Ist Esoterik »gefährlich«?

Von red., Dezember 2022

Esoterik war in den Medien bislang vor allem ein unklarer Sammelbegriff, mit dem viele nur Räucherstäbchen und Klangschalen assoziierten. Der Umgang damit schien Privatsache. Seit neuestem aber wird das Interesse für Spiritualität und geistige Welten unter den Generalverdacht gestellt, gesellschaftlich schädlich zu sein. Was steckt hinter dem neuen Narrativ?

Anfang September 2022 veranstaltete die Bundeszentrale für politische Bildung in Fulda eine Tagung zum Thema Esoterik und Demokratie – Ein Spannungsverhältnis.

Warum diese Themenstellung bei einem staatlichen Bildungsträger?

Eine Erklärung liefert die in letzter Zeit häufig unterstellte Verbindung von Esoterik, Wissenschaftsfeindlichkeit und politischer Radikalisierung. Zentraler Referenzpunkt dabei sind die Corona-Proteste. Menschen mit unterschiedlichsten Motiven gingen gegen die Maßnahmen auf die Straße, ein buntes Völkchen von grün-liberal bis rechts, auch Menschen mit Esoterik-Hintergründen. Speziell auf diese zielt neuerdings der generelle Verdacht: Wer an übersinnliche Dinge glaubt, verlässt den „Konsens der Wissenschaft“ und zieht für sein Leben Folgerungen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden – von der Impfskepsis bis zur Systemfrage. Viele Artikel, Online-Beiträge und Radio-Features folgen momentan der Gleichung: Esoterik = irrational = radikal. Wer an Reinkarnation und Karma glaubt, will irgendwann auch unsere Gesellschaft umstürzen. Auch Rudolf Steiner und die Anthroposophie werden in dieses neue Narrativ eingereiht. ...

Den vollständigen Artikel von Jens Heisterkamp finden Sie hier.

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