Waldorf weltweit

Alternative zur Auslese. Die Waldorfpädagogik stößt in der Türkei auf reges Interesse

Von  Marie-Luise Sparka, März 2013

Immer mehr Menschen in der Türkei interessieren sich für die Waldorfpädagogik. Kindergärten entstehen, es gibt waldorfpädagogische Aus- und Fortbildungen, pädagogische Tagungen und Informationswochenenden. Ein öffentliches Wohlwollen macht sich bemerkbar und lässt auf die Etablierung der Waldorfpädagogik in der türkischen Bildungslandschaft hoffen. Eine Waldorfinitiative in der südtürkischen Stadt Alanya will die erste Waldorfschule im September 2013 an der türkischen Riviera eröffnen. [mehr]

Junge Autoren

Vier Tage unter dem Zeichen der Zeit. Die Kasseler Jugendsymposien

Von  Mira Wangenheim, März 2013

Sie sind mittlerweile eine feste Institution waldorfpädagogischer Nachwuchsförderung und auch aus der Kasseler Kultur- und Bildungsszene nicht mehr wegzudenken: die vom Lehrerseminar für Waldorfpädagogik in Kassel initiierten und seit 2009 stattfindenden Jugendsymposien. Die Teilnehmer des 7. Jugendsymposions näherten sich dem komplexen Thema »Zeit« aus unterschiedlichsten Richtungen. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, in welchem Zusammenhang die Zeit mit unserem Denken, Leben und Empfinden steht. Mira von Wangenheim, eine 17-jährige Teilnehmerin und Schülerin der Freien Waldorfschule auf den Fildern, fasst ihre Eindrücke der Tagung zusammen. [mehr]

Serie

Phänomenologische Chemie im Unterricht

Von  Dirk Rohde, März 2013

Polaritäten treffen aufeinander und bilden etwas ganz anderes Neues – so könnte man die Unterrichtsfelder unserer 10. Klasse umreißen, die zugleich in Resonanz zu zentralen Fragen dieser Altersstufe stehen. In der Chemie-Epoche setzen wir uns damit aus der Perspektive des Gegensatzpaares Lauge und Säure sowie der aus ihnen resultierenden Salzbildung auseinander. [mehr]

Kolumne

Kinder sind Ereigniszeit-Wesen

Von  Henning Köhler, März 2013

1952. Ein Mann irrt durch Afghanistans Hauptstadt Kabul und fragt überall nach seinem Bruder. Niemand kann ihm helfen. Er reist unverrichteter Dinge wieder ab, kommt im nächsten Jahr zurück, sucht auch diesmal ohne Erfolg. Das wiederholt sich mehrmals. Ein US-Diplomat hört davon, will dem Mann Hilfe anbieten. Dieser erklärt, er habe sich mit seinem Bruder in Kabul verabredet, ohne das Jahr festzulegen. Der Vorfall – überliefert von dem Kulturforscher Edward T. Hall – lässt ahnen, dass am Hindukusch in den letzten 50 Jahren buchstäblich zwei Welten aufeinander prallten. Zwei junge Deutsche fahren durch eine ländliche Gegend in Indien. Das Auto streikt. Sie gehen zu Fuß weiter, rufen vom nächsten Dorf aus eine... [mehr]

Forum

Thema Organtransplantation – ein Muss für die Oberstufe

Von  Christel Traut, März 2013

Zum 1. 11. 2012 trat das Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz in Kraft. Ziel ist eine Steigerung der Organspendenzahlen. Ab sofort sollen die Krankenkassen alle Versicherten ab 16 Jahren dazu auffordern, eine Entscheidung für oder gegen eine Organentnahme nach dem Hirntod zu treffen. Behörden sollen beim Ausstellen von Ausweisen oder Führerscheinen Informationsmaterialien zur Organspende ausgeben. [mehr]

Film

Phantasie-Schiffbruch

Von  Ute Hallaschka, März 2013

Vor 12 Jahren erschien die Erzählung »Life of Pi« des Kanadiers Yann Martel. »Schiffbruch mit Tiger« heißt die phantastische Geschichte auf Deutsch und sie galt lange als unverfilmbar. Nun hat der Regisseur Ang Lee daraus einen bildgewaltigen Film gemacht, der für elf Oscars nominiert wurde. Pi lebt mit seinen Eltern in Indien, wo sie einen Privatzoo betreiben. Die Familie beschließt, nach Kanada auszuwandern, und schifft sich mit ihren Tieren ein. Das Schiff geht im Sturm unter und Pi findet sich als einziger Überlebender in einem Rettungsboot. Mit ihm an Bord: ein verletztes Zebra, eine Hyäne, ein Orang-Utan und ein bengalischer Tiger. Der Film erspart uns die Details der zu erwartenden Menüfolge. Am Ende – und das ist die eigentliche Filmhandlung... [mehr]

Sachbuch

Der Geschichtsunterricht an Waldorfschulen

Von  Andre Bartoniczek, März 2013

M. Michael Zech unternimmt mit seiner Dissertation den längst fälligen Versuch, hinsichtlich der Geschichtsdidaktik eine Brücke zwischen Waldorfpädagogik und Erziehungs­wissenschaft zu schlagen. Er referiert zunächst den aktuellen geschichtsdidaktischen Diskurs im Hinblick auf zwei wesentliche Themen, die auch zentrale Bestandteile des waldorfpädagogischen Ansatzes im Geschichtsunterricht sind. Das erste ist das Motiv des Kompetenzaufbaus (geschichtliches Lernen als Persönlichkeitsentwicklung), das zweite die Notwendigkeit, den inhaltlichen Horizont im Blick auf unsere moderne globalisierte Welt weltgeschichtlich zu weiten. Einen Hintergrund für beide Gesichtspunkte bildet der Begriff des »Geschichtsbewusstseins« (Pandel,... [mehr]

Editorial

Der Tiere Dienst, des Menschen Dank

Von  Mathias Maurer, März 2013

Liebe Leserin, lieber Leser!  Neulich stehen wir in der Metzgerei und kaufen ein. Die Fünfjährige lugt interessiert in die Theke. Sie mag Salami. Foxi wedelt ungeduldig draußen vor der Tür – es winkt ihm ein Rädchen Lyoner. Am Wochenende soll es Rouladen geben. Da fragt die Tochter laut: »Wie hat der Metzger das Schwein totgemacht?« – Ich antworte: »Das ist Fleisch vom Rind, das hat er mit dem Messer geschlachtet.« Das Töchterchen fragt unverzagt weiter: »Tut das nicht weh?« – Die Kundschaft schaut leicht irritiert, die Verkäuferin freundlich angespannt und mir fehlen die Worte. Ohne abzuwarten folgt gleich die bange Frage: »Aber Foxi wird nicht geschlachtet!« – »Natürlich nicht, mein Kind«. Die Erleichterung ist groß.... [mehr]

Leserbriefe

Plädoyer für tiefreundliche Schulranzen

Von  Marija Dobrovolska-Stoian, März 2013

Leserbrief zum Märzheft »Tier und Wir«. [mehr]

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