Hervorragende Noten für Anthroposophische Kliniken

März 2014

In der aktuellen Patienten-Umfrage der Techniker Krankenkasse schneidet die stationäre Anthroposophische Medizin erneut sehr gut ab.

Patienten wollen heute mit entscheiden, wie und wo sie behandelt werden – auch wenn sie ins Krankenhaus müssen. Ein wichtiges Kriterium sind dabei die Erfahrungen anderer Patientinnen und Patienten. Vor diesem Hintergrund veröffentlicht die Techniker Krankenkasse (TK) jährlich die Ergebnisse ihrer bundesweiten Patientenbefragung zur stationären Versorgung.

Bereits in den letzten Jahren schnitten die Anthroposophischen Kliniken in dieser Umfrage sehr gut ab. So auch 2013: Die drei großen Anthroposophischen Akutkliniken Havelhöhe, Herdecke sowie die Filderklinik bekamen in allen fünf Qualitätsdimensionen sehr gute und weit überdurchschnittliche Noten.

In der Allgemeinen Zufriedenheit erzielte das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe einen Wert von 88,8 %, das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke 82,3 % und die Filderklinik 88,6 %. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Wert für die Allgemeine Zufriedenheit lag 2013 bei allen Befragungshäusern bei 79,1 %.

Auch das Behandlungsergebnis wird überdurchschnittlich gut bewertet. Zwei der Anthroposophischen Häuser (Havelhöhe und Filderklinik) lagen deutlich bei über 80 %, das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke mit 79,3 % knapp darunter. Der Bundesdurchschnitt beträgt 77,3 %. Bei der Medizinisch-pflegerischen Versorgung lag die Filderklinik mit 86,4 % ganz weit vorne, Havelhöhe und Herdecke erzielten ebenfalls Werte von über 80 %. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt lag bei 76,8 %.  Information und Kommunikation (Filderklinik 87,1 %, Havelhöhe: 86,8 %, Herdecke 81,9 %) sowie Organisation und Unterbringung (Filderklinik 81 %, Havelhöhe 79,7 %, Herdecke 74,1 %) übertrafen den Bundesdurchschnitt ebenfalls deutlich.

Der Mensch im Mittelpunkt

In den Aussagen der Patientinnen und Patienten wurde besonders positiv bewertet, dass sich die Ärzte und Pflegekräfte in den Anthroposophischen Kliniken besonders viel Zeit nehmen und auf Fragen einfühlsam und verständlich antworten. "Die Patienten spüren, dass sie bei uns im Sinne einer wirklich integrativen Medizin zuallererst als Menschen – und nicht als die Summe ihrer Krankheitssymptome – wahrgenommen werden. Diese Perspektive liegt der Anthroposophischen Medizin zugrunde und damit auch der Arbeit in den Anthroposophischen Kliniken. Und das wissen die Patienten zu schätzen", erklärt Dr. Roland Bersdorf, Geschäftsführer des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe, zum erneuten sehr guten Abschneiden der Anthroposophischen Kliniken.

TK-Patientenbefragung und Klinikführer

Die Techniker Krankenkasse bittet jedes Jahr ihre Versicherten, stationäre Einrichtungen, in denen sie behandelt wurden, mithilfe eines Fragebogens anonym zu bewerten. 2013 antworteten über 230.000 Versicherte, so dass für 1.024 Krankenhäuser repräsentative Ergebnisse erzielt werden konnten. Die Ergebnisse der Patientenbefragung bilden die Grundlage für den TK-Klinikführer im Internet, in den außerdem Informationen aus den Qualitätsberichten der Krankenhäuser einfließen.

Die Anthroposophische Medizin in der stationären Versorgung

Die Anthroposophische Medizin ist in Deutschland mit neun Akutkliniken und sechs Reha-Kliniken vertreten. Die drei größten Akutkliniken sind die Gemeinschaftskrankenhäuser Havelhöhe und Herdecke sowie die Filderklinik. Alle Akutkrankenhäuser kommen dem gesetzlichem Versorgungsauftrag für die Bevölkerung nach. Der Aufenthalt in einem Anthroposophischen Krankenhaus steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für den stationären Aufenthalt.

Eine Übersicht über alle Anthroposophischen stationären Einrichtungen gibt es online unter www.anthro-kliniken.de

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