Sprachenlernen ohne Druck und Angst

Von Knut Rennert, Juli 2013

Leserzuschrift zu Elke Hellstern: »Die Fremdsprachen gehören auf den Prüfstand«, Erziehungskunst, April 2013

Die Diagnose des Fremdsprachenunterrichtes kann ich in vielen Aspekten teilen, die vorgeschlagenen Konsequenzen allerdings nicht. Ich erinnere mich gut daran, dass es oft eine Viertel- oder halbe Stunde gedauert hat, bis nach einer Sprachenstunde der Musikunterricht beginnen konnte. An dem Arbeitsverhalten und der Bereitschaft zur Kreativität der Schüler konnte ich ablesen, welche Sprachlehrer eine Klasse hatte. Im Falle einer starken Orientierung an Methoden der Regelschule war beides extrem gedämpft. In Gesprächen wurde von älteren Schülern deutlich zum Ausdruck gebracht, die Sprachlehrer hätten ständig Angst, die Unterrichtsziele nicht zu erreichen. Diese Stimmung würde sich auf sie übertragen.

Eine Sprache zu lernen, geht aber nur mit Kreativität und Liebe. Angst und Druck müssen raus aus dem Sprachunterricht. Die dadurch erzielten besseren Ergebnisse an Regelschulen sind kein Vorbild. Es braucht eine selbstverständlichere Einbindung der Sprachen in das gesamte Schulleben bis in fächerübergreifende Unterrichtseinheiten hinein.

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

Folgen