Nichts Schöneres

Von Norbert Kutzera, März 2016

Leserbrief zum Editorial »Abgeschoben« im Märzheft der Erziehungskunst.

Guten Morgen Herr Maurer,

mit viel Interesse habe ich Ihr Editorial gelesen. Das war lange überfällig.

 Ist es nicht schön, wenn man abends von der Arbeit kommt, die Kinder gut versorgt sind und man sich auf entspanntes Spielen mit den Kindern und ein gutes handgemachtes Essen von der Frau freuen kann?

Ja, Herr Maurer, Sie haben recht.

 Amerika verroht, dort ist es lange schon üblich, die Kinder in Ganztagsschulen oder zu Nannies zu geben und in den Sommerferien in ein Sommercamp. Dabei wissen die Eltern gar nicht, was sie verpassen.

Auch die Waldorfschulen sind nicht perfekt und manchmal »menschelt« es mehr als in normalen Schulen, aber ich glaube das kommt durch das enorme Engagement der Lehrer.

 Wir haben drei Kinder und wir genießen das Familienleben und jetzt, wenn die Kinder älter sind, bekommen wir den Lohn unserer Arbeit mit den Kindern. Das Schönste ist doch am Sonntag mit allen zusammen, auch mit den Großeltern zusammen zu essen und zu wissen, egal was im Alter passiert, alle Kinder stehen zu einem und sind bereit, alles zurückzugeben.
 Es gibt nichts Schöneres zu hören, als dass die Kinder die besten Eltern der Welt haben. Das kann keine Karriere ausgleichen.


Viele Grüße und weiter so, wir werden die Waldorfschulen auch unterstützen, wenn die Kinder aus der Schule sind.

Kommentare

Philipp Gelitz, Kassel, 10.03.16 21:03

Entschuldigung, aber jetzt bin ich doch erschrocken über diese konservative Einstellung. Oder habe ich die Ironie nicht verstanden? Kochen Sie doch selber, wenn Sie nach Hause kommen! Und wenn Sie es dann noch selbstlos tun, ohne Hoffnung, dass die Kinder etwas "zurückgeben", dann wird´s...

Dietmar Ferger, Lörrach, 12.04.16 15:04

Alle fünf Beiträge zum Titelthema lassen nur einen Schluss zu:
WIR BRAUCHEN SCHNELLSTMÖGLICH EIN BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN!
Nur mit diesem können sich Eltern die notwendige Zeit und Muße für ihre Kinder "genehmigen" ohne in ein finanzielles "Loch" zu fallen.

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