Sachbuch

Diesseitig bin ich gar nicht fassbar

Von  Griet Hellinckx, November 2012

Künstler machen sich oft mehr Gedanken über den Tod. Da es sich bei ihnen um sehr individuelle und manchmal auch richtig extravagante Erdenbürger handelt, sind ihre Aussagen über den Tod und somit auch über das Leben oft überraschend. In dem Buch »In einem anderen Raum« von Peter Andreas wurden kurze Textfragmente mit Schwarz-Weiß-Fotos von den Gräbern der jeweiligen Autoren, Dichter, Maler und Bildhauer zusammengebracht. Adolf Loos stellt zum Beispiel fest, dass Selbstmord eine Blasphemie auf den Tod sei. Sein Grab ist ein schlichter Quader auf dem Zentralfriedhof in Wien. Käthe Kollwitz schrieb im Jahre 1917 in ihr Tagebuch: »Da ich lebe, nicht statt der Kinder gehen durfte – das hätte ich gern getan –, will ich mich zu... [mehr]

Sachbuch

Die Gegenwart des Unverlorenen

Von  Anna Seydel, November 2012

Wer Hartwig Schillers Buch zu lesen beginnt, findet sich schon nach wenigen Seiten selber auf der Suche, auch wenn er nicht gleich weiß, wohin diese führt. Ereignisse, Entwicklungen, Strömungen, charakteristische Lebensläufe aus der jüngsten Vergangenheit werden geschildert und nach ihren Entwicklungstendenzen befragt. Dabei werden Texte, Gedichte und Zitate einbezogen und bald wird klar, dass sie beispielhaft die Suche nach dem Unverlorenen als Keim zukünftiger Entwicklung enthalten. Aber es finden sich auch gegenteilige Beispiele, die Keime vernichtender Entwicklung in sich tragen. Schiller wendet sich besonders den beiden Jahrhundert-Übergängen vom 19. zum 20. und vom 20. zum 21.... [mehr]

Jugendbuch

Leben angesichts des Todes

Von  Ulrike Schmoller, November 2012

Sam zieht es nach oben in den Himmel. Sein größter Wunsch, in einem Luftschiff zu fahren, geht tatsächlich in Erfüllung. In einer sternklaren Nacht steigt er noch einmal in den Apfelbaum, und dort fühlt er sich, als ob er wirklich auf dem Mond wäre. Gleichzeitig will er aber auch noch all die ganz irdischen Dinge ausprobieren, die Jugendliche so tun: rauchen, trinken, küssen und auf einer Rolltreppe in die falsche Richtung laufen. Gemeinsam mit seinem Freund Felix hakt Sam alle Punkte seiner Wunschliste ab, ein Wettlauf gegen die Zeit, denn beide sind todkrank. Sie machen sich viele Gedanken über das Sterben und was danach kommt und fragen sich, warum Gott Kinder sterben lässt. Wie ist das mit den Nahtoderfahrungen und wie... [mehr]

Editorial

Ortswechsel

Von  Mathias Maurer, November 2012

Liebe Leserin, lieber Leser! Die vierjährige Vanessa erzählt mir ganz genau, wie das ist, wenn man gestorben ist. »Die Oma schaut vom Himmel herunter und winkt uns zu. Und dann kommt sie wieder als Baby. Und dann kommt der Papa in den Himmel und dann die Mama.« Es geht so der Reihenfolge nach weiter mit den älteren Geschwistern. Schließlich: »Und dann komme ich und winke auch.« Es kehren alle wieder zurück, das Leben wird nicht unterbrochen: »Und alle kommen wieder!« Der Tod führt sie alle nur an einen anderen Ort, wie auf einem Ausflug. – »Fallen wir da nicht runter?« Ich höre gespannt zu und denke noch über eine Antwort nach: »Die Wolken sind ja weich und Mamas Bauch auch«, lacht sie. Vanessa hat Krebs... [mehr]

Waldorf weltweit

Schüler denken Wirtschaft anders

Von  Klaus Weißinger, November 2012

Rund 250 Oberstufenschüler der 11. und 12. Klassen der Waldorfschulen München-Schwabing, München-Daglfing, Gröbenzell, Ismaning und Wendelstein haben sich Anfang Oktober 2012 in Ismaning bei München auf besondere Weise mit dem Thema »Wirtschaft« beschäftigt: bei den Werkstatttagen »Wirtschaft anders denken – brüderlich Wirtschaften«. [mehr]

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