Blick in die Welt. Internationales Forum Eurythmie in Witten

Von Marion Körner, Juli 2015

Alljährlich kommen an Himmelfahrt über 500 Aufführende – Schüler, Studenten und Bühnenensembles – auf den Annener Berg, um einander an vier Abenden bei mehr als 50 Aufführungen zu präsentieren, woran sie in den letzten Monaten gearbeitet haben. Die regelmäßigen Teilnehmer werden ebenso mit Spannung erwartet, wie die mutigen Neulinge, die sich erstmals präsentieren.

Botucatu Brasil. Foto: © Marion Koerner

Foto: © Marion Koerner

Zeltlager von Teilnehmern. Foto: © Sabina Sabolovà

Überraschungen und Bekanntes in neuer Gestalt verweben sich zum Fest der Begegnung in Bewegung. So waren 2015 bereits zum vierten Mal Schülerinnen und Schüler des Waldorfské Lyceum Praha dabei und begeisterten durch selbst verfasste Dichtungen und Kompositionen und ihre Eurythmie. Barbara Forbakova, Eurythmielehrerin aus Prag, beschreibt den Weg bis zum Forum: »Wir arbeiten intensiv, manche regelmäßig auch in der freien Zeit, gehen durch unsere Krisen, Zweifel, manchmal streiten wir, wissen nicht, wie wir weiter machen sollen, es gibt immer welche, die gegen die Eurythmie kämpfen und Widerstand leisten, welche, die sich beschweren, dass alles blöd ist, welche, die kämpfen, um andere zu motivieren, aber am Ende, sobald unser Programm für Witten fertig ist, ergreift uns eine Kraft, die alle verbindet und erfüllt ...«

Das Internationale Forum Eurythmie, das bereits zum zwölften Mal stattfand, wird durch ein Team von Studierenden der Eurythmieausbildung Witten/Annen organisiert und in der Durchführung von der ganzen Studentenschaft unterstützt. In Witten/Annen gehört beides zusammen: Bewegungskunst studieren und Jugendlichen, Studierenden oder Bühnenprofis einen Raum, ein Forum schaffen, wo diese die Eurythmie in ihrer Vielfalt durch die Kulturen und Lebensalter hindurch erfahrbar wird.

Zur Autorin: Marion Körner ist Mitglied des Kollegiums am Institut für Waldorf-Pädagogik Witten/Annen und gehört der Verwaltungsleitung des Instituts an.

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