie als Deutscher bei Urlaub oder Geschäftsreise im Ausland tatsächlich erwarten kann, am Beispiel Österreich und Spanien erklärt, sowie illustriert am Beispiel eines Deutschen Urlaubers, der in Österreich nach einem Schiunfall ohne vorherige Benachrichtigung der Angehörigen völlig "explantiert" und der verbliebene
(medizinisch) "Kadaver" hinterher zurückgeschickt wurde."

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/der-organ-opfer-ausweis

Bernhard Höne, München, 26.03.19 09:03

Hat man in der Waldorfpädagogik überhaupt noch eine Ahnung von Anthroposophie??

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