Editorial

Lies mich

Von  Mathias Maurer, Juni 2011

Liebe Leserin, lieber Leser, »Lies mich« – das war ein Befehl. Paul deutet auf das Buch, das er vom Vorlesen seiner älteren Geschwister kennt. Zielsicher nutzt er die Gelegenheit, einmal ganz allein etwas vorgelesen zu bekommen. Ich denke: Warum soll ich einem Dreijährigen ein Märchen vorlesen, das er sowieso nicht versteht? Was gefällt ihm daran? »Lies mich« – kann es sein, dass sein Versprecher weder etwas mit Wissbegierde oder Sozialneid, sondern nur mit ihm selbst zu tun hat? – Horchen auf das gesprochene Wort, das eine Bildwelt in ihm anregt, die – jenseits von Verstehen – ein inneres Bedürfnis stillt? Andere Überlegungen brachten mich einer Antwort näher. Was tun Sie gerade? – Lesen! – ein Können, das heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist.... [mehr]

Erzählen und erzählen lassen

Von  Arnica Esterl, Juni 2011

Ich erinnere mich: Es ist der erste Tag nach den Sommerferien. Der Lehrer der dritten Klasse steht schon in den Startlöchern. Nein, nicht er, wir sollen schreiben. Das Thema des ersten Aufsatzes in diesem Jahr lautet: »Was habe ich in den Ferien erlebt?« Fällt dem denn nie etwas Neues ein? [mehr]

Harry Potter und die Heiligtümer der Kindheit

Von  Sven Saar, Juni 2011

Das erste Harry Potter-Buch erschien 1997. Die Reihe entwickelte sich zunächst langsam, dann immer schneller zum Geheimtipp. Sie wurde schließlich zur Jugendliteratursensation des Jahrhunderts – oder eigentlich der Literaturgeschichte überhaupt. Über acht Jahre folgte die Autorin J.K. Rowling den Abenteuern des jungen Zauberers, der jedes Jahr älter wurde und sich dementsprechend veränderte und entwickelte. [mehr]

Wie Lesen das Sehen inspiriert

Von  Christian Rittelmeyer, Juni 2011

Als junger Mann beschrieb der deutsche Schriftsteller Martin Walser rückblickend ein prägendes Erlebnis, das er im Alter von 15 Jahren hatte. Auf dem Dachboden des elterlichen Hauses am Bodensee entdeckte er in einer Kiste ein Bündel zerfledderter Blätter ohne Umschlag und Titelseite. Das Gedicht auf dem ersten Blatt war geschrieben, »als hätte der Schreiber von eben dem Standpunkt aus in die Alpen gesehen, auf dem ich mich befand«. Der Knabe begann, offenbar zunehmend fasziniert, das lange Gedicht zu studieren. Der Titel lautete: Heimkunft. An die Verwandten. Erst später erfuhr er, dass es sich dabei um eine Dichtung Hölderlins handelte. Sie beginnt mit diesen Zeilen:  Drin in den Alpen ist’s noch helle Nacht und die Wolke [mehr]

Max & Moritz – esoterisch betrachtet. Drama einer Initiation

Von  Robert Hell, Juni 2011

Liegt es daran, dass es keine Hinweise seitens Rudolf Steiners gibt und deshalb Wilhelm Buschs »Max und Moritz« von der Geisteswissenschaft bislang unentdeckt geblieben ist? Ist es die Komplexität der Materie, die von einer Beschäftigung abgeschreckt hat? – Ein Scherzartikel – oder auch nicht. [mehr]

Lesereise

Von  Ute Hallaschka, Juni 2011

If you could read my mind … Wenn Schlagertexte und sprichwörtliche Formulierungen von der Sehnsucht handeln, dann ist merkwürdigerweise oft vom Lesen die Rede: die Seele als ein offenes Buch. Neuerdings nennt man Lesen eine Schlüsselkompetenz. Offensichtlich ist diese Fähigkeit nicht nur in der irdischen, sondern auch in der übersinnlichen Welt vonnöten, Rudolf Steiner spricht vom »Lesen« in der Akasha-Chronik. Das gibt Anlass, nach diesem Phänomen der seelischen Unternehmung, der geistigen Tätigkeit zu fragen: Was tun wir, wenn wir lesen? [mehr]

Frühe Kindheit

Wenn Kinder später lesen lernen

Von  Dieter Centmayer, Juni 2011

Wenn ein Kind in den ersten Schuljahren nicht lesen lernt, machen sich Eltern und Lehrer Sorgen. Die Neigung ist groß, Fachleute hinzuzuziehen. Das Kind wird untersucht, getestet, Förderung und Nachhilfe verordnet. Aber ist das wirklich nötig? [mehr]

Aus dem Unterricht

Schuljahr »außer Plan«. Ein Experiment in Schopfheim

Von  Magdalene Dycke, Juni 2011

Die Klassenlehrererin Magdalene Dycke wollte nach den ersten acht Jahren Klassenführung wenn nicht alles, so doch vieles anders machen. Die heutigen Kinder, wusste sie aus Erfahrung, brauchen viel Bewegung, Naturerlebnisse und Raum für Kreativität. Was aus dem Experiment geworden ist, berichtet sie hier. [mehr]

Erziehungskünstler

Work is love made visible

Von  Susanne Becker, Simone de Picciotto, Hans-Peter Seeger, Juni 2011

Waldorfschule Windhoek: Die Verbindung von Schule und Berufsausbildung ist im südlichen Afrika einzigartig. [mehr]

Waldorf weltweit

Max und Moritz an der Waldorfschule

Von  Uwe Kliemt, Juni 2011

»Bald zu Bett geht Onkel Fritze, in der spitzen Zipfelmütze …« damit fing es an. Die Schüler und Schülerinnen der fünften, sechsten und siebten Klasse im Mittelstufenchor der Christophorus Schule Hamburg präsentierten auf der Monatsfeier einen ersten Streich aus »Max und Moritz« von Wilhelm Busch. Der Anklang war groß, und Worte wie »… und wenn dann mal alle Streiche fertig sind …« ermutigten zum Weitermachen. [mehr]

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