Absolventin der Uni Witten-Herdecke ist Ashoka Fellow

Juni 2015

Mira Maier, Absolventin der Uni Witten/Herdecke, ist mit ihrer Initiative für transparente Studienförderung als Ashoka Fellow 2014 ausgezeichnet worden. Ashoka ist die älteste und größte Organisation zur Förderung von Sozialunternehmern.

In diesem Jahr wurden fünf neue Fellows auf der Sozialunternehmerkonferenz am 10. März in Berlin ausgezeichnet und in das Netzwerk aufgenommen. Ashoka Fellows erhalten pro-bono Leistungen aus den verschiedensten Bereichen und eine weltweite Vernetzung mit Partnern von Ashoka.  

Die Organisation Ashoka fördert weltweit Social Entrepreneurs – unternehmerisch denkende Gründerpersönlichkeiten, die gesellschaftliche Probleme überwinden. Vorgemacht haben es Organisationen von Ashoka Fellows wie die Elektrizitätswerke Schönau, die mit ihrem Strom aus Bürgerhand vor zwanzig Jahren die Energiewende vorzeichneten, oder die Wikipedia, die Wissen für Alle zugänglich machten. Ashoka Fellow Kailash Satyarthi wurde 2014 nach Muhammad Yunus der zweite Nobelpreisträger aus dem Ashoka-Netzwerk, knapp 25 Jahre nach seiner Aufnahme in das Netzwerk. 

Das bekannteste Projekt der von Mira Maier gegründeten Initiative ist die Stipendienplattform www.myStipendium.de. Die Besonderheit des Portals myStipendium.de liegt in der Tatsache, dass erstmals allen Abiturienten und Studierenden ermöglicht wird, mit nur wenigen Klicks kostenlos die Stipendien zu finden, die auf den individuellen Lebenslauf passen. Aktuell umfasst die Plattform mehr als 2.100 Stipendienprogramme mit einem Gesamtwert von 610 Millionen Euro im Jahr. myStipendium hilft jeden Monat 80.000 Studenten bei der Suche nach Förderung für ihr Studium.

Seit kurzem hat die Initiative auch eine EU-weite Version von myStipendium erstellt: www.european-funding-guide.eu. Die Plattform umfasst mehr als 12.000 Stipendienprogramme und andere Studienfinanzierungsformen in 16 EU-Ländern mit einem Gesamtwert von 27 Milliarden Euro. Das Portal wurde mit Unterstützung der EU-Kommission finanziert und hilft schon wenige Monate nach dem Start jeden Monat 145.000 Nutzern bei der Fördermittelsuche.

Außerdem setzt sich Mira Maier mit ihrer Organisation für die Gründung neuer Stipendienprogramme abseits der klassischen Eliteförderung ein. »Mir ist es wichtig, dass gerade diejenigen Förderung erhalten, die die Hilfe am dringendsten benötigen – und das sind nicht unbedingt diejenigen, die die besten Noten haben«, erklärt Mira Maier die Motivation für ihren Einsatz.

Schätzungen besagen sogar, dass jede fünfte Stiftung ihre Gelder nicht vergeben kann, da keine passenden Stipendiaten gefunden werden. Weil es viele Nischenstipendien gibt, die die wenigsten kennen, bewerben sich über 90 Prozent der Studierenden bei weniger als einem Prozent der Stiftungen. Die Initiatoren von myStipendium.de wollen die Stipendienlandschaft transparenter gestalten und insbesondere auf die zahlreichen Stipendien aufmerksam machen, die nicht nach Leistungsmerkmalen vergeben werden.

myStipendium.de  | www.european-funding-guide.eu

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