Ausbildungsvergütungen zwischen 550 € und 1.544 Euro

Mai 2016

Spitzenreiter bei den Ausbildungsberufen sind die Kauffrau für Büromanagement bei den jungen Frauen und der Kfz-Mechatroniker bei den jungen Männern. Die Jugendlichen konzentrieren sich nach wie vor auf wenige Berufe. Bei der Berufswahl spielt neben dem inhaltlichen Interesse auch die Höhe der Ausbildungsvergütung eine wichtige Rolle.

Insgesamt fallen die tariflich geregelten Ausbildungsvergütungen je nach Branche und Ausbildungsjahr sehr unterschiedlich aus. Sie variieren von 549 Euro im Kfz-Gewerbe Thüringen im 1. Ausbildungsjahr bis zu 1.544 Euro im Bauhauptgewerbe West im 4. Ausbildungsjahr (siehe auch die Tabelle im Anhang). Dies geht aus einer Auswertung von Tarifverträgen in ausgewählten Wirtschaftszweigen und Tarifbereichen hervor, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf vorlegt. Im vergangenen Jahr stiegen die Ausbildungsvergütungen überwiegend zwischen 2,0 und 4,5 Prozent. In Einzelfällen betrug die Steigerung bis zu 10 Prozent (Hotel- und Gaststättengewerbe Sachsen). Nur in wenigen Tarifbereichen wurden keine Steigerungen vereinbart.

Innerhalb der Branchen gibt es zum Teil bundesweit einheitliche Ausbildungsvergütungen, es bestehen aber auch beträchtliche regionale Unterschiede (Stand: 1.5.2016). »Die aktuellen Ausbildungsvergütungen zeigen ähnliche Dif-ferenzierungen wie die Tariflöhne und -gehälter«, sagt WSI-Tarifexperte Dr. Reinhard Bispinck. »Neben bundeseinheitlichen Tarifverträgen gibt es solche mit starken regionalen Unterschieden, häufig verbunden mit einem West-Ost-, aber auch mit einem Süd-Nord-Gefälle«.

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung

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