Nur im Hier und Jetzt

Von  Philipp Gelitz, November 2010

Im Waldorfkindergarten gehen die Kinder mit Gewohnheiten und kleinen Ritualen durch den Tag. Auf wortreiche Erklärungen wird verzichtet. Die Dinge werden einfach getan. Der verfrühte Appell an die Intellektualität wird vermieden. Auch das gezielte »Hochholen« von Erlebtem – das Erinnern – wird so wenig wie möglich von den Kindern verlangt. Warum eigentlich? [mehr]

Wie war das nochmal? Vergessen und Erinnerung

Von  Albert Schmelzer, November 2010

Eine der volkstümlichsten Vorstellungen vom Lernen ist das Bild vom Nürnberger Trichter: Er wird auf den Kopf des Schülers gesetzt und dann gießt man das häppchenweise zubereitete Wissen hinein. Leider hat das so praktische Gerät einen Haken, und den kennen wir aus täglicher Erfahrung: das Vergessen. [mehr]

Professor Binns oder Können wir uns an die Geschichte erinnern?

Von  Andre Bartoniczek, November 2010

Wie gewinnen wir einen Zugang zur Geschichte? Muss sie die langweilige Faktenmasse, als die viele Schüler sie kennen, oder bloße Fiktion bleiben? Andre Bartoniczek, Deutsch- und Geschichtslehrer an der Freien Waldorfschule Uhlandshöhe in Stuttgart, beschreibt einen ungewöhnlichen Ansatz. [mehr]

Krücke Internet. Wie die digitale Revolution unser Gedächtnis verändert

Von  Mathias Maurer, November 2010

Noch vor ein paar Jahren lief das anders: Wann fährt der Bus? Wie lautet die Telefonnummer? – Man wusste das, hatte sich nach einem Blick auf den Fahrplan oder ins Telefonbuch Zeit und Nummer gemerkt und beide parat. Heute geht ohne Internet nichts mehr. Schnelle Infos per Flatrate. Nichts, schon gar nicht der Nutzer, überprüft den Wert und die Gültigkeit dieser Informationen. Sie könnten stimmen – oder auch nicht. [mehr]

Standpunkt

Großer Bahnhof

Von  Henning Kullak-Ublick, November 2010

2. Oktober 2010: Gestern versammelten sich im Stuttgarter Schlosspark 100.000 Menschen. Sie protestierten gegen das Abholzen der alten Platanen, die für den Umbau des Hauptbahnhofs fallen mussten. »Das Erste« widmete dem harten Vorgehen der Polizei einen eigenen »Brennpunkt« und längst hat »Stuttgart 21« auch den Bundestag erreicht. Nun kann man für oder gegen dieses Projekt sein; verblüffend bleibt, dass der Umbau eines Bahnhofs die Gemüter der ganzen Republik bewegt. Mir drängt sich dennoch eine Frage auf: Was wäre, wenn sich die gleiche Aufregung an der Tatsache entzünden würde, dass in Deutschland die Bildungswege unserer Kinder immer noch in einem Maße von den sozialen Verhältnissen, denen sie entstammen, bestimmt werden wie in kaum einem... [mehr]

Frühe Kindheit

Das Geheimnis der Kinderbilder

Von  Armin Krenz, November 2010

Wissenschaftler auf der ganzen Welt versuchen seit vielen Jahrzehnten, dem bildlichen Ausdruck des Menschen und seiner Bedeutung auf die Spur zu kommen. Dabei fanden sie heraus, dass es besonders bei Kinderzeichnungen kulturübergreifende Gemeinsamkeiten gibt. Sowohl in der Darstellung von erlebten Situationen als auch in der Form des Ausdrucks. Die Übereinstimmungen sind so groß, dass es kein Zufall sein kann, wenn Kinder »so oder so« malen. [mehr]

Aus dem Unterricht

Stolpersteine. Waldorfschüler erforschen jüdische Schicksale

Von  Sibylla Hesse, November 2010

»Hier wohnte / Theodor Dornbusch / Jg. 1879 / Deportiert 1942 / Riga / Flucht in den Tod / 24.1.1942« …viel ist es nicht, was auf einem Stolperstein Platz hat. Dies war Ergebnis eines Projekts zur NS-Lokalgeschichte mit Oberstufenschülern.  [mehr]

Erziehungskünstler

Das Maß der Dinge ist der Schüler

Von  Andreas Schleicher, November 2010

Fragen an Professor Andreas Schleicher, PISA-Koordinator der OECD [mehr]

Waldorf weltweit

Kanon und Goldgrund. Eine rumänische Waldorfschule bringt Roma-Kindern die Kunst nahe

Von  Ulrika Eller-Rüter, November 2010

»Making Worlds« lautete das Motto der größten Kunstshow im letzten Jahr, der Biennale in Venedig. »Making Worlds« hieß auch das Thema des zweiten Kunstprojekts an der für Roma gegründeten Waldorfschule im rumänischen Rosia. Die in Armut lebenden Schüler machten begeistert mit. [mehr]

Waldorf weltweit

WaveLounge statt Pausenhölle

Von  Carina von Stackelberg, November 2010

Ein Aufenthaltsraum war vorhanden, der auf lernwillige und entspannungsbedürftige Schüler wartete. Das Ergebnis? Gelangweilte Schüler, die ihn verunstalteten und die wenigen Lernwilligen vertrieben. Was tun? Eine Zwölftklässlerin berichtet über die Entstehung der WaveLounge in Hamburg-Bergstedt. [mehr]

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