Waldorfschüler auf der Weltklimakonferenz in Warschau

Von Nathan Niedermeier, November 2013

Vom 9. bis zum 17. November weilte Nathan Niedermeier mit einer Delegation von »Friends of the Earth International«, einem der drei größten global agierenden Umweltverbände auf der Weltklimakonferenz in Warschau. Nathan ist 17 Jahre alt und Schüler der 12. Klasse an der Freien Waldorfschule Minden in Nordrhein-Westfalen. Er ist im Vorstand der BUNDjugend NRW und dort schon seit nun 3 Jahren aktiv. Hier sein Bericht.

Bevor die Weltklimakonferenz startete nahm ich an zwei Tagen an der internationalen Jugendkonferenz teil, die als Vorbereitung für junge Leute diente. Dort kamen 300-400 junge Menschen aus der ganzen Welt zusammen, die dann gemeinsam über Klimaschutz und andere Themen diskutiert und beraten haben. Ich habe unglaublich viele Menschen kennengelernt, aus Kolumbien, den USA bis hin zu den Philippinen, China und noch viele viele mehr. Es gab viele spannende Gespräche und am Samstagabend eine Party, bei der alle, die Lust hatten, einen musikalischen Beitrag leisten konnten.

Bei vielen kreativen Aktionen innerhalb und außerhalb des Konferenz-Gebäudes habe ich mit organisiert und mitgemacht und mich für ein ambitioniertes, gerechtes und verbindliches neues Klimaabkommen eingesetzt.

Am 14. November hatte ich die außergewöhnliche Gelegenheit, als Jugendvertreter an einer Podiumsdiskussion mit der UN-Klimasekretärin Christiana Figueres teilzunehmen. Gemeinsam mit Sylvia Yirenkyi aus Ghana hielt ich ein Plädoyer für mehr Klimaschutz, für die Zukunft der heutigen Jugend und nachfolgende Generationen. Ich stellte kritischen Fragen und ließ die Anwesenden wissen, womit ich nicht einverstanden bin.

Die Politiker müssen verstehen, dass viele Jugendliche sich mit Themen wie den Folgen des Klimawandels auseinandersetzen. Die Jugend ist gut organisiert und eine starke Bewegung, die die Voraussetzungen, hat um diese Welt positiv zu gestallten. Wir haben eigene Lösungen, doch man muss uns auch die Chance geben, diese Lösungen Wirklichkeit werden zu lassen.

Für Jugendliche ist es nur an drei Tagen möglich, das Konferenzgelände zu betreten und die jungen Menschen über 18, die länger teilnehmen dürfen, haben keinerlei Möglichkeit an der Entscheidungsfindung mitzuarbeiten.

Besonders an der diesjährigen Konferenz war, dass sie von vielen großen Firmen wie BMW Emirates und anderen gesponsert wurde. Damit war ich nicht einverstanden, es kann nicht sein, dass Firmen unsere Zukunft gestalten anstatt wir.

Wir leben in einer Zeit in der die Welt Probleme bekämpfen muss, wie sie noch nie zuvor dagewesen sind. Aber Krisen haben immer das Potenzial Neues hervorzubringen und genau das passiert gerade. Es gibt einen gesellschaftlichen  Wandel, Vieles ist im Umbruch und es ist ein fantastisches Gefühl, Teil dieses Wandels zu sein und ihn mitzugestalten. Egal was die Politiker auch tun, wir können diese Welt verändern und wir sind nicht allein. Es gibt so viele Menschen, das hat mir diese Konferenz wieder gezeigt, die überall in der Welt auf verschiedenste Art und auf verschiedensten Ebenen mithelfen, diese Welt lebenswerter für alle zu gestalten. Sich mit diesen Menschen zu treffen, sich mit ihnen auszutauschen, zu vernetzen und gemeinsam Aktionen zu machen, ist unglaublich motivierend! Sich für diesen Planeten und für die Menschen, Tiere und die Natur einzusetzen, ist unglaublich bereichernd und ich kann nur jedem wünschen, diese Erfahrung zu machen.

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