Interkulturalität: Baustein der Lehrerbildung

Von  Jürgen Lohmann, Juli 2012

Nursen Gülbeyas ist Teilnehmerin der diesjährigen Ausbildungsgruppe des schulpraktischen Jahres am Hamburger Seminar für Waldorfpädagogik, wo sie sich als Lehrerin der in Gründung befindlichen interkulturellen Waldorfschule in Hamburg-Wilhelmsburg auf ihre Aufgabe vorbereitet.  [mehr]

Standpunkt

»Giftzettel-Alarm …«

Von  Henning Kullak-Ublick, Juli 2012

… titelte die Stadt Hameln auf ihrer Webseite, um die Schülerinnen und Schüler der Stadt auf eine Notrufnummer hinzuweisen, bei der sie sich seelischen Beistand für die bevorstehenden Halb­jahreszeugnisse holen konnten. Trotz des Augenzwinkerns, mit der diese Formulierung den Griff zum Telefon erleichtern soll, erzählt sie uns einiges über unser Verständnis von Schule und Lernen im Jahr 2012. Und im Sommer wird es erst richtig ernst, denn jetzt geht es um Versetzungen, Berechtigungen, Zukunftschancen. Ein Notensystem bewertet niemals die Leistungen des Einzelnen. Es kann gar nichts anderes, als einen statistischen Vergleich mit anderen Schülern herzustellen. Dafür müssen messbare Eckwerte herangezogen werden. Allerdings: Ohne Sieger und Verlierer... [mehr]

Frühe Kindheit

Die Kleinsten im Kindergarten: Spielball der Politik?

Von  Wolfgang Saßmannshausen, Juli 2012

Rebekka ist zweieinhalb Jahre alt. Seit kurzem gibt es jeden Morgen beim Frühstück denselben Kampf: sie will ihr Brot nicht essen. Natürlich will sie es essen, denn sie hat Hunger. Aber das Ritual des Kampfes gehört momentan einfach dazu. [mehr]

Aus dem Unterricht

Hauptschüler werden Helden

Von  Ulrich Maiwald, Juli 2012

Ulrich Maiwald ist Sprech- und Theaterpädagoge an der Freien Waldorfschule Haan-Gruiten und Professor für Performative Kunst und Sprache an der Alanus-Hochschule Alfter/Bonn. Maiwald berichtet über ein Theaterprojekt an einer Hauptschule in Hilden – ermöglicht durch das Kulturprogramm »Kultur und Schule« in Nordrhein-Westfalen. [mehr]

Erziehungskünstler

Auf der Suche nach der großen Freiheit

Von  Mathias Maurer, Juli 2012

Ben Hadamovsky ist ein ängstlicher Mensch. Deshalb will er mit seiner Familie die Welt umsegeln. Aufgewachsen in Kiel, ist er mit dem Leben auf dem Wasser seit Kindesbeinen vertraut. Der achtunddreißigjährige Eurythmist und Farbdesigner verlässt seine Bremer »Ökospießer-Idylle«, verkauft Auto, Wohnung, Hab und Gut und legt sich ein stabiles Segelschiff zu. Unterstützt wird er von seiner Frau Carola (34), die genug hat von seiner Lamentiererei über Gott und die Welt: »Lieber ein verrücktes Leben auf einem Boot, als einen depressiven Mann in einer schönen Wohnung.« [mehr]

Waldorf weltweit

Kindergärten in der Türkei

Von  Peter Lang, Juli 2012

Wenn sich in der Welt etwas zum Besseren verändern soll, muss es Menschen geben, die sich persönlich angesprochen fühlen und sich in den Dienst einer Aufgabe stellen. Solche Menschen gibt es in den Waldorfkindergärten in der Türkei. Peter Lang, Dozent und Seminarbegleiter in vielen Ländern der Welt, berichtet. [mehr]

Waldorf weltweit

»Manchmal müssen wir die Kinder vor den Eltern schützen«

Juli 2012

Gespräch mit Beatrix Albrecht über die Unmöglichkeit, Eltern zu erziehen. Albrecht, Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule, einer vierzügigen Ganztagsgrundschule in Hannover, die in einem sozialen Brennpunkt liegt, setzt auf bilingualen Unterricht, multikulturellen Austausch und freie Angebote. [mehr]

Junge Autoren

Die Welt unter dem Kopftuch. Ein Selbstversuch

Von  Anna Magdalena Claus, Juli 2012

Jetzt, wo es schon so warm ist, habe ich Lust, alle meine Sommerkleider auf einmal anzuziehen. Das Warten hat endlich ein Ende und die Menschen zieht es in die Parks und Cafés. Mit dem Anziehen meiner kürzesten Hosen muss ich aber noch einen Tag warten. Nicht weil das Wetter schlecht ist, sondern weil mir heute ein Selbstversuch mit dem Kopftuch bevorsteht. Wenn die meisten Menschen viel Haut zeigen, fallen mir die kopftuchtragenden Muslima besonders auf. Wie fühlt sich das Tragen eines Kopftuchs an? Ist es nicht sehr heiß? Das und mehr möchte ich heute herausfinden. Ich werde also mein »Tuch tief über mich ziehen«. (»Sie sollen ihre Tücher tief über sich ziehen. Das ist besser, damit sie erkannt und nicht belästigt werden«, Sure 33, Vers 60). So... [mehr]

Zeichen der Zeit

Die Nummer gegen Kummer

Juli 2012

Seit 1980 können Kinder und Jugendliche kostenlos und anonym unter der Nummer 0800 - 111 000 333 Rat suchen, von Montag bis Samstag, 14 bis 20 Uhr. Zwei Beraterinnen, eine Lehrerin und eine Oberstufenschülerin, beschreiben ihren Einblick in die Nöte der deutschen Kinder und dass sie manchmal auch helfen können. [mehr]

Serie

Zwischen Auflösen und Zentrieren: Der Wärmesinn

Von  Peter Loebell, Juli 2012

In einer eisigen Polarnacht vermittelt der Wärmesinn dem Menschen die Empfindung existenzieller Bedrohung: »Bei -28° und Windstärke zehn betrug die gefühlte Temperatur -60°C! Wir versuchten, die Hütte mit beiden Öfen gleichzeitig zu heizen, aber der Wind saugte die Wärme durch den Schornstein, und wir mussten uns bibbernd in die Betten legen.« So beschreibt die Polarforscherin Marie Tièche eine eisige Nacht in Spitzbergen. [mehr]

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