Film

Waldorfschule – so schön wie im Kino

Von  Ute Hallaschka, Februar 2014

Soll bloß noch einer sagen, Waldorfschulen seien medienfeindlich. Mit diesen und ähnlichen Unterstellungen ist jetzt Schluss. Das Publikum kann sich ein eigenes Bild machen. Im Auftrag des Bayerischen Rundfunks begleitet die Filmerin Maria Knilli die Schüler der Waldorfschule Landsberg am Lech mit der Kamera. Von der ersten bis zur achten Klasse wird die Entwicklung in dieser einzigartigen Langzeitdokumentation verfolgt. Sie zeigt den ganz normalen Schulalltag in beispielhafter Weise: ganz dicht, mitten im Geschehen und doch so unauffällig, dass die Kinder der Kamera keinerlei Aufmerksamkeit schenken. Die filmische Begleitung sind sie vom ersten Schultag an gewöhnt. Der erste Teil der Dokumentation (»Guten Morgen liebe Kinder«) umfasst die ersten... [mehr]

Jugendbuch

Köstliche Düfte

Von  Mareike Stutz, Februar 2014

Seit dem Tod des Großvaters und der Geburt von Sebastian, der mit einem Herzfehler auf die Welt kam, ist in der amerikanisch-puerto-ricanischen Familie nichts mehr wie zuvor. Auch zehn Jahre später haben die Ereignisse der Vergangenheit noch deutlich spürbare Auswirkungen auf die Familie, die sich immer weiter auseinanderlebt. In der Schule wird Sebastian von seinen Klassenkameraden gemobbt, bleibt aber trotz allem ein phantasievoller, lebensfroher Junge. Sein größter Halt ist seine Großmutter »Abuela« Lola, bei der er die Nachmittage verbringt. Deshalb ist es ein großer Schock für ihn, als diese eines Tages einen Schlaganfall erleidet und danach im Koma liegt. Im Krankenhaus begegnet Sebastian einer geheimnisvollen alten Dame, die ihm zunächst Angst... [mehr]

Film

Im Würgegriff von Schule

Von  Ute Hallaschka, Februar 2014

Erwin Wagenhofer hat jetzt den letzten Teil seiner filmischen Globalisierungskritik vorgelegt. Nach »We feed the world« und »Let’s make money« stehen nun mit »Alphabet« die Bildungssysteme auf dem Prüfstand. Was in den ersten beiden Teilen gelang – den Zuschauer aufzurütteln und zum Denken anzuregen – das geht hier leider schief. Die Missstände weltweit vorzuführen und über einen Kamm zu scheren, ist unmöglich. Die Mädchen in Afghanistan oder die Kinder in afrikanischen Ländern setzen ihre ganze Hoffnung in das, was der Film in Bausch und Bogen aburteilt: Schulbildung. Das tun sie gewiss nicht, weil sie von einer Karriere bei McKinsey träumen. Das Sehnsuchtsziel, das alle Ungebildeten letztlich anstreben, ist Autonomie. Wissenserwerb ist demnach eine... [mehr]

Sachbuch

Kaspar Hauser erleben und begreifen

Von  Jürgen Greiner, Februar 2014

Mit 15 Jahren tauchte Kaspar Hauser 1828 in Nürnberg auf. Er konnte kaum gehen, kaum sprechen. Schnell wurde den lokalen Behörden klar, dass dieser Mensch offenbar bewusst an einer natürlichen menschlichen Entwicklung gehindert worden war. Wer aber war Hauser? Weshalb wurde er über viele Jahre mit erheblichem Aufwand und Risiko so misshandelt, wo es wohl einen einfacheren Weg zu seiner Beseitigung gegeben hätte? Was sollte verhindert werden? All diesen Fragen geht Juliane Cernohorsky-Lücke in ihrem Buch nach. Sie verwendet hierfür eine außergewöhnlich ansprechende Form: Statt vieler Worte nutzt sie die Möglichkeit des Ausdruckes über verschiedene Sinne. Die Autorin studierte Kunst, arbeitet heute als Gymnasiallehrerin und berät Klienten in ihrem... [mehr]

Sachbuch

Eigentum als Diebstahl

Von  Frank Bohner, Februar 2014

Ökonomische Renten sind Erträge, denen keine Kosten gegenüberstehen. Gemeint sind damit nicht die Alterseinkünfte von Menschen, die ein Leben lang erwerbstätig waren. Vielmehr geht es um leistungslose Zahlungen, die Eigentümern für die Ausbeutung von Vermögensgegenständen zufließen. Diese Zahlungen verlangen die Eigentümer von anderen, wenn sie ihnen Vermögenswerte wie Land, Wasser, Immobilien oder Patente zur Verfügung stellen. Gut organisierte Gruppen streichen die ökonomischen Renten ein, die Kosten werden auf schwach organisierte Gruppen – in der Regel die Mehrheit der Bevölkerung – abgewälzt. Unsere Eigentumsordnung leistet dem Vorschub. Sie differenziert nicht zwischen Eigentum, das auf Leistung gründet und solchem, das ursächlich auf... [mehr]

Editorial

Weil!

Von  Mathias Maurer, Februar 2014

Liebe Leserin, lieber Leser! Gebrauchtes Geschirr stapelt sich im Zimmer, die auf dem Boden verstreuten Kleidungsstücke und Handtücher bilden verschieden hohe Haufen, garniert mit massiv duftenden Pflegemitteln für Haut und Haar, CDs und Föhn dazwischen, Laptop und Handy im Onlinestatus auf dem zerwühlten Bett. Wer trotzdem das Zimmer betritt, um vielleicht einmal zu lüften, muss waten oder von begehbarer Insel zu Insel springen. Was allerdings aus dem Zimmer herauskommt, ist wie aus dem Ei gepellt, in unterschiedlichen Stilen gestylt und (nahezu) makellos. Alles sitzt bis auf die letzte Haarsträhne … Ready to go! Die Türe schlägt, als hätte sie keine Klinke. Der gelegentliche, noch freundliche Vorschlag, einmal Großputz zu machen, verpufft im Nichts.... [mehr]

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