Platonische Körper in der Kunsttherapie

Von Bernhard Mrohs, November 2018

Das vorliegende Buch ist das wohl umfassendste, das bisher über die kunsttherapeutische Arbeit erschienen ist.

Nach den einleitenden Betrachtungen über die geistesgeschichtlichen und historischen Hintergründe der fünf Polyeder und die Anfänge der therapeutischen Arbeit mit ihnen, widmet sich die Autorin ausführlich der Anleitung zum Plastizieren der Körper. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Formung mittels der Handinnenräume, die Wirkungen des Plastizierprozesses auf das Denken, Fühlen und Wollen sowie die Funktion der einzelnen Glieder der Hand, wie Innenhand, Ballenhand, Finger, für die Formung.

Sie charakterisiert des weiteren die Wirkprinzipien der fünf Körper auf die Gestaltungskräfte im menschlichen Körper und auf die Impulsierung bindender und lösender Qualitäten.

Die einzelnen Schritte von der Kugel bis zu den verschiedenen platonischen Körpern werden detailliert beschrieben. In den anschließenden therapeutischen Ausführungen gibt die Autorin Hinweise zur Indikation und Wirksamkeit der Übungen.

Dieses Buch ist eine Bereicherung für die Arbeit eines jeden Kunsttherapeuten, für Heilpädagogen und für Lehrer. Darüber hinaus ist es Ratgeber für interessierte Laien, die sich eingehender mit der Geometrie der platonischen Körper auseinandersetzen möchten.

Autorin und Verlag ist eine ausgezeichnete Publikation gelungen, die für die anthroposophische Kunsttherapie und darüber hinaus ein Grundlagenwerk darstellt.

Rita Baumgart: Die platonischen Körper in der Kunsttherapie, kart., 352 S., EUR 32,– Verlag Urachhaus, Stuttgart 2018

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