Brasilien: Niederlage für Genkonzern Monsanto

April 2012

Brasilianische Bauern haben erfolgreich gegen den Saatgutriesen Monsanto geklagt. Ein Gericht im südlichen Bundesstaat Rio Grande do Sul hat befunden, die Geschäftspraktiken von Monsanto verletzten das brasilianische Sortengesetz und vom Konzern erhobene Lizenzgebühren seien unzulässig.

Foto: Greenpeace

Künftig ist es dem Konzern nicht mehr erlaubt, Lizenzgebühren für die Wiederaussaat zu erheben. Der Antrag des Konzerns, die Entscheidung des Gerichts aufzuheben, blieb bislang ohne Wirkung. Der Saatgut-Riese muss mit Strafgebühren von 400.000 Euro täglich rechnen, wenn er sich nicht an das Urteil hält. Die Rückzahlung der seit der Ernte 2003/2004 unrechtmäßig erhobenen Lizenzgebühren wird derzeit vom Obersten Gerichtshof geprüft. Für Monsanto betrüge die Höhe der Rückzahlung derzeit 6,2 Milliarden Euro.

Brasilien baut neben den USA weltweit die meisten Gentechnik-Pflanzen an. Der Unmut der Landwirte wurde durch die fünffache Erhöhung der Lizenzgebühren für die neue Gentechnik-Soja "Intacta RRpro" geschürt, die zur Saison 2012/2013 eingeführt werden soll und seit 2010 in Brasilien genehmigt ist. Monsanto rechtfertigt die Gebühren mit angeblichen Ersparnissen bei Pestizid-Aufwendungen und Produktivitätssteigerungen.

Quelle: Informationsdienst Gentechnik

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