Jugendbuch

Ein Geschenk für das ganze Leben

Von  Bert Verschoor, Juni 2012

Ein seltenes, außergewöhnliches Buch: Ein Roman, der nicht nur die großen Themen der Anthroposophie berührt, sondern der auch (nicht nur!) für jüngere Menschen geschrieben ist. Der siebzehnjährige Georg unterscheidet sich von seinen Altersgenossen durch einen tiefen Idealismus – und sehnt sich nach einem Mädchen, das ihn deswegen nicht auslacht. Als er vor einer Diskothek ein bedrängtes Mädchen verteidigt, entsteht daraus zu seiner Überraschung eine intensive Freundschaft, die den stillen Georg mit Hoffnung erfüllt. Eine Schicksalsbegegnung. In der Folge entwickelt sich der Roman, der einige sehr dramatische Wendungen hat, in einer Weise, dass keines der großen Lebensthemen des modernen Menschen unbesprochen bleibt. Durch seinen Lehrer – einen Menschen, in dem die... [mehr]

Jugendbuch

Schicksal um die »Weiße Rose«

Von  Johannes Roth, Juni 2012

Das Schicksal der christlichen Widerstandsgruppe »Die weiße Rose« und ihre Wirkung bis in die Gegenwart hinein steht exemplarisch für die Möglichkeit, dass aus Verlust Gewinn wird. Wer sich für das Schicksalsnetz um die bekannten Menschen herum interessiert, erhält durch die kürzlich erschienene Darstellung des norwegischen Kulturhistorikers Peter Normann Waage über Traute Lafrenz wertvolle Einblicke. Traute Lafrenz war seit 1941 mit Hans Scholl bekannt (und zeitweilig liiert) und spielte eine wichtige Rolle bei den Münchner Lese- und Gesprächsabenden, die den Nährboden für die Aktionen bildeten. Der Autor würdigt das Engagement und die Urteilssicherheit von Lafrenz und weist insbesondere den großen Einfluss einer ihrer Lehrerinnen, der... [mehr]

Jugendbuch

Dem Rassismus zum Trotz

Von  Michaela Frölich, Januar 2012

Schon der erste Satz elektrisiert und zieht den Leser in die Lebensgeschichte von May Chinn, der ersten farbigen Ärztin in New York (1896-1980). Der biographische Roman schildert, wie sie, eine talentierte Klavierspielerin, das Musikstudium abbrechen muss, weil ihr ein rassistischer Professor die Chance auf eine große Karriere verbaut. Als sie den berühmten Sänger Paul Robeson bei seinen Konzerten begleitet, erhält sie Anerkennung und einen Studienplatz der Medizin. Auch hier trifft sie auf heftigen Widerstand, denn in den 1920er Jahren ist es schwer, sich als Farbige in New York zu behaupten. Nur die innere Kraft, die ihr auch in schlimmsten Krisenzeiten zufließt, ermöglicht es ihr, unterstützt von ihrer Mutter, allen Schicksalsschlägen zum Trotz... [mehr]

Jugendbuch

Benjamin Franklin: ein Leben nach Maxime

Von  Bernhard Mrohs, November 2011

Er war Diplomat, Verleger, Erfinder, Naturwissenschaftler, gründete die erste freiwillige Feuerwehr und eine Bürgermiliz. Benjamin Franklin, aus einfachen Verhältnissen stammend, ohne abgeschlossene Schulbildung, hat sich aus eigener Kraft und mit eiserner Disziplin emporgearbeitet und eine umfassende Bildung angeeignet. Seine bereits in jungen Jahren niedergeschriebene Lebensplanung, in der er sich Rechtschaffenheit, Fleiß und moralisches Handeln auferlegte, war sein Leitfaden, an den er sich zeitlebens hielt. Sein politisches Wirken und sein Kampf gegen die Sklaverei schrieb amerikanische Geschichte. Als Bürger zweier Welten – oft pendelte er vermittelnd zwischen Amerika und Europa –, kann er als Brückenbauer für eine freiheitliche Ordnung gelten.... [mehr]

Jugendbuch

Der Gerechte von Bordeaux

Von  Bernhard Mrohs, Oktober 2011

Wir kennen Oskar Schindler und auch John Rabe, zumindest seit es die bewegenden Kinofilme über diese beiden Persönlichkeiten gibt. Manche wissen, wer Raoul Wallenberg war. Wenige haben von Chiune Sugihara gehört oder von Aristides de Sousa Mendes. Sie alle haben mit ihrem Mut und ihrem Moralempfinden tausenden Menschen geholfen, dem Nazi-Terror und dem sicheren Tod zu entkommen. Aus einer wohlhabenden portugiesischen Aristokraten-Familie stammend, entschied sich Aristides de Sousa Mendes nach dem Jura-Studium für den diplomatischen Dienst. Über viele Zwischenstationen in Asien, Afrika und Amerika trat er 1938 seinen Dienst als Generalkonsul in Bordeaux an. Nach dem Kriegsausbruch und der darauffolgenden Besetzung Frankreichs durch die Wehrmacht, kamen viele Flüchtlinge in den freien... [mehr]

Jugendbuch

Der Fuhrmann des Todes

Von  Maja Rehbein, Juli 2011

Dieses Buch besteht aus lauter Höhepunkten: Selma Lagerlöfs Erzählung »Der Fuhrmann des Todes«, Gerald Frieses Drama »Der Fuhrmann« sowie drei Geschichten aus »Todes­legenden der Bretagne« von Anatol Le Braz. Rita Süßmuth und Lothar Peinemann haben Einleitungen verfasst, Pim van Lommel ein Nachwort. Die Zusammenstellung der Texte öffnet neue Türen zum Verständnis. Zum einen wird die lange, tiefgründige Erzählung Lagerlöfs von 1912, mit der sie ihrer Zeit weit voraus war, neu zugänglich gemacht. Frieses Theaterstück transponiert den Inhalt in heutige Sprache, reduziert und verändert ihn, wobei er sich trotzdem eng an die Vorlage hält. Ein Schuss Humor ist hinzugefügt. Die bretonischen Legenden schließlich, die Ende des 19. Jahr­hunderts gesammelt... [mehr]

Jugendbuch

Ein etwas anderes Buch über Wirtschaft

Von  Bernhard Steiner, Juli 2011

In vielen Schulen wird Wirtschaftkunde etwas stiefmütterlich behandelt, was bedauerlich ist, denn nichts wird das Leben der Jugendlichen einmal so entscheidend prägen wie die Wirtschaft. Gute Bücher, die in das Thema einführen, sind rar. Oft sind die Inhalte abstrakt, ideologisch befrachtet und nicht selten voller unverständlicher Fachausdrücke. Umso erfreulicher ist dieses »etwas andere Buch über Wirtschaft« von dem mehrfach für seine Jugendbücher ausgezeichneten Journalisten Nikolaus Nützel, der ganz von den Fragen ausgeht, die sich einem aufmerksamen Jugendlichen heute stellen müssen. Locker geschrieben und unterhaltsam geht er auf ein ganzes Spektrum aktueller Fragen ein: Warum erhalten Manager so hohe Gehälter, etwa Wendelin Wiedeking, der auf... [mehr]

Jugendbuch

Angriff aus dem Netz

Von  Maike Horstmann, März 2011

Das neue Jugendbuch von Brian Falkner ist ein außerordentlich packender Thriller für Jugendliche ab 14 Jahren, der auch manchen Erwachsenen das Fürchten oder wenigstens das Hinterfragen lehrt. Zugegeben, wer sich in der Computertechnologie etwas auskennt, wird sich in der Welt des Protagonisten Sam schneller zurecht finden und ihn verstehen. Für Jugendliche wird es ein Klacks sein, fühlen sie sich in der virtuellen Welt doch zu Hause. Manch einer würde vielleicht sogar gerne mit dem 16jährigen Computerhacker befreundet sein, seine Tricks kennen und spurlos durchs Netz surfen. Aber es lauern überall unsichtbare Gefahren. Schon im Prolog heißt es: »Du liest diesen Prolog? Prima, ich schaue mir unterdessen mal den Inhalt deiner Festplatte an, ja... [mehr]

Jugendbuch

Eine künstlerische Passion

Von  Maja Rehbein, Oktober 2010

Ein elternloses Mädchen verlässt um 1650 in Spanien die Herberge auf dem Land, wo sie schlecht behandelt wurde. Das Schicksal führt Maria nach Madrid in die Malerwerkstatt von José Pacheco. Das Miterleben ihrer schöpferischen Entwicklung nimmt den Leser gefangen. Maria ist als Magd eingestellt, doch hat sie großes Talent zum Malen. Eine offizielle Ausbildung für ein Mädchen ist jedoch in jener Zeit undenkbar. Im Malen von Tieren ist sie sogar ihrem Meister überlegen. Es sind »alte Fähigkeiten«, die durch ihren Lernwillen zu hohem Glanz gelangen. Maria vertritt in der Stille ein franziskanisches Christentum. Dass gerade sie im Zeitalter der spanischen Inquisition zittern muss, ist ein weiteres Spannungs­moment. Sie gewinnt die Menschen für sich: die... [mehr]

Jugendbuch

Die Gabe der Stummen

Von  Mareike Stutz, Juli 2010

In einer Welt, in der das Wasser immer knapper zu werden droht, spielen Flüsse eine entscheidende Rolle. In Marjes Welt ist dies der Shanu. Doch sein Wasser reicht nicht für alle. Der Kaiser öffnet die Schleusen der Reservoire nur, wenn die Bewohner der Stadtviertel dafür bezahlen. Marje und ihr Bruder gehören zu den Leidtragenden dieser Politik, denn sie wohnen in der neuen Stadt, die hauptsächlich von verarmten Flüchtlingen vergangener Kriege bevölkert ist. Die beiden beschließen, etwas gegen diese Ungerechtigkeit zu tun und werden damit Teil einer Kette von Ereignissen, auf die sie nur noch bedingt Einfluss haben. Alle Sechzehnjährigen werden aufgrund einer alten Prophezeiung für den sinkenden Wasserstand des Shanu verantwortlich gemacht und... [mehr]

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