Wittener Studierende engagieren sich in Jordanien

Oktober 2015

Initiative »Al Salam« hilft Flüchtlingen nahe der Krisenherde.

Anne Strapatsas vor »Free Syria«-Graffity

Aus der aktuellen Debatte ist das Thema »Flüchtlinge« nicht wegzudenken. Vielen Europäern ist nicht bewusst, dass der größte Strom an flüchtenden Menschen die Nachbarstaaten von Syrien, Irak sowie weiteren Krisenländern trifft. Dazu zählt auch Jordanien, wo aktuell riesige Flüchtlingscamps mitten in der Wüste stehen, wo Dörfer für die Unterbringung von über 600.000 Menschen genutzt werden. Da das Land selbst wirtschaftlichen Krisen unterliegt, ist auch die Grundversorgung der Flüchtlinge – insbesondere im medizinischen und hygienischen Bereich – unzureichend.

Im Sommer 2015 beschlossen die Medizinstudentin Anne Strapatsas und ihre Kommilitonin Ardiana Wagner die Initiative »Al Salam« (»Frieden«) ins Leben zu rufen. Zuvor hatte sich Anne Strapatsas jordanischen Medizinstudenten angeschlossen, die mit Hilfsorganisationen wie den »Flying Doctors of America« zusammenarbeiten, und war mehrfach mit privaten Mitteln nach Jordanien u. a. in eines der größten Flüchtlingslager gereist. Dort hatte sie bei der medizinischen Versorgung von Familien aus Syrien und anderen Krisenländern mitgeholfen. Ihr Engagement ist auf großen Zuspruch von Seiten der Wittener Studierenden gestoßen, sodass mithilfe der Initiative jeder die Gelegenheit bekommen soll, individuell Flüchtlinge in Jordanien zu unterstützen.

Die Kommilitonen in Witten nutzen den Beginn des Wintersemesters 2015/16 an der Uni Witten/Herdecke, um weitere Unterstützer sowie Spenden zu sammeln, so dass ein ganzes Team sich auf den Weg machen kann. Potenzielle Helfer werden jedoch nicht nur für den medizinischen Bereich gesucht. Wer sich z. B. bei der Organisation oder beim Sammeln der Spenden engagieren möchte, ist ebenso willkommen.

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