Etwas Besonderes sollte es werden

Von Petra Plützer, Juli 2017

Die erste Waldorfschule in Griechenland wurde Kunstprojekt des B-Kurses an der Freien Hochschule Stuttgart

»Mehr Dank als die strahlenden Kinderaugen gibt es für solch eine Arbeit nicht«, sagt Alessa, Studentin im vierten Semester. 18 Studierende der Freien Hochschule Stuttgart – Seminar für Waldorfpädagogik reisten für zwei Wochen nach Athen, um dort beim Aufbau der ersten Waldorfschule des Landes mitzuhelfen.

Mit der Unterstützung des Stuttgarter gemeinnützigen Vereins Kukuk kultur entstand ein Spielplatz im Außengelände. Der gemeinnützige Verein TRIANEMI (zu Deutsch: Drei Winde) steht für ein Kollektiv von zwanzig Eltern, Pädagogen und Freunden der Waldorfpädagogik in Griechenland. Angesichts der vielschichtigen und anhaltenden Krise in Griechenland ist es diesen Menschen ein Anliegen, eine beispielhafte Pädagogik zu etablieren. Sie waren tief beeindruckt und dankbar für das große Engagement der Studierenden.

»Wir hatten lange nach der besonderen Aufgabe für unser Kunst- und Kulturprojekt gesucht. Etwas Besonderes sollte es werden. Etwas mit Sinn, woran wir Studenten selbst wachsen und gleichzeitig anderen Menschen etwas Bleibendes hinterlassen könnten«, unterstreicht Alessa. Der Außenbereich wurde in vier Abteilungen aufgeteilt: ein offenes Klassenzimmer, ein großes Klettergerüst mit Turm, ein »Marktplatz« mit Sitzmöglichkeiten und ein »Hexenhäuschen« mit Sandkasten für die Kindergartenkinder.

Bei Temperaturen von bis zu 45°C gab ein jeder alles. 11 Tonnen Holz wurden verarbeitet. Eine Dusche im Keller, Nächte auf dem Dach, zwei Klassenzimmer am Abend mit 17 verdreckten Studenten: »Es war eine tolle Zeit!« Beeindruckt von der Dankbarkeit und Gastfreundschaft der Griechen kamen sie mit vielen Bildern erfüllt zurück nach Stuttgart.

Am 29. September um 17 Uhr werden sie an der Freien Hochschule Stuttgart im Rahmen einer öffentlichen Abendveranstaltung mit vielen Fotos und einem Film von ihrer Reise berichten.

Alle Nachrichten in dieser Kategorie

Red nose für Clowns

Eine neue Zeitschrift mit dem sprechenden Namen »red nose« wendet sich an Clowns und alle, die welche werden wollen. [mehr]

Schule ohne Hausaufgaben

An der Grundschule in Kriens/Schweiz sind die Hausaufgaben seit 2018 abgeschafft. Dafür gibt es zusätzliche Zeitfenster im Stundenplan, in denen der... [mehr]

Ein eurythmiepädagogisches Ausbildungsprojekt geht zu Ende

16 Jahre gab es die schulpraktische Qualifikation Eurythmielehrer Bachelor of Dance/Eurythmy in Education als einjährige internationale... [mehr]

Pädagogische Sektion am Goetheanum: Personalrochade

Claus-Peter Röh und Florian Osswald, Leiter der Pädagogischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum seit 2010, werden... [mehr]

Faust for Future

Eigentlich sollten ja Schüler und Jugendliche die ersten Zuschauer sein zur Faust- Premiere 2020 im Goetheanum. Das fiel durch Corona aus und sollte... [mehr]

Jugendstudie »(Re)Search« geht weiter

Das Forschungsteam der Jugendsektion am Goetheanum setzt seine Jugendstudie »(Re)Search« fort. Es lädt junge Menschen dazu ein, ihr Erleben in dieser... [mehr]

Die schwarz sehen, sehen eigentlich nichts. Zur Krise der englischen Waldorfschulen

Inzwischen ist allen Beteiligten klar, dass die bedrohliche Situation in England – in Schottland und Wales ist die Lage etwas anders – nicht allein... [mehr]

Staatliche Inspektionen stürzen englische Waldorfschulen in die Krise

Drei englische Waldorfschulen sind nach harter Kritik der Schulaufsicht Ofsted von einem neuen Träger übernommen worden. Die anderen müssen zügig ihr... [mehr]

Ein neues Menschenrecht? Das bedingungslose Grundeinkommen (bGE)

Der BIEN-Kongress (Basic Income Earth Network), der alljährlich in immer neuen Ländern rund um die Welt stattfindet, ging dieses Jahr im August in... [mehr]

Erste Hilfe für die Seele

Notfallpädagogischer Einsatz nach der Katastrophe durch Zyklon Idai in Südostafrika. [mehr]

Treffer 1 bis 10 von 155

1

2

3

4

5

6

7

Nächste >

Folgen