Eine Schule im Silicon Valley ohne Computer

Oktober 2011

Auf der Titelseite der New York Times und einiger anderer großer amerikanischer Tageszeitungen erschien Ende Oktober ein Artikel über Waldorfschulen und ihre positiven Erfahrungen mit zurückhaltendem Technologiegebrauch.

Vom Technologiemanager von eBay wird darin erzählt, der seine Kinder in eine besondere Schule im Silicon Valley schickt. Viele Angestellte von Google, Apple, Yahoo und Hewlett-Packard tun es auch. Aber die Hauptunterrichtsmittel der Schule sind alles andere als Hightech: Federn und Papier, Stricknadeln und manchmal auch Lehm. Kein Computer weit und breit. Keine Bildschirme. Sie dürfen nicht ins Klassenzimmer und die Schule empfiehlt auch nicht deren Benutzung durch Kinder zu Hause. Bei der Schule handelt es sich um eine Waldorfschule.

Der Artikel zitiert unter anderem einen führenden Mitarbeiter der Öffentlichkeitsabteilung von Google, der meint, es sei Unsinn, zu glauben, eine App auf einem Tabletcomputer könne seinen Kindern besser Lesen oder Rechnen beibringen, als ein Lehrer in Fleisch und Blut. Drei Viertel der Eltern der Waldorfschule in Silicon Valley arbeiten in Hightechfirmen.

Die rege Verbreitung des Artikels, der ansonsten nicht viel Informationen über die Waldorfpädagogik enthält, ist darauf zurückzuführen, dass die Verbreitung von Computern in Schulen – sogar in Grund- und Vorschulen – in den USA viel größer ist, als in Europa. In der maschinen- und technikgläubigen amerikanischen Gesellschaft wird aber derzeit vermehrt über Nutzen und Nachteile des frühen Technologiegebrauchs debattiert. Vielen naiven – oder auch nicht so naiven – Technikgläubigen erscheint es wie ein Wunder, dass man Kinder auch ohne den Einsatz von Computern und Software unterrichten kann.

Den vollständigen Artikel können Sie hier online lesen

Alle Nachrichten in dieser Kategorie

Norwegen: Waldorflehrerin öffentlich geehrt

Alljährlich verleiht der norwegische Mathematik-Rat den Holmboe-Preis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Mathematikunterrichts.  [mehr]

Für 150 Franken zum Faust am Goetheanum

Damit ein Besuch der Neuinszenierung von Goethes »Faust 1 und 2« (ungekürzt) nicht an den Finanzen scheitert, ermöglichen Stiftungen, den Preis für... [mehr]

Freie Waldorflehrerausbildung in Dornach

Seit August 2015 gibt es in der Schweiz neben der etablierten Akademie für anthroposophische Pädagogik eine zweite Möglichkeit, Waldorflehrer zu... [mehr]

Leidenschaftliche Bewunderung für die Arbeit Rudolf Steiners

Nach Zwischenlandungen in Deutschland, Kroatien, Österreich, Ägypten und Großbritannien ist die Rudolf Steiner Friedenstaube von London nach Genf... [mehr]

Wittener Studierende engagieren sich in Jordanien

Initiative »Al Salam« hilft Flüchtlingen nahe der Krisenherde. [mehr]

Anthroposophische Medizin international

Die medizinische Sektion am Goetheanum legt eine Broschüre vor, die umfassend über die internationalen Aktivitäten der anthroposophischen Medizin... [mehr]

ZDF: Notfallpädagogik in Nepal

Am 12. Mai 2015 erschütterte um die Mittagszeit ein zweites schweres Erdbeben der Stärke 7,3 Nepal. Ein 13-köpfiges notfallpädagogisches... [mehr]

Nepal nach Erdbeben in großer Not

Das schwere Erdbeben hat die Menschen in Nepal in große Not gebracht. Wir haben uns die letzten Tage bemüht, Nachrichten von den mit uns verbundenen... [mehr]

Notfallpädagogik in Kurdistan

Vom 6. bis 20. März 2015 reist ein notfallpädagogisches Team der Freunde der Erziehungskunst in die autonome Region Kurdistan im Irak, um vier... [mehr]

Würde der Tiere

700 Landwirte, Produzenten und Händler aus 37 Nationen kamen zur internationalen Jahreskonferenz der biologisch-dynamischen Bewegung »Wie gehen wir... [mehr]

Treffer 41 bis 50 von 153

< Vorherige

1

2

3

4

5

6

7

Nächste >

Folgen