Wasser bewegt

Von Dirk Wegner, April 2010

Wer hat nicht schon einmal einen Wassertropfen fallen und auf eine Wasseroberfläche prallen sehen, zum Beispiel wenn es regnet? Und dann? Ist der Tropfen drin – wie ein fester Körper – oder ist er aufgegangen – wie ein Gas? Das Buch »Wasser bewegt« gibt sowohl dem Laien als auch dem naturwissenschaftlich vorgebildeten Leser Antwort auf diese Frage und in vielfältiger Weise auf die Hauptfrage: Was ist Wasser? Die Autoren, Mitarbeiter des Instituts für Strömungswissenschaften in Herrischried, verstehen es, phänomenologische Wissenschaftlichkeit, das heißt, die Methode richtet sich nach dem Objekt, elementare physikalische Zusammenhänge und philosophische Betrachtungen miteinander zu verbinden. So zum Beispiel über den Wirbel als Urform der Wasserbewegung oder das Verhältnis von Stoff und Form. Themen des Buches sind Strömungs- und Wirbelformen sowie deren Bedingungen, Wellen und Vorgänge mit Tropfen. Darüber hinaus wird über die soziale Kraft des Wassers als Experimentier- und Übungsmedium berichtet. Das Beste sind die kunstvollen Bilder, oft in Folgen: erläuternd, erhellend, ästhetisch. Allein in diesem Buch zu blättern, ist ein Genuss. Und das Allerbeste? Anleitungen zu Versuchen, an denen auch der Laie eigene Beobachtungen machen kann. Was geschieht nun mit dem eintauchenden Tropfen? Viel zu viel, um es hier zu beschreiben. Und viel mehr, als man erwartet. Aber dafür gibt es ja das Buch und die Möglichkeit, einiges selbst auszuprobieren.

Andreas Wilkens, Herbert Dreiseitl, Jennifer Greene u.a.: Wasser bewegt. Phänomene und Experimente, 205 S., zahlreiche Abb., geb. EUR 29,90. Haupt Verlag, Bern 2009

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