Inspirierende Anregungen

Von Rainer Monet, März 2019

Leserbrief zu Michael Birnthaler, »Holokratie« in Heft 3, März 2019.

Dr. Michael Birnthaler ist profunder Kenner der Waldorfschule und selber Sozialunternehmer. Er wirft einen erhellenden Überblick auf das soziale Ganze und die ihm innewohnenden Ebenen. Holokratie macht vor allem eines offenbar: Potentiale für Veränderungen, wie aber auch verdeckte Machtstrukturen und Ängste. Wie kann es Waldorfschulen gelingen, den Weg zu effektiveren und agilen Formen der Selbstverwaltung zu finden, ohne den Kern aus den Augen zu verlieren?

Auf diese Frage findet der Artikel über Holokratie sehr inspirierende Anregungen. Zum Beispiel der dienende Charakter in einer modernen Führungskultur oder das oftmals falsch verstandene Mandatsprinzip. Weiterführend ist auch die Darstellung der unterschiedlichen Ebenen zwischen bürokratischen und holokratischen Führungsstrukturen. Hier können Vorstände und Geschäftsführer schnell erkennen, wo Handlungsbedarf ist.Wieder wird deutlich, dass wir Steiners Ideen zu wenig genau studiert haben, geschweige denn umsetzen. Als Nachfolgende haben wir in gewisser Weise eine Aufgabe, seine Ideen auch im Sozialen engagierter anzugehen und umzusetzen. 100 Jahre Waldorf, allemal!

Rainer Monnet war Geschäftsführer der Freien Waldorfschule Markgräflerland und ist Berater für Unternehmensentwicklung in Freiburg.

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