Editorial

Verdummen wir digital?

Von  Mathias Maurer, Juni 2010

Liebe Leserin, lieber Leser, im Internet wird eingekauft, Geld verdient, heiß diskutiert, gespielt und geliebt – virtuell und mit wachsendem Erfolg. Der paradoxe Effekt: virtuell kommunikativ ist der Nutzer meist allein, redet kaum und fasst nichts mehr an. Alles geschieht im Kopf, in der Vorstellungswelt. Alles geht leicht und schnell, der Wille erlahmt. Man hat alles auf Knopfdruck und nebenher, man kocht und surft, schreibt E-Mails und telefoniert gleichzeitig, chattet, schaut einen Film und isst dabei. Multitasking – die Attitüde pausenloser paralleler Geschäftigkeit und Ansprechbarkeit weist den modernen Menschen auf der Höhe seiner Zeit aus. Doch der multimediale Dauerzugriff verändert nicht nur die Aktivitätsmuster unseres Gehirns, sondern auch... [mehr]

Jahrsiebte: Naturgegebenheit oder gesellschaftliches Konstrukt?

Von  Peter Loebell, Juni 2010

Oft wird behauptet, die sogenannte »Lehre von den Jahrsiebten«, die für Waldorfpädagogen zentral ist, entbehre jeder empirischen Grundlage. Dass der Zahnwechsel Ausdruck einer Geburt des »Ätherleibes« ist und die Geschlechtsreife mit der Geburt des »Astralleibes« zusammenhängt, wird als mystische Spekulation belächelt. Peter Loebell von der Freien Hochschule Stuttgart zeigt, dass die Jahrsiebte mit den Befunden der empirischen Forschung vereinbar sind. [mehr]

Den Leib gesund aufbauen – Entwicklung in den ersten sieben Lebensjahren

Von  Karl-Reinhard Kummer, Juni 2010

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit und Sicherheit, mit welchem Vertrauen und mit welcher Lebensfreude einem das kleine Kind gegenübertritt. Der Kinderarzt Karl-Reinhard Kummer beschreibt die wichtigsten Hürden, die das heranwachsende Kind bis zum Schuleintritt bewältigen muss. [mehr]

Die Ahnung, ein Ich zu sein. Die Krise zwischen dem neunten und zehnten Lebensjahr

Von  Rosemarie Wermbter, Juni 2010

Im zweiten Lebensjahrsiebt spielt sich ein ähnlich dramatischer Vorgang ab, wie die Entstehung des Ichbewusstseins, die Karl-Reinhard Kummer in seinem vorangegangenen Beitrag beschreibt. Waldorfpädagogen sprechen vom »Rubikon«. Was es damit auf sich hat, schildert die langjährige Klassenlehrerin Rosemarie Wermbter. [mehr]

»Den Göttern gleich ich ...« – oder nicht? Das Drama des dritten Jahrsiebts

Von  Mona Doosry, Juni 2010

Mona Doosry, Oberstufenlehrerin für Deutsch und Kunstgeschichte an der Waldorfschule Hamburg-Wandsbek, blickt auf die wesentlichen Motive, die die Seele des jugendlichen Menschen bewegen. Dabei greift sie in ihrer Betrachtung Anregungen von Rudolf Steiner auf, indem sie über den biographischen und entwicklungspsychologischen Horizont hinausblickt und vorgeburtliche Impulse in ihre Überlegungen mit einbezieht. [mehr]

Standpunkt

Mehr Humboldt!

Von  Henning Kullak-Ublick, Juni 2010

Wilhelm von Humboldt entwickelte 1806 als preußischer Minister einen revolutionären Plan: Erstmals sollte es eine Einheitsschule für Kinder geben, ungeachtet ihres Standes und der Finanzkraft ihrer Eltern. Nach zwei Jahren legte Humboldt sein Amt wegen der internen Widerstände gegen sein Vorhaben nieder und als Preußen 1813 gegen Napoleon siegte, war es auch mit den Reformen erst einmal vorbei. [mehr]

Frühe Kindheit

Das schönste Instrument. Wer im Kindergarten singt, fördert alle Sinne

Von  Annette Mangold, Karin Bierich-Schopmeyer, Juni 2010

Menschen, die singen werden bewundert. Singen ist ein Mittel, um Emotionen zum Ausdruck zu bringen. Popstars werden gefeiert, Operndiven bejubelt. Viele lassen sich den ganzen Tag mit populärer Musik berieseln, die vom Gesang lebt, aber nur wenige trauen sich, noch selbst zu singen. In den Familien wird immer weniger gesungen. Die Wurzeln für das positive Verhältnis zur eigenen Singstimme liegen in der frühen Kindheit, in der Kindergartenzeit. Eine Musikpädagogin und eine Waldorferzieherin schreiben über die Bedeutung des Singens für Kindergartenkinder. [mehr]

Aus dem Unterricht

Mit Äpfeln und Birnen rechnen. Wie die Fähigkeiten von Drittklässlern im praktischen Leben erprobt werden können

Von  Reinhard Schönherr-Dhom, Andreas Brodersen, Juni 2010

Gespannt stehen wir mit der dritten Klasse an der Bushaltestelle. Als der Linien-Bus kommt, der uns von der Freien Waldorfschule Otterberg ins nahe gelegene Kaiserslautern bringt, ist der Trubel beim Einsteigen groß. Wir fahren auf den Wochenmarkt nach Kaiserslautern. Im Gepäck haben wir eine Einkaufstasche, eine Liste mit Bestellungen der Eltern und zehn Euro … [mehr]

Aus dem Unterricht

Punkt, Punkt, Komma, Strich

Von  Florian Schulz, Juni 2010

Die Lehrmittelabteilung Kassel hat auf der Bildungsmesse »didacta« ein Lehrgerät vorgestellt, mit dem sich verstehen lässt, wie ein Fax-Gerät funktioniert [mehr]

Erziehungskünstler

»Waldorfschulen werden sich hoffentlich nie anpassen!«

Von  Klaus-Peter Freitag, Juni 2010

Die Erziehungskunst im Gespräch mit Klaus-Peter Freitag über Früheinschulung, Schulzeitverkürzung, Qualitätsfragen und die Entwicklungsfähigkeit der Waldorfschulen. [mehr]

Treffer 1 bis 10 von 26

1

2

3

Nächste >

Folgen